Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

2. Korinther 4:7-15

Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefaden, auf dad die uberschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trubsal, aber wir angsten uns nicht; uns ist bange, aber wir verzagen nicht; wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden unterdruckt, aber wir kommen nicht urn. Und tragen urn allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf dad auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbarwerde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben urn Jesu willen, auf dad auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum so ist nun der Tod machtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben (nachdem geschrieben stehet: Ich glaube, darum rede ich), so glauben wir auch, darum so reden wir auch und wissen, dad der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschiehet alles urn euretwillen, auf dad die uberschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise.

Erste Lesung

Jeremia 33

Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia zum andernmal, da er noch im Vorhof des Gefangnisses verschlossen war, und sprach: So spricht der HERR, der solches macht, tut und ausrichtet; HERR istsein Name: Rufe mich, so will ich dir antworten und will dir anzeigen grolie und gewaltige Dinge, die du nicht weilit. Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, von den Hausern dieser Stadt und von den Hausern der Konige Judas, welche abgebrochen sind, Bollwerk zu machen zur Wehre, und von denen, so hereinkommen sind, daß sie wider die Chaldaer streiten mogen, daß sie dieselbigen füllen müssen mittoten Leichnamen, welche ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen will; denn ich habe mein Angesicht von dieser Stadt verborgen um aller ihrer Bosheit willen: Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will sie des Gebets um Frieden und Treue gewahren. Denn ich will das Gefangnis Judas und das Gefangnis Israels wenden und will sie bauen wie von Anfang; und will sie reinigen von aller Missetat, damit sie wider mich gesundiget haben, und will ihnen vergeben alle Missetat, damit sie wider mich gesundigt und übertreten haben. Und das soil mir ein frohlicher Name, Ruhm und Preis sein unter alien Heiden auf Erden, wenn sie horen werden all das Gute, das ich ihnen tue. Und werden sich verwundern und entsetzen uber all dem Guten und uber all dem Frieden, den ich ihnen geben will. So spricht der HERR: An diesem Ort, davon ihr saget: Er ist wüst, weil weder Leute noch Vieh in den Stadten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem bleibet, die so verwüstet sind, dad weder Leute noch Burger noch Vieh drinnen ist, wird man dennoch wiederum horen Geschrei von Freude und Wonne, die Stimme des Brautigams und der Braut und die Stimme derer, so da sagen: Danket dem HERRN Zebaoth, dad er so gnadig ist und tut immerdar Gutes! und derer, so da Dankopfer bringen zum Hause des HERRN. Denn ich will des Landes Gefanqnis wenden wie von Anfang, spricht der HERR. So spricht der HERR Zebaoth: An diesem Ort, der so wüst ist, dad weder Leute noch Vieh drinnen sind, und in alien seinen Stadten werden dennoch wiederum Hirtenhausersein, die da Herden weiden, beide, in Stadten auf den Gebirgen und in Stadten in Grunden und in Stadten gegen Mittag, im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in Stadten Judas; es sollen dennoch wiederum die Herden gezahlet aus- und eingehen, spricht der HERR. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich das gnadige Wort erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet habe. In denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit will ich dem David ein gerecht Gewachs aufgehen lassen; und soil ein Konig sein, der wohl regieren wird, und soil Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden. Zur selbigen Zeit soil Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen; und man wird ihn nennen: Der HERR, der unsere Gerechtigkeit ist. Denn so spricht der HERR: Es soil nimmermehr fehlen, es soil einer von David sitzen auf dem Stuhl des Hauses Israel. Desgleichen soil's nimmermehr fehlen, es sollen Priester und Leviten sein vor mir, die da Brandopfer tun und Speisopfer anzünden und Opfer schlachten ewiglich. Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia und sprach: So spricht der HERR: Wenn mein Bund aufhoren wird mit dem Tage und Nacht, dafi nicht Tag und Nacht sei zu seiner Zeit, so wird auch mein Bund aufhoren mit meinem Knechte David, daß er nicht einen Sohn habe zum Konige auf seinem Stuhl, und mit den Leviten und Priestern, meinen Dienern. Wie man des Himmels Heer nicht zahlen noch den Sand am Meer nicht messen kann, also will ich mehren den Samen Davids, meines Knechts, und die Leviten, die mirdienen. Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia und sprach: Hast du nicht gesehen, was dies Volk redet und spricht: Hat doch der HERR auch die zwei Geschlechter verworfen, welche er auserwahlet hatte; und lastern mein Volk, als sollten sie nicht mehr mein Volksein. So spricht der HERR: Halte ich meinen Bund nicht mit Tag und Nacht noch die Ordnung des Himmels und der Erde, so will ich auch verwerfen den Samen Jakobs und Davids, meines Knechts, daß ich nicht aus ihrem Samen nehme, die da herrschen uber den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich will ihr Gefangnis wenden und mich uber sie erbarmen.

