Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Jesaja 10:1-13

Wehe den Schriftgelehrten, die unrechte Gesetze machen und die unrecht Urteil schreiben, auf daß sie die Sache der Armen beugen und Gewalt uben im Recht der Elenden unter meinem Volk, daß die Witwen ihr Raub und die Waisen ihre Beute sein müssen. Was wollt ihr tun am Tage der Heimsuchung und des Unglücks, das von feme kommt? Zu wem wollt ihr fliehen urn Hilfe, und wo wollt ihr eure Ehre lassen, daß sie nicht unter die Gefangenen gebeuget werde und unter die Erschlagenen falle? In dem allem laftt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. O wehe Assur, der meines Zorns Rute und ihre Hand meines Grimms Stecken ist! Ich will ihn senden wider ein Heuchelvolk und ihm Befehl tun wider das Volk meines Zorns, daß er's beraube und austeile und zertrete es wie Kot auf der Gasse, wiewohl er's nicht so meinet und sein Herz nicht so denket, sondern sein Herz stehet zu vertilgen und auszurotten nicht wenig Volker. Denn er spricht: Sind meine Fursten nicht allzumal Konige? Ist Kalno nicht wie Karchemis? Ist Hamath nicht wie Arpad? Ist nicht Samaria wie Damaskus? Wie meine Hand funden hat die Konigreiche der Gotzen, so doch ihre Gotzen starker waren, denn die zu Jerusalem und Samaria sind: sollte ich nicht Jerusalem tun und ihren Gotzen, wie ich Samaria und ihren Gotzen getan habe? Wenn aber der HERR alle seine Werke ausgerichtet hat auf dem Berge Zion und zu Jerusalem, will ich heimsuchen die Frucht des hochmutigen Konigs zu Assyrien und die Pracht seiner hoffartigen Augen, darum dafi erspricht: Ich habe es durch meiner Hande Kraft ausgerichtet und durch meine Weisheit, denn ich bin klug; ich habe die Lander anders geteilet und ihr Einkommen geraubt und wie ein Machtiger die Einwohner zu Boden geworfen,

Erste Lesung

5. Mose 11

So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang. Und erkennet heute, das eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, namlich die Zuchtigung des HERRN, eures Gottes, seine Herrlichkeit, dazu seine machtige Hand und ausgereckten Arm und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den Agyptern, an Pharao, dem Konige in Agypten, und an all seinem Lande; und was er an der Macht der Agypter getan hat, an ihren Rossen und Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers uber sie fuhrete, da sie euch nachjagten, und sie der HERR umbrachte, bis auf diesen Tag; und was er euch getan hat in der Wuste, bis ihr an diesen Ort kommen seid; was er Dathan und Abiram getan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und verschlang sie mit ihrem Gesinde und Hütten und all ihrem Gut, das sie erworben hatten mitten unter dem ganzen Israel. Denn eure Augen haben die grolien Werke des HERRN gesehen, die er getan hat. Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf daß ihr gestarket werdet, einzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr ziehet, daß ihr's einnehmet; und daß du lange lebest auf dem Lande, das der HERR euren Vatern geschworen hat, ihnen zu geben und ihrem Samen, ein Land, da Milch und Honig innen fleufit. Denn das Land, da du hinkommst, es einzunehmen, ist nicht wie Agyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen saen und selbst tranken mulitestwie einen Kohlgarten, sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tranken muli, auf welch Land der HERR, dein Gott, acht hat, und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar drauf sehen von Anfang des Jahrs bis ans Ende. Werdet ihr nun meine Gebote horen, die ich euch heute gebiete, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Fruhregen und Spatregen, daß du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Ol; und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, daß ihr esset und satt werdet. Hütet euch aber, daß sich euer Herz nicht uberreden lasse, daß ihr abtretet und dienet andern Gottern und betet sie an, und daß dann der Zorn des HERRN ergrimme uber euch und schlielie den Himmel zu, daß kein Regen komme, und die Erde ihr Gewachs nicht gebe, und bald umkommet von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat. So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, daß sie ein Denkmal vor euren Augen seien. Und lehret sie eure Kinder, daß du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest Oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest und wenn du aufstehest. Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore, daß du und deine Kinder lange lebest auf dem Lande, das der HERR deinen Vatern geschworen hat, ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel auf Erden wahren. Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, daß ihr danach tut, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und wandelt in alien seinen Wegen und ihm anhanget, so wird der HERR alle diese Volker vor euch her vertreiben, daß ihr groliere und starkere Volker einnehmet, denn ihrseid. Alle Oder, darauf eure Fulisohle tritt, sollen euer sein; von der Wuste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Phrath bis ans aulierste Meer soil eure Grenze sein. Niemand wird euch widerstehen mogen. Eure Furcht und Schrecken wird der HERR uber alle Lande kommen lassen, darin ihr reiset, wie er euch geredet hat. Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, so ihr gehorchet den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abtretet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, dati ihr andern Gottern nachwandelt, die ihr nicht kennet. Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringet, da du einkommst, dati du es einnehmest, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Grisim und den Fluch auf dem Berge Ebal, welche sind jenseit des Jordans, der Stralie nach gegen der Sonnen Niedergang, im Lande der Kanaaniter, die auf dem Blachfelde wohnen gegen Gilgal uber, bei dem Hain More. Denn du wirst uber den Jordan gehen , daß du einkommest, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat, dati ihr's einnehmet und drinnen wohnet. So haltet nun, daß ihr tut nach alien Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege.

Erste Lesung

Richter 6:25-40

Und in derselben Nacht sprach der HERR zu ihm: Nimm einen Farren unterden Ochsen, die deines Vaters sind, und einen andern Farren, der siebenjahrig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist, und haue ab den Hain, der dabei stehet; und baue dem HERRN, deinem Gott, oben auf der Hohe dieses Felsen einen Altar und rüste ihn zu; und nimm den andern Farren und opfre ein Brandopfer mit dem Holz des Hains, den du abgehauen hast. Da nahm Gideon zehn Manner aus seinen Knechten und tat, wie ihm der HERR gesagt hatte. Aber er furchtete sich, solches zu tun des Tages vor seines Vaters Haus und den Leuten in der Stadt, und tat es bei der Nacht. Da nun die Leute in der Stadt des Morgens frühe aufstunden, siehe, da war der Altar Baals zerbrochen, und der Hain dabei abgehauen; und derandere Farre, ein Brandopfer auf dem Altar, der gebauet war. Und einer sprach zu dem andern: Wer hat das getan? Und da sie suchten und nachfragten, ward gesagt: Gideon, der Sohn Joas', hat das getan. Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus! Er muft sterben, dafi er den Altar Baals zerbrochen und den Hain dabei abgehauen hat. Joas aber sprach zu alien, die bei ihm stunden: Wollt ihr urn Baal hadern? Wollt ihr ihm helfen? Wer urn ihn hadert, der soli dieses Morgens sterben. Ist er Gott, so rechte er urn sich selbst, dafi sein Altar zerbrochen ist. Von dem Tage an hiefi man ihn Jerubbaal und sprach: Baal rechte urn sich selbst, daß sein Altar zerbrochen ist! Da nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande sich zu Haufe versammelt hatten und zogen herdurch und lagerten sich im Grunde Jesreel, zog der Geist des HERRN Gideon an; und er lieft die Posaunen blasen und rief Abieser, daß sie ihm folgeten. Und sandte Botschaft in ganz Manasse und rief ihn an, daß sie ihm auch nachfolgeten. Er sandte auch Botschaft zu Asser und Sebulon und Naphthali; die kamen herauf ihm entgegen. Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erlosen, wie du geredet hast, so will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wird der Tau auf dem Fell allein sein und auf der ganzen Erde trocken, so will ich merken, daß du Israel erlosen wirst durch meine Hand, wie du geredet hast. Und es geschah also. Und da er des andern Morgens früh aufstund, druckte er den Tau aus von dem Fell und fullete eine Schale voll des Wassers. Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn ergrimme nicht wider mich, daß ich noch einmal rede. Ich will's nur noch einmal versuchen mit dem Fell. Es sei allein auf dem Fell trocken und Tau auf der ganzen Erde. Und Gott tat also dieselbe Nacht, daß trocken war allein auf dem Fell und Tau auf der ganzen Erde.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Samuel 25