Erste Lesung

Daniel 1:1-21

Im dritten Jahr des Reichs Jojakims, des Konigs Judas, kam Nebukadnezar, der Konig zu Babel, vor Jerusalem und belagerte sie. Und der HERR übergab ihm Jojakim, den Konig Judas, und etliche Gefalie aus dem Hause Gottes; die ließ erführen ins Land Sinear, in seines Gottes Haus, und tat die Gefalie in seines Gottes Schatzkasten. Und der Konig sprach zu Aspenas, seinem obersten Kammerer, er sollte aus den Kindern Israel vom koniglichen Stamm und Herrenkindern wahlen Knaben, die nicht gebrechlich waren, sondern schone, vernünftige, weise, kluge und verstandige, die da geschickt waren, zu dienen in des Konigs Hofe und zu lernen chaldaische Schrift und Sprache. Solchen verschaffte der Konig, was man ihnen taglich geben sollte von seiner Speise und von dem Wein, den er selbst trank, daß sie, also drei Jahre auferzogen, danach vor dem Konige dienen sollten. Unter welchen waren Daniel, Hananja, Misael und Asarja von den Kindern Judas. Und der oberste Kammerer gab ihnen Namen und nannte Daniel Beltsazar und Hananja Sadrach und Misael Mesach und Asarja Abed-Nego. Aber Daniel setzte ihm vor in seinem Herzen, daß er sich mit des Konigs Speise und mit dem Wein, den er selbst trank, nicht verunreinigen wollte, und bat den obersten Kammerer, daß er sich nicht mülite verunreinigen. Und Gott gab Daniel, daß ihm der oberste Kammerer gunstig und gnadig ward. Derselbe sprach zu ihm: Ich furchte mich vor meinem Herm, dem Konige, der euch eure Speise und Trank verschaffet hat; wo er wurde sehen, daß eure Angesichte jammerlicher waren denn der andern Knaben eures Alters, so brachtet ihr mich bei dem Konige urn mein Leben. Da sprach Daniel zu Melzar, welchem der oberste Kammerer Daniel, Hananja, Misael und Asarja befohlen hatte: Versuch es doch mit deinen Knechten zehn Tage und lali uns geben Gemüse zu essen und Wasser zu trinken! Und lati dann vor dir unsere Gestalt und der Knaben, so von des Konigs Speise essen, besehen; und danach du sehen wirst, danach schaffe mit deinen Knechten. Und ergehorchte ihnen darin und versuchte es mit ihnen zehn Tage. Und nach den zehn Tagen waren sieschoner und bali bei Leibe denn alle Knaben, so von des Konigs Speise alien. Da tat Melzar ihre verordnete Speise und Trank weg und gab ihnen Gemüse. Aber der Gott dieser vier gab ihnen Kunst und Verstand in allerlei Schrift und Weisheit; Daniel aber gab er Verstand in alien Gesichten und Traumen. Und da die Zeit um war, die der Konig bestimmt hatte, daß sie sollten hineingebracht werden, brachte sie der oberste Kammerer hinein vor Nebukadnezar. Und der Konig redete mit ihnen, und ward unter alien niemand erfunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleich ware. Und sie wurden des Konigs Diener. Und der Konig fand sie in alien Sachen, die er sie fragte, zehnmal kluger und verstandiger denn alle Sternseher und Weisen in seinem ganzen Reich. Und Daniel lebte bis ins erste Jahr des Konigs Kores.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Chronik 29:9-29