Und Samuel starb; und das ganze Israel versammelte sich, trugen Leid urn ihn und begruben ihn in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf und zog hinab in die Wuste Paran. Und es war ein Mann zu Maon, und sein Wesen zu Karmel; und der Mann war fast grolien Vermogens und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen. Und begab sich eben, daß er seine Schafe beschor zu Karmel. Und er hieli Nabal; sein Weib aber hieli Abigail und war ein Weib guter Vernunft und schon von Angesicht; der Mann aber war hart und boshaftig in seinem Tun und war einer von Kaleb. Da nun David in der Wuste horete, daß Nabal seine Schafe beschor, sandte er aus zehn Jünglinge und sprach zu ihnen: Gehet hinauf gen Karmel, und wenn ihr zu Nabal kommt, so grufiet ihn von meinetwegen freundlich und sprechet: Gluck zu, Friede sei mit dir und deinem Hause und mit allem, das du hast! Ich habe gehoret, dafi du Schafscherer hast. Nun, deine Hirten, die du hast, sind mit uns gewesen; wir haben sie nicht verhohnet, und hat ihnen nichts gefehlet an der Zahl, solange sie zu Karmel gewesen sind. Frage deine Junglinge darum, die werden's dir sagen; und lali die Junglinge Gnade finden vor deinen Augen, denn wir sind auf einen guten Tag kommen. Gib deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet. Und da die Junglinge Davids hinkamen und von Davids wegen alle diese Worte mit Nabal geredet hatten, horeten sie auf. Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist der David? und wer ist der Sohn Isais? Es werden jetzt der Knechte viel, die sich von ihren Herren reilien. Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleisch nehmen, das ich fur meine Scherer geschlachtet habe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne, wo sie her sind? Da kehreten sich die Junglinge Davids wieder auf ihren Weg; und da sie wieder zu ihm kamen, sagten sie ihm solches alles. Da sprach David zu seinen Mannern: Gürte ein jeglicher sein Schwert urn sich! Und ein jeglicher gurtete sein Schwert urn sich, und David gurtete sein Schwert auch urn sich, und zogen ihm nach hinauf bei vierhundert Mann; aber zweihundert blieben bei dem Gerate. Aber der Abigail, Nabals Weibe, sagte an der Junglinge einer und sprach: Siehe, David hat Boten gesandt aus der Wuste, unsern Herm zu segnen; er aber schnaubte sie an. Und sie sind uns doch sehr nütze Leute gewesen und haben uns nicht verhohnet, und hat uns nichts gefehlet an der Zahl, solange wir bei ihnen gewandelt haben, wenn wir auf dem Felde waren, sondern sind unsere Mauern gewesen Tag und Nacht, solange wir der Schafe bei ihnen gehutet haben. So merke nun und siehe, was du tust; denn es ist gewili ein Ungluck vorhanden über unsern Herrn und uber sein ganzes Haus; und er ist ein heilloser Mann, dem niemand etwas sagen darf. Da eilete Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Legel Weins und fünf gekochte Schafe und fünf Scheffel Mehl und hundert Stuck Rosinen und zweihundert Stuck Feigen und lud es auf Esel. Und sprach zu ihren Jünglingen: Gehet vor mir hin; siehe, ich will kommen hernach. Und sie sagte ihrem Manne Nabal nichts davon. Und als sie auf dem Esel ritt und hinabzog im Dunkel des Berges, siehe, da begegnete ihr David und seine Manner hinab, daß sie auf sie stiefi. David aber hatte geredet: Wohlan, ich habe umsonst behütet alles, was dieser hat in der Wuste, daß nichts gefehlet hat an allem, was er hat; und er bezahlete mir Gutes mit Bosem. Gott tue dies und noch mehr den Feinden Davids, wo ich diesem bis licht Morgen überlasse einen, der an die Wand pisset, aus allem, das er hat! Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend vom Esel und fiel vor David auf ihr Antlitz und betete an zur Erde. Und fiel zu seinen Fufien und sprach: Ach, mein Herr, mein sei diese Missetat, und lali deine Magd reden vor deinen Ohren und hore die Worte deiner Magd! Mein Herr setze nicht sein Herz wider diesen Nabal, den heillosen Mann; denn er ist ein Narr, wie sein Name heilit, und Narrheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Junglinge meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast. Nun aber, mein Herr, so wahr der HERR lebet, und so wahr deine Seele lebet, der HERR hat dich verhindert, daü du nicht kamest wider das Blut, und hat dir deine Hand erloset. So müssen nun werden wie Nabal deine Feinde, und die meinem Herrn übel wollen. Hie ist der Segen, den deine Magd meinem Herrn hergebracht hat; den gib den Jünglingen, die unter meinem Herrn wandeln. Vergib deiner Magd die Ubertretung! Denn der HERR wird meinem Herrn ein bestandig Haus machen, denn du fuhrest des HERRN Kriege; und lali kein Boses an dir gefunden werden dein Leben lang. Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen, und nach deiner Seele stehet, so wird die Seele meines Herrn eingebunden sein im Bündlein der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott; aber die Seele deiner Feinde wird geschleudert werden mit der Schleuder. Wenn denn der HERR all das Gute meinem Herrn tun wird, das er dir geredet hat, und gebieten, daß du ein Herzog seiest über Israel, so wird's dem Herzen meines Herrn nicht ein Stoli noch Argernis sein, daß du nicht Blut vergossen hast ohne Ursache und dir selber geholfen; so wird der HERR meinem Herrn wohltun, und wirst an deine Magd gedenken. Da sprach David zu Abigail: Gelobet sei der HERR, der Gott Israels, der dich heutigestages hat mir entgegengesandt! Und gesegnet sei deine Rede und gesegnet seiest du, daß du mir heute erwehret hast, daß ich nicht wider Blut kommen bin und mich mit eigener Hand erloset habe. Wahrlich, so wahr der HERR, der Gott Israels, lebet, der mich verhindert hat, daß ich nicht übel an dir tate, warest du nicht eilend mir begegnet, so ware dem Nabal nicht uberblieben auf diesen lichten Morgen einer, der an die Wand pisset. Also nahm David von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: Zeuch mit Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe deiner Stimme gehorchet und deine Person angesehen. Da aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zugerichtet in seinem Hause wie eines Konigs Mahl; und sein Herz warguter Dinge bei ihm selbst und er war sehr trunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder Kleines noch Großes, bis an den lichten Morgen. Da es aber Morgen ward, und der Wein von Nabal kommen war, sagte ihm sein Weib solches. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, dafi erward wie ein Stein. Und liber zehn Tage schlug ihn der HERR, daß er starb. Da das David horete, daß Nabal tot war, sprach er: Gelobet sei der HERR, der meine Schmach gerochen hat an dem Nabal und seinen Knecht enthalten hat vor dem Ubel, und der HERR hat dem Nabal das Ubel auf seinen Kopf vergolten. Und David sandte hin und lieü mit Abigail reden, daß er sie zum Weibe nahme. Und da die Knechte Davids zu Abigail kamen gen Karmel, redeten sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, daß er dich zum Weibe nehme. Sie stund auf und betete an auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, hie ist deine Magd, daß sie diene den Knechten meines Herrn und ihre Füße wasche. Und Abigail eilete und machte sich auf; und ritt auf einem Esel und fünf Dirnen, die unter ihr waren; und zog den Boten Davids nach und ward sein Weib. Auch nahm David Ahinoam von Jesreel; und waren beide seine Weiber. Saul aber gab Michal, seine Tochter, Davids Weib, Phalti, dem Sohn Lais von Gallim.

Epistel

Daniel 3:25;3:34-45

Er antwortete und sprach: Sehe ich doch vier Manner los im Feuer gehen, und sind unversehrt; und der vierte ist gleich, als ware er ein Sohn der Gotter.

Erste Lesung

Hesekiel 47

Und er fuhrete mich wieder zu der Tur des Tempels. Und siehe, da floß ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels gegen Morgen; denn die Tur des Tempels war auch gegen Morgen. Und das Wasser lief an der rechten Seite des Tempels neben dem Altar hin gegen Mittag. Und er fuhrete mich auswendig zum Tor gegen Mitternacht vom außern Tor gegen Morgen; und siehe, das Wasser sprang heraus von der rechten Seite. Und der Mann ging heraus gegen Morgen und hatte die Melischnur in der Hand; und er maß tausend Ellen und fuhrete mich durchs Wasser, bis mir's an die Knochel ging. Und maß abermal tausend Ellen und fuhrete mich durchs Wasser, bis mir's an die Kniee ging. Und maß noch tausend Ellen und ließ mich dadurch gehen, bis es mir an die Lenden ging. Da maß er noch tausend Ellen, und es war so tief, daß ich nicht mehr grunden konnte; denn das Wasser war zu hoch, daß man daruber schwimmen mußte und konnte es nicht grunden. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, das hast du ja gesehen. Und er fuhrete mich wieder zuruck am Ufer des Bachs. Und siehe, da stunden sehrviel Baume am Ufer auf beiden Seiten. Und er sprach zu mir: Dies Wasser das da gegen Morgen herausfleußt, wird durchs Blachfeld fließen ins Meer und von einem Meer ins andere, und wenn es dahin ins Meer kommt, da sollen dieselbigen Wasser gesund werden. Ja alles, was darin lebt und webt, dahin diese Strome kommen, das soil leben, und soil sehr viel Fische haben; und soil alles gesund werden und leben, wo dieser Strom hinkommt. Und es werden die Fischer an demselben stehen; von Engeddi bis zu En-Eglaim wird man die Fischgarne aufspannen; denn es werden daselbst sehr viel Fische sein, gleichwie im großen Meer. Aber die Teiche und Lachen daneben werden nicht gesund werden, sondern gesalzen bleiben. Und an demselben Strom, am Ufer auf beiden Seiten, werden allerlei fruchtbare Baume wachsen; und ihre Blatter werden nicht verwelken noch ihre Fruchte verfaulen; und werden alle Monden neue Fruchte bringen, denn ihr Wasser fleußt aus dem Heiligtum. Ihre Fruchtwird zurßpeise dienen und ihre Blatter zur Arznei. So spricht der Herr HERR: Dies ist die Grenze, nach der ihr das Land sollt austeilen den zwolf Stammen Israels; denn zwei Teile gehoren dem Stamm Joseph. Und ihr sollt es gleich austeilen, einem wie dem andern; denn ich habe meine Hand aufgehoben, das Land euren Vatern und euch zum Erbteil zu geben. Dies ist nun die Grenze des Landes gegen Mitternacht von dem großen Meer an, von Hethlon bis gen Zedad: namlich Hemath, Berotha, Sibraim, die mit Damaskus und Hemath grenzen; und Hazar-Tichon, die mit Haveran grenzet. Das soil die Grenze sein vom Meer an bis gen Hazar-Enon; und Damaskus und Hemath sollen das Ende sein gegen Mitternacht. Aber die Grenze gegen Morgen sollt ihr messen zwischen Haveran und Damaskus und zwischen Gilead und zwischen dem Lande Israel, am Jordan hinab bis ans Meer gegen Morgen. Das soil die Grenze gegen Morgen sein. Aber die Grenze gegen Mittag ist von Thamar bis ans Haderwasser zu Kades und gegen das Wasser am großen Meer. Das soli die Grenze gegen Mittag sein. Und die Grenze gegen Abend ist vom großen Meer an stracks bis gen Hemath. Das sei die Grenze gegen Abend. Also sollt ihr das Land austeilen unter die Stamme Israels. Und wenn ihr das Los werfet, das Land unter euch zu teilen, so sollt ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und Kinder unter euch zeugen, halten gleich wie die Einheimischen unter den Kindern Israel; und sollen auch ihren Teil am Lande haben, ein jeglicher unter dem Stamm, dabei er wohnet, spricht der Herr HERR.