Und das Volk ward frohlich, daß sie freiwillig waren; denn sie gaben's von ganzem Herzen dem HERRN freiwillig. Und David, der Konig, freuete sich auch hoch; und lobete Gott und sprach vorderganzen Gemeine: Gelobet seiest du, HERR, Gott Israels, unsers Vaters, ewiglich! Dir gebuhrt die Majestat und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein ist das Reich, und du bist erhohet liber alles zum Obersten. Dein ist Reichtum und Ehre vordir; du herrschest liber alles; in deiner Hand stehet Kraft und Macht; in deiner Hand stehet es, jedermann graft und stark zu machen. Nun, unserßott, wirdanken dir und rühmen den Namen deiner Herrlichkeit. Denn was bin ich? Was ist mein Volk, daß wir sollten vermogen Kraft, freiwillig zu geben, wie dies gehet? Denn von dir ist's alles kommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben. Denn wirsind Fremdlinge und Gaste vordir, wie unsere Vater alle. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten, und ist kein Aufhalten. HERR, unser Gott, all dieser Haufe, den wir geschickt haben, dir ein Haus zu bauen, deinem heiligen Namen, ist von deiner Hand kommen, und ist alles dein. Ich weift, mein Gott, daß du das Herz prlifest, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dies alles aus aufrichtigem Herzen freiwillig gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen dein Volk, das hie vorhanden ist, daß es dir freiwillig gegeben hat. HERR, Gott unserer Vater, Abrahams, Isaaks und Israels, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volks und schicke ihre Herzen zu dir! Und meinem Sohn Salomo gib ein rechtschaffen Herz, daß er halte deine Gebote, Zeugnisse und Rechte, daß er's alles tue und baue diese Wohnung, die ich geschickt habe. Und David sprach zur ganzen Gemeine: Lobet den HERRN, euren Gott! Und die ganze Gemeine lobte den HERRN, den Gott ihrer Vater, und neigeten sich und beteten an den HERRN und den Konig. Und opferten dem HERRN Opfer. Und des andern Morgens opferten sie Brandopfer, tausend Farren, tausend Widder, tausend Lammer, mit ihren Trankopfern; und opferten die Menge unter dem ganzen Israel. Und aften und tranken desselben Tages vor dem HERRN mit groften Freuden. Und machten das andere Mai Salomo, den Sohn Davids, zum Konige und salbten ihn dem HERRN zum Fursten und Zadok zum Priester. Also saft Salomo auf dem Stuhl des HERRN, ein Konig an seines Vaters Davids Statt, und ward glückselig; und ganz Israel war ihm gehorsam. Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Kinder des Konigs David, taten sich unter den Konig Salomo. Und der HERR machte Salomo immergrofter vor dem ganzen Israel und gab ihm ein loblich Konigreich, das keiner vor ihm uber Israel gehabt hatte. So ist nun David, der Sohn Isais, Konig gewesen uber ganz Israel. Die Zeit aber, die er Konig uber Israel gewesen ist, ist vierzig Jahre. Zu Hebron regierete er sieben Jahre und zu Jerusalem dreiunddreiftig Jahre. Und starb in gutem Alter, voll Lebens, Reichtums und Ehre. Und sein Sohn Salomo ward Konig an seiner Statt. Die Geschichten aber des Konigs David, beide die ersten und letzten, siehe, die sind geschrieben unter den Geschichten Samuels, des Sehers, und unter den Geschichten des Propheten Nathan und unter den Geschichten Gads, des Schauers,

Epistel

1. Korinther 10:6-13

Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns nicht gelusten lassen des Bosen, gleichwie jene gelüstet hat. Werdet auch nicht Abgottische, gleichwie jener etliche wurden, als geschrieben stehet: Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und stund auf, zu spielen. Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter jenen Hurerei trieben, und fielen auf einen Tag dreiundzwanzigtausend. Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten und wurden von, den Schlangen umgebracht. Murretauch nicht, gleichwie jener etliche murreten und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen ist. Darum wer, sich lasset dunken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht lasset versuchen uber euer Vermogen, sondern machet, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihds konnet ertragen.

Erste Lesung

Prediger 11

Laßdein Brat uber das Wasserfahren, sowirst du es finden auf lange Zeit. Teile aus unter sieben und unter acht; denn du weißest nicht, was fur Ungluck auf Erden kommen wird. Wenn die Wolken voll sind, so geben sie Regen auf die Erde; und wenn der Baum fallt, er falle gegen Mittag Oder Mitternacht, auf welchen Ort er fallt, da wird er liegen. Wer auf den Wind achtet, der saet nicht, und wer auf die Wolken siehet, der erntet nicht. Gleichwie du nicht weüit den Weg des Windes, und wie die Gebeine in Mutterleibe bereitet werden, also kannst du auch Gottes Werk nicht wissen, das er tut uberall. Fruhe sahe deinen Samen und laß deine Hand des Abends nicht ab; denn du weißt nicht, ob dies Oder das geraten wird; und ob es beides geriete, so ware es desto besser. Es ist das Licht suli und den Augen lieblich, die Sonne zu sehen. Wenn ein Mensch lange Zeit lebet und ist frohlich in alien Dingen, so gedenkt er doch nur der bosen Tage, daß ihrer so viel ist; denn alles, was ihm begegnet ist, ist eitel. Sofreue dich, Jüngling, in deiner Jugend und lali dein Herz guter Dinge sein in deiner Jugend. Tue, was dein Herz lustet und deinen Augen gefallt; und wisse, daß dich Gott urn des alles wird vor Gericht fuhren. Lali die Traurigkeit aus deinem Herzen und tue das Ubel von deinem Leibe; denn Kindheit und Jugend ist eitel.