Morgengebet — Zweite Lesung

Apostelgeschichte 8

Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhub sich aber zu der Zeit eine große Verfolgung uber die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreueten sich alle in die Lander Judaa und Samarien ohne die Apostel. Es bestatteten aber Stephanus gottesfurchtige Manner und hielten eine große Klage über ihn. Saulus aber zerstorete die Gemeinde, ging hin und her in die Hauser und zog hervor Manner und Weiber und überantwortete sie ins Gefangnis. Die nun zerstreuet waren, gingen urn und predigten das Wort. Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christo. Das Volk aber horete einmütiglich und fleißig zu, was Philippus sagte, und sahen die Zeichen, die er tat. Denn die unsaubern Geister fuhren aus vielen Besessenen mitgroßem Geschrei; auch viel Gichtbrüchige und Lahme wurden gesund gemacht. Und ward eine große Freude in derselbigen Stadt. Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in derselbigen Stadt Zauberei trieb und bezauberte das samaritische Volk und gab vor, er ware etwas Großes. Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und groß, und sprachen: Der ist die Kraft Gottes, die da groß ist! Sie sahen aber darum auf ihn, daß er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte. Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi, ließen sich tauten beide, Manner und Weiber. Da ward auch der Simon glaubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, verwunderte er sich. Da aber die Apostel horeten zu Jerusalem, daß Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Welche, da sie hinabkamen, beteten sie über sie, daß sie den Heiligen Geist empfingen. (Denn erwar noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft auf den Namen Christi Jesu.) Da legten sie die Hande auf sie, und sie empfingen den Heiligen Geist. Da aber Simon sah, daß der Heilige Geist gegeben ward, wenn die Apostel die Hande aufiegten, bot er ihnen Geid an und sprach: Gebt mir auch die Macht, daß, so ich jemand die Hande auflege, derselbige den Heiligen Geist empfange. Petrus aber sprach zu ihm: Daß du verdammet werdest mit deinem Gelde, daß du meinest Gottes Gabe werde durch Geld erlanget! Du wirst weder Teil noch Anfall haben an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott. Darum tue Buße für diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben werden mochte die Tücke deines Herzens. Denn ich sehe, daß du bist voll bitterer Galle und verknüpft mit Ungerechtigkeit. Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herm für mich, daß der keines über mich komme, davon ihr gesagt habt! Sie aber, da sie bezeuget und geredet hatten das Wort des Herrn, wandten sie wieder um gen Jerusalem und predigten das Evangelium vielen samaritischen Flecken. Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Stehe auf und gehe gegen Mittag auf die Stralie, die von Jerusalem hinabgehet gen Gaza, die da wuste ist. Und er stund auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein Kammerer und Gewaltiger der Konigin Kandaze in Mohrenland, welcherwar uber ihre ganze Schatzkammer, der war kommen gen Jerusalem, anzubeten, und zog wieder heim und sali auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen. Da lief Philippus hinzu und horete, daß er den Propheten Jesaja las, und sprach: Verstehest du auch, was du liesest? Er aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und ermahnete Philippus, daß er auftrate und setzte sich zu ihm. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser: Er ist wie ein Schaf, zur Schlachtung gefuhret, und still wie ein Lamm vor seinem Scherer; also hat er nicht aufgetan seinen Mund. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht aufgehoben; wer wird aber seines Lebens Lange ausreden? Denn sein Leben ist von der Erde weggenommen. Da antwortete der Kammerer Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet solches, von ihm selber Oder von jemand anders? Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesu. Und als sie zogen der Stralie nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Kammerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, daß ich mich taufen lasse? Philippus aber sprach: Glaubest du von ganzem Herzen, so mag's wohl sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist. Und er hieft den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser, beide, Philippus und der Kammerer; und er taufete ihn. Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rückte der Geist des Herrn Philippus hinweg, und der Kammerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Stralie frohlich. Philippus aber ward funden zu Asdod und wandelte umher und predigte alien Stadten das Evangelium, bis daß er kam gen Caseraa.

Antwortpsalm

Psalmen 9

Ein Psalm Davids von der schonen Jugend, vorzusingen. Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzahle alle deine Wunder. Ich freue mich und bin frohlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhochster, dafi du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und umkommen vordir. Denn du fuhrest mein Recht und Sache aus; du sitzest auf dem Stuhl ein rechter Richter. Du schiltst die Heiden und bringest die Gottlosen um; ihren Namen vertilgest du immer und ewiglich. Die Schwerter des Feindes haben ein Ende; die Stadte hast du umgekehret; ihr Gedachtnis ist umkommen samt ihnen. Der HERR aber bleibt ewiglich; er hat seinen Stuhl bereitet zum Gericht. Und er wird den Erdboden recht richten und die Leute regieren rechtschaffen. Und der HERR ist des Armen Schutz, ein Schutz in der Not. Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlassest nicht, die dich, HERR, suchen. Lobetden HERRN, der zu Zion wohnet; verkundiget unter den Leuten sein Tun! Denn ergedenkt und fragt nach ihrem Blut; er vergisset nicht des Schreiens der Armen. HERR, sei mir gnadig; siehe an mein Elend unter den Feinden, der du mich erhebest aus den Toren des Todes, auf dafi ich erzahle all deinen Preis in den Toren der Tochter Zion, dafi ich frohlich sei uber deine Hilfe. Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie zugerichtet hatten; ihr Fuli ist gefangen im Netz, das sie gestellet hatten. So erkennet man, daß der HERR Recht schaffet. Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hande durchs Wort. Sela. Ach, dafi die Gottlosen müfiten zur Holle gekehret werden, alle Heiden, die Gottes vergessen! Denn erwird des Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich. HERR, stehe auf, daü Menschen nicht Uberhand kriegen; lali alle Heiden vor dir gerichtet werden! Gib ihnen, HERR, einen Meister, dafi die Heiden erkennen dafi sie Menschen sind. Sela.

Evangelium

Lukas 7:36-50

Es bat ihn aber der Pharisaer einer, daß er mit ihm aße: Und er ging hinein in des Pharisaers Haus und setzte sich zu Tische. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, dafi er zu Tische saß in des Pharisaers Hause, brachte sie ein Glas mit Salben und trat hinten zu seinen Fuüen und weinete und fing an, seine Fuße zu netzen mit Tranen und mit den Haaren ihres Haupts zu trocknen; und kussete seine Fuße und salbete sie mit Salben. Da aber das der Pharisaer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet ware, so wußte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anruhret; denn sie ist eine Sünderin. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sage an! Es hatte ein Wucherer zwei Schuldner. Einer war schuldig funfhundert Groschen, der andere fünfzig. Da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben? Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerichtet. Und erwandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin kommen in dein Haus, du hast mit nicht Wasser gegeben zu meinen Fußen; diese aber hat meine Fuße mit Tranen genetzet und mit den Flaaren ihres Haupts getrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem sie hereinkommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine Fuße zu kussen. Du hast mein Haupt nicht mit Ole gesalbet; sie aber hat meine Fuße mit Salben gesalbet. Derhalben sage ich dir: Ihr sind viel Sunden vergeben, denn sie hat viel geliebet. Welchem aber wenig vergeben wird, der liebet wenig. Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sunden vergeben. Da fingen an, die mit ihm zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sunden vergibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden!

Antwortpsalm

Psalmen 84

Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen. Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhofen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, namlich deine Altare, HERR Zebaoth, mein Konig und mein Gott! Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela. Wohl den Menschen, die dich fur ihre Starke halten und von Herzen dir nach wandeln, die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmuckt. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muli, der rechte Gott sei zu Zion. HERR, Gott Zebaoth, hore mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela. Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhofen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tur hüten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild, der HERRgibt Gnade und Ehre; erwird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verladt!

Antwortpsalm

Psalmen 101

Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HERR, lobsagen. Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mirzugehoren, und wandle treulich in meinem Hause. Ich nehme mir keine bose Sache vor. Ich hasse den Ubertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben. Ein verkehret Herz muß von mirweichen; den Bosen leide ich nicht. Der seinen Nachsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des nicht, der stolze Gebarden und hohen Mut hat. Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, dafi sie bei mirwohnen, und habe gerne fromme Diener. Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lugner gedeihen nicht bei mir. Fruhe vertilge ich alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Ubeltater ausrotte aus der Stadt des HERRN.

Antwortpsalm

Psalmen 96

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil! Erzahlet unter den Heiden seine Ehre, unter alien Volkern seine Wunder! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich uber alle Gotter. Denn alle Gotter der Vdlker sind Gotzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prachtig vor ihm und gehet gewaltiglich und loblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Volker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht! Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhofe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es furchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HERR Konig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dafi es bleiben soil, und richtet die Volker recht Himmel freue sich, und Erde sei frohlich; das Meer brause, und was drinnen ist; das Feld sei frohlich und alles, was drauf ist; und lasset ruhmen alle Baume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Erwird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit seiner Wahrheit.

Abendgebet — Erste Lesung

1. Samuel 26

Die aber von Siph kamen zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist nicht David verborgen auf dem Hugel Hachila vor der Wuste? Da machte sich Saul auf und zog herab zur Wuste Siph und mit ihm dreitausend junger Mannschaft in Israel, daß er David suchte in der Wuste Siph. Und lagerte sich auf dem Hugel Hachila, der vor der Wuste liegt am Wege. David aber blieb in der Wuste. Und da er sah, daß Saul kam ihm nach in die Wuste, sandte er Kundschafter aus und erfuhr, daß Saul gewifilich kommen ware. Und David machte sich auf und kam an den Ort, da Saul sein Lager hielt, und sah die Statte, da Saul lag mit seinem Feldhauptmann Abner, dem Sohn Ners. Denn Saul lag in der Wagenburg und das Heervolk urn ihn her. Da antwortete David und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu Abisai, dem Sohne Zerujas, dem Bruder Joabs: Wer will mit mir hinab zu Saul ins Lager? Abisai sprach: Ich will mit dir hinab. Also kam David und Abisai zum Volk des Nachts. Und siehe, Saul lag und schlief in der Wagenburg, und sein Spiefi steckte in der Erde zu seinen Haupten. Abner aber und das Volk lag urn ihn her. Da sprach Abisai zu David: Gott hat deinen Feind heute in deine Hand beschlossen; so will ich ihn nun mit dem Spiefi stechen in die Erde einmal, daß er es nicht mehr bedarf. David aber sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht; denn wer will die Hand an den Gesalbten des HERRN legen und ungestraft bleiben? Weiter sprach David: So wahr der HERR lebet, wo der HERR nicht ihn schlagt, Oder seine Zeit kommt, daß er sterbe, Oder in einen Streit ziehe und komme urn, so lasse der HERR feme von mir sein, daß ich meine Hand sollte an den Gesalbten des HERRN legen. So nimm nun den Spieß zu seinen Haupten und den Wasserbecher und la(S uns gehen. Also nahm David den Spieiß und den Wasserbecher zu den Haupten Sauls und ging hin; und war niemand, der es sah noch merkte, noch erwachte, sondern sie schliefen alle. Denn es war ein tiefer Schlaf vom HERRN auf sie gefallen. Da nun David hinuber auf jenseit kommen war, trat er auf des Berges Spitze von feme, daß ein weiter Raum war zwischen ihnen. Und schrie das Volk an und Abner, den Sohn Ners, und sprach: Horestdu nicht, Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer bist du, daß du so schreiest gegen dem Konige? Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? und wer ist dein gleich in Israel? Warum hast du denn nicht behütet deinen Herrn, den Konig? Denn es ist des Volks einer hineinkommen, deinen Herrn, den Konig, zu verderben. Es ist aber nicht fein, das du getan hast. So wahr der HERR lebet, ihr seid Kinder des Todes, daß ihreuren Herrn, den Gesalbten des HERRN, nicht behütet habt. Nun siehe, hie ist der Spieß des Konigs und der Wasserbecher, die zu seinen Haupten waren. Da erkannte Saul die Stimme Davids und sprach: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? David sprach: Es ist meine Stimme, mein Herr Konig. Und sprach weiter: Warum verfolget mein Herr also seinen Knecht? Was habe ich getan, und was Ubels ist in meiner Hand? So hore doch nun mein Herr, der Konig, die Worte seines Knechts: Reizet dich der HERR wider mich, so lasse man ein Speisopfer riechen; tun es aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor dem HERRN, daß sie mich heute verstoften, dafi ich nicht hafte in des HERRN Erbteil, und sprechen: Gehe hin, diene andern Gottern! So verfalle nun mein Blut nicht auf die Erde von dem Angesicht des HERRN. Denn der Konig Israels ist ausgezogen, zu suchen einen Floh, wie man ein Rebhuhn jagt auf den Bergen. Und Saul sprach: Ich habe gesundiget; komm wieder, mein Sohn David! Ich will dir kein Leid fürder tun, darum daß meine Seele heutigestages teuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe toricht und sehr unweislich getan. David antwortete und sprach: Siehe, hie ist der Spieft des Konigs; es gehe der Junglinge einer heruber und hole ihn. Der HERR aber wird einem jeglichen vergelten nach seiner Gerechtigkeit und Glauben. Denn der HERR hat dich heute in meine Hand gegeben, ich aber wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HERRN legen. Und wie heute deine Seele in meinen Augen ist groli geachtet gewesen, so werde meine Seeie groli geachtet vor den Augen des HERRN und errette mich von aller Trubsal. Saul sprach zu David: Gesegnet seiestdu, mein Sohn David; du wirst es tun und hinausfuhren. David aber ging seine Strafte, und Saul kehrete wieder an seinen Ort.