Morgengebet — Zweite Lesung

Apostelgeschichte 9

Saulus aber schnaubete noch mit Drauen und Morden wider die Junger des Herrn und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses Wegs fande, Manner und Weiber, er sie gebunden fuhrete gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plotzlich ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und horete eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgest. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel lecken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, daß ich tun soil? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Manner aber, die seine Gefahrten waren, stunden und waren erstarret; denn sie horeten eine Stimme und sahen niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und fuhreten ihn gen Damaskus. Und war drei Tage nicht sehend und aft nicht und trank nicht. Es war aber ein Junger zu Damaskus mit Namen Ananias; zu dem sprach der Herr im Gesichte: Ananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin in die Gasse, die da heiftet die Richtige, und frage in dem Hause Judas nach Saulus mit Namen von Tarsus; denn siehe, er betet und hat gesehen im Gesichte einen Mann mit Namen Ananias zu ihm hineinkommen und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehoret von diesem Manne, wieviel Ubles er deinen Heiligen getan hat zu Jerusalem. Und er hat allhie Macht von den Hohenpriestern; zu binden alle, die deinen Namen anrufen. Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwahlt Rustzeug, daß er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Konigen und vor den Kindern von Israel. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muft um meines Namens willen. Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hande auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt (der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest), daß du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfullet werdest. Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen; und ward wieder sehend und stund auf, lieft sich taufen und nahm Speise zu sich und starkete sich. Saulus aber war etliche Tage bei den Jungern zu Damaskus. Und alsbald predigte er Christum in den Schulen, daß derselbige Gottes Sohn sei. Sie entsetzten sich aber alle, die es horeten, und sprachen: 1st das nicht, der zu Jerusalem verstorete alle, die diesen Namen anrufen, und darum herkommen, daü er sie gebunden führe zu den Hohenpriestern? Saulus aber ward immer kraftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohneten, und bewahrete es, daß dieser ist der Christus. Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, daß sie ihn toteten. Aber es ward Saulus kundgetan, dafi sie ihm nachstelleten. Sie huteten aber Tag und Nacht an den Toren, daß sie ihn toteten. Da nahmen ihn die Junger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer und liefien ihn in einem Korbe hinab. Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jungern zu tun; und sie furchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dafi er ein Junger ware. Barnabas aber nahm ihn zu sich und fuhrete ihn zu den Aposteln und erzahlete ihnen, wie er auf der Strafte den Herm gesehen, und er mit ihm geredet, und wie er zu Damaskus den Namen Jesu frei geprediget hatte. Und erwar bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte den Namen des Herrn Jesu frei. Er redete auch und befragte sich mit den Griechen; aber sie stelleten ihm nach, daß sie ihn toteten. Da das die Bruder erfuhren, geleiteten sie ihn gen Casarea und schickten ihn gen Tarsus. So hatte nun die Gemeinde Frieden durch ganz Judaa und Galilaa und Samarien und bauete sich und wandelte in der Furcht des Flerrn und ward erfullet mit Trost des FHeiligen Geistes. Es geschah aber, da Petrus durchzog allenthalben, daß er auch zu den Heiligen kam, die zu Lydda wohneten. Daselbst fand er einen Mann mit Namen Aneas, acht Jahre lang auf dem Bette gelegen, der war gichtbruchig. Und Petrus sprach zu ihm: Anea, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf und bette dir selber. Und alsobald stund erauf. Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und zu Saron wohneten; die bekehreten sich zu dem Flerrn. Zu Joppe aber war eine Jungerin mit Namen Tabea (welches verdolmetschet heiftt eine Rehe), die war voll guter Werke und Almosen, die sie tat. Es begab sich aber zu derselbigen Zeit, daß sie krank ward und starb. Da wuschen sie dieselbige und legten sie auf den Soller. Nun aber Lydda nahe bei Joppe ist, da die Junger horeten, daß Petrus daselbst war, sandten sie zwei Manner zu ihm und ermahneten ihn, daß er sich's nicht liefte verdrieften, zu ihnen zu kommen. Petrus aber stund auf und kam mit ihnen. Und als er hinkommen war, fuhreten sie ihn hinauf auf den Soller, und traten urn ihn alle Witwen, weineten und zeigten ihm die Rocke und Kleider, welche die Rehe machte, als sie bei ihnen war. Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder. Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf und rief die Heiligen und die Witwen und stellete sie lebendig dar. Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden glaubig an den Herrn. Und es geschah, daß er lange Zeit zu Joppe blieb bei einem Simon, der ein Gerber war.

Antwortpsalm

Psalmen 50

Ein Psalm Assaphs. Gott der HERR, der Machtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang. Aus Zion bricht an der schone Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und urn ihn her ein groß Wetter. Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkundigen; denn Gott ist Richter. Sela. Hore, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unterdirzeugen: Ich, Gott, bin dein Gott. Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Bocke aus deinen Stallen; denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen. Ich kenne alles Gevogel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist. Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, Oder Bocksblut trinken? Opfere Gott Dank und bezahle dem Hochsten deine Gelubde! Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkundigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich? Wenn du einen Dieb siehest, so laufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Dein Maul lassestdu Boses reden, und deine Zunge treibet Falschheit. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.

Evangelium

Lukas 19:41-47

Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt an und weinete uber sie und sprach: Wenn du es wulitest, so wurdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit uber dich kommen, daß deine Feinde werden urn dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an alien Orten angsten und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt's gemacht zur Mordergrube. Und lehrte taglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrachten,

Antwortpsalm

Psalmen 47

Ein Psalm, vorzusingen, der Kinder Korah. Frohlocket mit Handen, alle Volker, und jauchzet Gott mit frbhlichem Schall! Denn der HERR, der Allerhochste, ist erschrecklich, ein grower Konig auf dem ganzen Erdboden. Er wird die Volker unter uns zwingen und die Leute unter unsere Fülie. Er erwahlet uns zum Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebet. Sela. Gott fahret auf mit Jauchzen und der HERR mit heller Posaune. Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm Konige! Denn Gott ist Konig auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm kluglich! Gott ist Konig uber die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl. Die Fursten unter den Volkern sind versammelt zu einem Volk dem Gott Abrahams; denn Gott ist sehr erhohet bei den Schilden auf Erden.

Antwortpsalm

Psalmen 73

Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist. Ich aber hatte schier gestrauchelt mit meinen Fußen, mein Tritt hatte beinahe geglitten. Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging. Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast. Sie sind nicht in Ungluck wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt. Darum muß ihr Trotzen kostlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen. Ihre Person brustet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken. Sie vemichten alles und reden übel davon, und reden und lastern hoch her. Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden. Darum fallt ihnen ihr Pobel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Hochste ihrer achten? Siehe, das sind die Gottlosen; die sind gluckselig in der Welt und werden reich. Soil's denn umsonst sein, daß mein Herz unstraflich lebt und ich meine Hande in Unschuld wasche und bin geplagt taglich, und meine Strafe ist alle Morgen da? Ich hatte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hatte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind. Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen mochte; aber es war mir zu schwer bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende. Aberdu setzest sie aufs Schlupfrige und sturzestsie zu Boden. Wie werden sie so plotzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken. Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschmahet. Aber es tut mirwehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren, daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du haltst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mirgleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Denn, siehe, die von dirweichen, werden umkommen; du bringest urn alle, die wider dich huren. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herm HERRN, daß ich verkundige all dein Tun.

Antwortpsalm

Psalmen 72

Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem Konige und deine Gerechtigkeit des Konigs Sohne, daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette. Laft die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hügel die Gerechtigkeit. Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die Lasterer zerschmeiften. Man wird dich furchten, solange die Sonne und der Mond wahret, von Kind zu Kindeskindern. Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die das Land feuchten. Zu seinen Zeiten wird bluhen der Gerechte und großer Friede, bis dafi der Mond nimmer sei. Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an bis zur Welt Ende. Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste; und seine Feinde werden Staub lecken. Die Konige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die Konige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zufuhren. Alle Konige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen. Denn erwird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen FHelfer hat. Erwird gnadig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen. Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlosen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm. Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar vor ihm beten, taglich wird man ihn loben. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon und wird grünen in den Stadten wie Gras auf Erden. Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne wahret, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen. Gelobet sei Gottder HERR, der Gott Israels, der alleine Wunder tut; und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande mussen seiner Ehre voll werden! Amen, Amen. Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.