Zweite Lesung

2. Korinther 6

Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daü ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhoret und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgendein Argernis geben, auf daü unser Amt nicht verlastert werde; sondern in alien Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Noten, in Angsten, in Schlagen, in Gefangnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem Heiligen Geist, in ungefarbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken; durch Ehre und Schande, durch bose Geruchte und gute Geruchte; als die Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht ertotet; als die Traurigen, aber allezeit frohlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; ais die nichts innehaben und doch alles haben. O ihr Korinther, unser Mund hat sich zu euch aufgetan; unser Herz ist getrost. Unserthalben dürft ihr euch nicht angsten. Dali ihr euch aber angstet, das tut ihr aus herzlicher Meinung. Ich rede mit euch als mit meinen Kindern, dafi ihr euch auch also gegen mich stellet und seiet auch getrost. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Unglaubigen! Denn was hat die Gerechtigkeit fur Geniefi mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht fur Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was fur ein Teil hat der Glaubige mit dem Unglaubigen? Was hat der Tempel Gottes fur Gleichheit mit den Gotzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie denn Gott spricht: Ich will in ihnen wohnen und in ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch annehmen. und euer Vater sein, und ihr sollet meine Sohne und Tochter sein, spricht der allmachtige Herr.

Zweite Lesung

Jakobus 1

Jakobus, eir Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwolf Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor! Meine lieben Bruder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet, und wisset, dafi euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. Die Geduld aber soil festbleiben bis ans Ende, auf daß ihrseid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da gibt einfaltiglich jedermann und rucket es niemand auf; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird. Solcher Mensch denke nicht, dati er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbestandig in alien seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Hohe, und der da reich ist, ruhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fallt ab und seine schone Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in seiner Habe verwelken. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewahret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheifien hat denen, die ihn liebhaben. Niemand sage, wenn erversuchetwird, daß er von Gott versucht werde; denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bosen; er versuchet niemand; sondern ein jeglicher wird versucht, wenn ervon seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebieret sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod. Irret nicht, liebe Bruder! Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waren Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, liebe Bruder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu horen, langsam aberzu reden und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Seid aber Tater des Worts und nicht Horer allein, damit ihr euch selbst betruget. Denn so jemand ist ein Horer des Worts und nicht ein Tater, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet; denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und vergisset, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und darinnen beharret und ist nicht ein vergelilicher Horer, sondern ein Tater, derselbige wird selig sein in seiner Tat. So aber sich jemand unter euch lasset dunken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reinerund unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trubsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten.

Zweite Lesung

Kolosser 3:12-17

So ziehet nun an, als die Auserwahlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesangen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten Oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn.

Zweite Lesung

Jesaja 32:1-8

Siehe, es wird ein Konig regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und Fursten werden herrschen, das Recht zu handhaben, dafi jedermann sein wird als einer, der vor dem Winde bewahret ist, und wie einer, der vor dem Platzregen verborgen ist, wie die Wasserbache am durren Ort, wie der Schatten eines grolien Felsen im trockenen Lande. Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren der Zuhorer werden aufmerken, und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden Zunge wird fertig und reinlich reden. Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heifien noch ein Geiziger Herr genannt werden. Denn ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglück um, daß er Heuchelei anrichte und predige vom HERRN Irrsal, damit erdie hungrigen Seelen aushungere und den Durstigen das Trinken wehre. Denn des Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tucke, zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soil. Aber die Fursten werden furstliche Gedanken haben und drüber halten.

Evangelium

Johannes 12

Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan. Die Pharisaer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt lauft ihm nach. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das Fest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galilaa war, baten ihn und sprachen: Herr, wirwollten Jesum gerne sehen. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, daß des Menschen Sohn verklaret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so bringt's viel Fruchte. Wersein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soil mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vaterehren. Jetzt ist meine Seele betrubet. Und was soil ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde kommen. Vater, verklare deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich hab' ihn verklaret und will ihn abermal verklaren. Da sprach das Volk, das dabeistund und zuhorete: Es donnerte! Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt gehet das Gericht uber die Welt; nun wird der Furst dieser Welt ausgestolien werden. Und ich, wenn ich erhohet werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wurde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehoret im Gesetz, daß Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn, des Menschen Sohn muli erhohet werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsternisse nicht überfallen. Wer in Finsternis wandelt, derweili nicht, wo er hingehet. Glaubet an das Licht, dieweil ihr's habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid. Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, auf daß erfullet wurde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: Herr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des Herrn offenbaret? Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal: Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, dafi sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe. Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm. Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Pharisaer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan wurden; denn sie hatten lieberdie Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat. Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf daü, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe. Und wer meine Worte horet und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; da(J ich die Welt richte, sondern dafi ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jungsten Tage. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soil. Und ich weili, daß sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, das rede ich also, wie mir der Vater gegeben hat.