Abendgebet — Erste Lesung

2. Chronik 1

Und Salomo, der Sohn Davids, ward in seinem Reich bekraftiget; und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn immer grolier. Und Salomo redete mit dem ganzen Israel, mit den Obersten uber tausend und hundert, mit den Richtern und mit alien Fursten in Israel, mit den obersten Vatern, daß sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeine mit ihm, zu der Hohe, die zu Gibeon war; denn daselbst war die Hütte des Stifts Gottes, die Mose, der Knecht des HERRN, gemacht hatte in der Wüste. Denn die Lade Gottes hatte David heraufgebracht von Kiriath-Jearim, dahin er ihr bereitet hatte; denn er hatte ihr eine Hütte aufgeschlagen zu Jerusalem. Aber der eherne Altar, den Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohns Hurs, gemacht hatte, war daselbst vor der Wohnung des HERRN; und Salomo und die Gemeine pflegten ihn zu suchen. Und Salomo opferte auf dem ehernen Altar vor dem HERRN, der vor der Hütte des Stifts stund, tausend Brandopfer. In derselben Nacht aber erschien Gott Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was soil ich dirgeben? Und Salomo sprach zu Gott: Du hast grofte Barmherzigkeit an meinem Vater David getan und hast mich an seiner Statt zum Konige gemacht; so laft nun, HERR Gott, deine Worte wahrwerden an meinem Vater David; denn du hast mich zum Konige gemacht fiber ein Volk, des so viel ist als Staub auf Erden. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, daß ich vor diesem Volk aus und ein gehe; denn wer kann dies dein groftes Volk richten? Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinne hast und hast nicht urn Reichtum, noch urn Gut, noch urn Ehre, noch urn deiner Feinde Seelen, noch urn langes Leben gebeten, sondern hast urn Weisheit und Erkenntnis gebeten, daß du mein Volk richten mogest, darüber ich dich zum Konige gemacht habe, so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; dazu will ich dir Reichtum und Gut und Ehre geben, daß deinesgleichen unter den Konigen vor dir, nicht gewesen ist noch werden soil nach dir. Also kam Salomo von der Hohe, die zu Gibeon war, gen Jerusalem von der Hütte des Stifts; und regierete uber Israel. Und Salomo sammelte ihm Wagen und Reiter, daß er zuwegebrachte tausend und vierhundert Wagen und zwolftausend Reiter; und lieft sie in den Wagenstadten und bei dem Konige zu Jerusalem. Und der Konig machte des Silbers und des Goldes zu Jerusalem so viel wie die Steine und der Zedern wie die Maulbeerbaume in den Gründen. Und man brachte Salomo Rosse aus Agypten und allerlei Ware. Und die Kaufleute des Konigs kauften dieselbige Ware und brachten's aus Agypten heraus, je einen Wagen urn sechshundert Silberlinge, ein Roft urn hundertundfunfzig. Also brachten sie auch alien Konigen der Hethiter und den Konigen zu Syrien. Und Salomo gedachte zu bauen ein Haus dem Namen des HERRN und ein Haus seines Konigreichs.

Zweite Lesung

1. Korinther 11

Seid meine Nachfolger, gleichwie ich Christi! Ich lobe euch, liebe Bruder, daß ihr an mich gedenket in alien Stricken und haltet die Weise, gleichwie ich euch gegeben habe. Ich lasse euch aber wissen, daß Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt, der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt. Ein jeglicher Mann, der da betet Oder weissaget und hat etwas auf dem Haupt, der schandet sein Haupt. Ein Weib aber, das da betet Oder weissaget mit unbedecktem Haupt, die schandet ihr Haupt; denn es ist ebensoviel, als ware sie beschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr auch das Haar ab. Nun es aber libel stehet, daß ein Weib verschnitten Haar habe Oder beschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken. Der Mann aber soil das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre. Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib ist vom Manne. Und der Mann ist nicht geschaffen urn des Weibes willen; sondern das Weib urn des Mannes willen. Darum soil das Weib eine Macht auf dem Haupt haben urn der Engel willen. Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem Herrn. Denn wie das Weib von dem Manne, also kommt auch der Mann durch das Weib, aber alles kommt von Gott. Richtet bei euch selbst, ob es wohl stehet, daß ein Weib unbedeckt vor Gott bete. Oder lehret euch auch nicht die Natur, daß einem Manne eine Unehre ist, so er lange Haare zeuget, und dem Weibe eine Ehre, so sie lange Haare zeuget? Das Haar ist ihr zur Decke gegeben. Ist aber jemand unter euch, der Lust zu zanken hat, der wisse, daß wir solche Weise nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht. Ich muli aber dies befehlen: Ich kann's nicht loben, daß ihr nicht auf bessere Weise, sondern auf argere Weise zusammenkommet. Zum ersten, wenn ihrzusammen kommt in der Gemeinde, hore ich, es seien Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich's. Denn es müssen Rotten unter euch sein, auf daß die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden. Wenn ihr nun zusammenkommet, so halt man da nicht des Herrn Abendmahl. Denn so man das Abendmahl halten soil, nimmt ein jeglicher sein eigenes vorhin, und einer ist hungrig, der andere ist trunken. Habt ihr aber nicht Hauser, da ihr essen und trinken moget? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschamet die, so da nichts haben? Was soil ich euch sagen? Soil ich euch loben? Hierinnen lobe ich euch nicht. Ich habe von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankete und brach's und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib der fur euch gebrochen wird. Solches tut zu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedachtnis! Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkundigen, bis da(3> er kommt. Welcher nun unwurdig von diesem Brot isset Oder von dem Kelch des Herrn trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prufe aber sich selbst und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwurdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das Gericht damit, da(J er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch so viel Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen. Denn so wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, sowerden wir von dem Herrn gezuchtiget, auf dati wir nicht samt der Welt verdammet werden. Darum, meine lieben Bruder, wenn ihr zusammenkommet, zu essen, so harre einer des andern. Hungert aber jemand, der esse daheim, auf daß ihr nicht zum Gerichte zusammenkommet. Das andere will ich ordnen, wenn ich komme.

Zweite Lesung

2. Timotheus 1

Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes nach der Verheüiung des Lebens in Christo Jesu: Meinem lieben Sohn Timotheus Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und Christo Jesu, unserm Herm. Ich danke Gott dem ich diene von meinen Voreltern her in reinem Gewissen, daß ich ohne Unterlali dein gedenke in meinem Gebet Tag und Nacht. Und mich verlanget, dich zu sehen, wenn ich denke an deine Tranen, auf daß ich mit Freuden erfullet werde. Und erinnere mich des ungefarbten Glaubens in dir, welcher zuvor gewohnet hat in deiner Grolimutter Lois und in deiner Mutter Eunike, bin abergewili, daß auch in dir. Urn welcher Sache willen ich dich erinnere, daß du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hande. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. Darum so schame dich nicht des Zeugnisses unsers Herm noch meiner, der ich sein Gebundener bin, sondern leide dich mit dem Evangelium wie ich nach der Kraft Gottes, der uns hat selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Vorsatz und Gnade, die uns gegeben ist in Christo Jesu vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart durch die Erscheinung unsers Heilandes Jesu Christi, der dem Tode die Macht hat genommen und das Leben und ein unverganglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium, zuwelchem ich gesetzt bin ein Predigerund Apostel und Lehrerder Heiden. Urn welcher Sache willen ich solches leide, aber ich schame mich's nicht; denn ich weili, an wen ich glaube, und bin gewili, daß er kann mir meine Beilage bewahren bis an jenen Tag. Halt an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehort hast, vom Glauben und von der Liebe in Christo Jesu. Diese gute Beilage bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnet. Das weilit du, daß sich gewendet haben von mir aüe, die in Asien sind, unter welchen ist Phygellus und Hermogenes. Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause Onesiphorus; denn er hat mich oft erquicket und hat sich meiner Ketten nicht geschamet, sondern da er zu Rom war, suchte er mich aufs fleißigste und fand mich. Der Herr gebe ihm, daß erfinde Barmherzigkeit bei dem Herrn an jenem T age! Und wieviel er mir zu Ephesus gedienet hat, weifit du am besten.

Zweite Lesung

Apostelgeschichte 6:8-15

Stephanus aber, voll Glaubens und Krafte, tat Wunder und grolie Zeichen unter dem Volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heiliet der Libertiner und der Kyrener und der Alexanderer und derer, die aus Zilizien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Manner, die sprachen: Wir haben ihn gehoret Lasterworte reden wider Mose und wider Gott. Und bewegten das Volk und die Altesten und die Schriftgelehrten; und traten herzu und rissen ihn hin und fuhreten ihn vor den Rat; und stelleten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch horet nicht auf, zu reden Lasterworte wider diese heilige Statte und das Gesetz. Denn wir haben ihn horen sagen: Jesus von Nazareth wird diese Statte zerstoren und andern die Sitten, die uns Mose gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat salien, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.

Zweite Lesung

2. Thessalonicher 3:14-18

So aber jemand nicht gehorsam ist unserm Wort, den zeichnet an durch einen Brief und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf daß er schamrot werde. Doch haltet ihn nicht als einen Feind, sondern vermahnet ihn als einen Bruder. Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch Frieden allenthalben und auf allerlei Weise. Der Herr sei mit euch alien! Der Gruli mit meiner, des Paulus, Hand. Das ist das Zeichen in alien Briefen; also schreibe ich. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch alien! Amen. Der erste Brief des Paulus an Timotheus