Abendgebet — Zweite Lesung

Hebräer 13

Bleibet fest in der bruderlichen Liebe! Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget. Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen und derer, die Trubsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet. Die Ehe soil ehrlich gehalten werden bei alien und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten. Der Wandel sei ohne Geiz; und lasset euch begnügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versaumen, also daß wir dürfen sagen: Der Herr ist mein Heifer, und will mich nicht furchten; was sollte mir ein Mensch tun? Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein kostlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, so damit umgehen. Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der Hutte pflegen. Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige fur die Sünde, derselbigen Leichname werden verbrannt aufter dem Lager. Darum auch Jesus, auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, hat er gelitten auften vor dem Tor. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen aufter dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist, die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gottwohl. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafur geben sollen, auf daß sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. Betet fur uns! Unser Trost ist der, daß wir ein gut Gewissen haben und fleiftigen uns, guten Wandel zu führen bei alien. Ich ermahne euch aberzum Uberfluft, solches zu tun, auf daß ich aufs schierste wieder zu euch komme. Gott aber des Friedens, der von den Toten ausgeführet hat den groften Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern Herrn Jesum, der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefallig ist, durch Jesum Christum, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, haltet das Wort der Ermahnung zugute; denn ich habe euch kurz geschrieben. Wisset, daß der Bruder Timotheus wieder ledig ist, mit welchem, so er bald kommt, will ich euch sehen. Gruftet alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es grüften euch die Bruder aus Italien. Die Gnade sei mit euch alien! Amen.

Evangelium

Markus 14:53-72

Und sie fuhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgete ihm nach von feme bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sali bei den Knechten und warmete sich bei dem Licht. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brachten, und fanden nichts. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht uberein. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben gehoret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Handen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Handen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht uberein. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Da zerrili der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedurfen wir weiter Zeugen? Ihr habt gehoret die Gotteslasterung; was dünket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, dati er des Todes schuldig ware. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit Fausten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Magde eine. Und da sie sah Petrus sich warmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weü J, auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krahete. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galilaer, und deine Sprache lautet gleich also. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und der Hahn krahete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen.

Evangelium

Markus 6:45-56

Und alsbald trieb er seine Junger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm hinüberführen gen Bethsaida, bis daß er das Volk von sich lielie. Und da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu beten. Und am Abend war das Schiff mitten auf dem Meer und er auf dem Lande alleine. Und er sah, dati sie Not litten im Rudern; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte auf dem Meer. Und er wollte vor ihnen ubergehen. Und da sie ihn sahen auf dem Meerwandeln, meineten sie, es ware ein Gespenst, und schrieen. Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber alsbald redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost; ich bin's furchtet euch nicht! Und trat zu ihnen ins Schiff, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich und verwunderten sich uber die Maften. Denn sie waren nichts verstandiger worden über den Broten, und ihr Herz war erstarret. Und da sie hinubergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und fuhren an. Und da sie aus dem Schiff traten, alsbald kannten sie ihn und liefen alle in die umliegenden Lander und huben an, die Kranken umherzuführen auf Betten, wo sie horeten, daß erwar. Und wo er in die Markte Oder Stadte Oder Dorfer einging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, daß sie nur den Saum seines Kleides an rühren mochten. Und alle, die ihn anruhreten, wurden gesund.

Evangelium

Apostelgeschichte 6

In den Tagen aber, da der Jünger viel wurden, erhub sich ein Murmeln unter den Griechen wider die Hebraer, darum daß ihre Witwen übersehen wurden in der taglichen Handreichung. Da riefen die Zwolfe die Menge der Junger zusammen und sprachen: Es taugt nicht, daß wir das Wort Gottes unterlassen und zu Tische dienen. Darum, ihr lieben Bruder, sehet unter euch nach sieben Mannern, die ein gut Gerucht haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, welche wir bestellen mogen zu dieser Notdurft. Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Worts. Und die Rede gefiel derganzen Menge wohl, und erwahleten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen von Antiochien. Diese stelleten sie vor die Apostel und beteten und legten die Hande auf sie. Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Junger ward sehr groli zu Jerusalem. Es wurden auch viel Priesterdem Glauben gehorsam. Stephanus aber, voll Glaubens und Krafte, tat Wunder und grolie Zeichen unter dem Volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heiliet der Libertiner und der Kyrener und der Alexanderer und derer, die aus Zilizien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Manner, die sprachen: Wir haben ihn gehoret Lasterworte reden wider Mose und wider Gott. Und bewegten das Volk und die Altesten und die Schriftgelehrten; und traten herzu und rissen ihn hin und fuhreten ihn vor den Rat; und stelleten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch horet nicht auf, zu reden Lasterworte wider diese heilige Statte und das Gesetz. Denn wir haben ihn horen sagen: Jesus von Nazareth wird diese Statte zerstoren und andern die Sitten, die uns Mose gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat salien, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.