Evangelium

Matthäus 24

Und Jesus ging hinweg von dem Tempel, und seine Junger traten zu ihm, daß sie ihm zeigeten des Tempels Gebau. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch, es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und als er auf dem Olberge sali, traten zu ihm seine Junger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das geschehen, und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und der Weit Ende? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verfuhre! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus! und werden viele verfuhren. Ihr werdet horen Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschrecket nicht! Das muli zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich emporen ein Volk uber das andere und ein Konigreich uber das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. Da wird sich allererst die Not anheben. Alsdann werden sie euch überantworten in Trubsal und werden euch toten. Und ihr musset gehasset werden urn meines Namens willen von alien Volkern. Dann werden sich viele argern und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen. Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verfuhren. Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. Weraber beharret bis ans Ende, der wird selig. Und es wird geprediget werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis uber alle Volker; und dann wird das Ende kommen. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwustung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Statte (wer das lieset, der merke daraufl), alsdann fliehe auf die Berge, wer im judischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht urn, seine Kleiderzu holen. Wehe aber den Schwangern und Saugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter Oder am Sabbat, Denn eswird alsdann eine grolie Trubsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkurzt, so wurde kein Mensch selig; aber urn der Auserwahlten willen werden die Tage verkurzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus Oder da! so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und grofie Zeichen und Wunder tun, daß verfuhret werden in den Irrtum (wo es moglich ware) auch die Auserwahlten. Siehe, ich hab's euch zuvor gesagt! Darum wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgang und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Bald aber nach der Trubsal derselbigen Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krafte der Himmel werden sich bewegen. Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit grafter Kraft und Herrlichkeit. Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwahlten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem andern. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blatter gewinnet, so wisset ihr, dafi der Sommer nahe ist. Also auch, wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tur ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dieses alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Von dem Tage aber und von der Stunde weift niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater. Gleich aber wie es zu der Zeit Noahs war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut: sie alien, sie tranken, sie freieten und lieften sich freien bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging, und sie achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin: also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der andere wird verlassen werden. Zwo werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen und die andere wird verlassen werden. Darum wachet! Denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wuftte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so wurde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen. Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr nicht meinet. Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den sein Herr gesetzt hat uber sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe? Selig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt und findetihn also tun! Wahrlich, ich sage euch, erwird ihn uber alle seine Gütersetzen. So aber jener, der bose Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fahet an zu schlagen seine Mitknechte, isset und trinket mit den Trunkenen: so wird der Herr desselbigen Knechts kommen an dem Tage, des er sich nicht versiehet, und zu der Stunde, die er nicht meinet, und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den Heuchlern. Da wird sein Heulen und Zahneklappen.

Abendgebet — Zweite Lesung

Jakobus 1

Jakobus, eir Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwolf Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor! Meine lieben Bruder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet, und wisset, dafi euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. Die Geduld aber soil festbleiben bis ans Ende, auf daß ihrseid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da gibt einfaltiglich jedermann und rucket es niemand auf; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird. Solcher Mensch denke nicht, dati er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbestandig in alien seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Hohe, und der da reich ist, ruhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fallt ab und seine schone Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in seiner Habe verwelken. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewahret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheifien hat denen, die ihn liebhaben. Niemand sage, wenn erversuchetwird, daß er von Gott versucht werde; denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bosen; er versuchet niemand; sondern ein jeglicher wird versucht, wenn ervon seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebieret sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod. Irret nicht, liebe Bruder! Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waren Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, liebe Bruder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu horen, langsam aberzu reden und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Seid aber Tater des Worts und nicht Horer allein, damit ihr euch selbst betruget. Denn so jemand ist ein Horer des Worts und nicht ein Tater, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet; denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und vergisset, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und darinnen beharret und ist nicht ein vergelilicher Horer, sondern ein Tater, derselbige wird selig sein in seiner Tat. So aber sich jemand unter euch lasset dunken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reinerund unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trubsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten.

Evangelium

Johannes 17:12-26

Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mirgegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren ohne das verlorne Kind, daß die Schrift erfullet wurde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich hab' ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Libel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst fur sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht alleine fur sie, sondern auch fur die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich hab' ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, da(J sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dafi sie vollkommen seien in eins, und die Welt erkenne, da(5 du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebest. Vater, ich will, dafi, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mirgegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegrundet ward. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihnen kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen.

Evangelium

Matthäus 12:46-50

Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder drauften, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen drauften und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus uber seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Wilien tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter.

Evangelium

Matthäus 15

Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jungerzu ihm und sprachen: Weifit du auch, daß sich die Pharisaer argerten, da sie das Wort horeten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aberein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstandig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingehet, das gehet in den Bauch und wird durch den naturlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das verunreiniget den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lasterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Handen essen verunreiniget den Menschen nicht. Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kanaanaisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochterwird vom Teufel ubel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Lali sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: 0 Weib, dein Glaube ist groli; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus ging von dannen furbai J, und kam an das galilaischen Meer und ging auf einen Berg und setzte sich allda. Und es kam zu ihm viel Volks die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viel andere und warfen sie Jesu vor die Fülie; und er heilete sie, daß sich das Volk verwunderte, da sie sahen, daß die Stummen redeten, die Kruppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen, und preiseten den Gott Israels. Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammed mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm seine Jünger: Woher mogen wir so viel Brots nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sattigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wieviel Brots habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein. Und er hieti das Volk sich lagern auf die Erde. Und nahm die sieben Brote und die Fische, dankete, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was überblieb von Brocken, sieben Korbe voll. Und die da gegessen hatten, der waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder. Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in die Grenze Magdala.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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