Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Chronik 29:9-29

Und das Volk ward frohlich, daß sie freiwillig waren; denn sie gaben's von ganzem Herzen dem HERRN freiwillig. Und David, der Konig, freuete sich auch hoch; und lobete Gott und sprach vorderganzen Gemeine: Gelobet seiest du, HERR, Gott Israels, unsers Vaters, ewiglich! Dir gebuhrt die Majestat und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein ist das Reich, und du bist erhohet liber alles zum Obersten. Dein ist Reichtum und Ehre vordir; du herrschest liber alles; in deiner Hand stehet Kraft und Macht; in deiner Hand stehet es, jedermann graft und stark zu machen. Nun, unserßott, wirdanken dir und rühmen den Namen deiner Herrlichkeit. Denn was bin ich? Was ist mein Volk, daß wir sollten vermogen Kraft, freiwillig zu geben, wie dies gehet? Denn von dir ist's alles kommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben. Denn wirsind Fremdlinge und Gaste vordir, wie unsere Vater alle. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten, und ist kein Aufhalten. HERR, unser Gott, all dieser Haufe, den wir geschickt haben, dir ein Haus zu bauen, deinem heiligen Namen, ist von deiner Hand kommen, und ist alles dein. Ich weift, mein Gott, daß du das Herz prlifest, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dies alles aus aufrichtigem Herzen freiwillig gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen dein Volk, das hie vorhanden ist, daß es dir freiwillig gegeben hat. HERR, Gott unserer Vater, Abrahams, Isaaks und Israels, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volks und schicke ihre Herzen zu dir! Und meinem Sohn Salomo gib ein rechtschaffen Herz, daß er halte deine Gebote, Zeugnisse und Rechte, daß er's alles tue und baue diese Wohnung, die ich geschickt habe. Und David sprach zur ganzen Gemeine: Lobet den HERRN, euren Gott! Und die ganze Gemeine lobte den HERRN, den Gott ihrer Vater, und neigeten sich und beteten an den HERRN und den Konig. Und opferten dem HERRN Opfer. Und des andern Morgens opferten sie Brandopfer, tausend Farren, tausend Widder, tausend Lammer, mit ihren Trankopfern; und opferten die Menge unter dem ganzen Israel. Und aften und tranken desselben Tages vor dem HERRN mit groften Freuden. Und machten das andere Mai Salomo, den Sohn Davids, zum Konige und salbten ihn dem HERRN zum Fursten und Zadok zum Priester. Also saft Salomo auf dem Stuhl des HERRN, ein Konig an seines Vaters Davids Statt, und ward glückselig; und ganz Israel war ihm gehorsam. Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Kinder des Konigs David, taten sich unter den Konig Salomo. Und der HERR machte Salomo immergrofter vor dem ganzen Israel und gab ihm ein loblich Konigreich, das keiner vor ihm uber Israel gehabt hatte. So ist nun David, der Sohn Isais, Konig gewesen uber ganz Israel. Die Zeit aber, die er Konig uber Israel gewesen ist, ist vierzig Jahre. Zu Hebron regierete er sieben Jahre und zu Jerusalem dreiunddreiftig Jahre. Und starb in gutem Alter, voll Lebens, Reichtums und Ehre. Und sein Sohn Salomo ward Konig an seiner Statt. Die Geschichten aber des Konigs David, beide die ersten und letzten, siehe, die sind geschrieben unter den Geschichten Samuels, des Sehers, und unter den Geschichten des Propheten Nathan und unter den Geschichten Gads, des Schauers,

Morgengebet — Zweite Lesung

Apostelgeschichte 9

Saulus aber schnaubete noch mit Drauen und Morden wider die Junger des Herrn und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses Wegs fande, Manner und Weiber, er sie gebunden fuhrete gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plotzlich ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und horete eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgest. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel lecken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, daß ich tun soil? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Manner aber, die seine Gefahrten waren, stunden und waren erstarret; denn sie horeten eine Stimme und sahen niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und fuhreten ihn gen Damaskus. Und war drei Tage nicht sehend und aft nicht und trank nicht. Es war aber ein Junger zu Damaskus mit Namen Ananias; zu dem sprach der Herr im Gesichte: Ananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin in die Gasse, die da heiftet die Richtige, und frage in dem Hause Judas nach Saulus mit Namen von Tarsus; denn siehe, er betet und hat gesehen im Gesichte einen Mann mit Namen Ananias zu ihm hineinkommen und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehoret von diesem Manne, wieviel Ubles er deinen Heiligen getan hat zu Jerusalem. Und er hat allhie Macht von den Hohenpriestern; zu binden alle, die deinen Namen anrufen. Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwahlt Rustzeug, daß er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Konigen und vor den Kindern von Israel. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muft um meines Namens willen. Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hande auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt (der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest), daß du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfullet werdest. Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen; und ward wieder sehend und stund auf, lieft sich taufen und nahm Speise zu sich und starkete sich. Saulus aber war etliche Tage bei den Jungern zu Damaskus. Und alsbald predigte er Christum in den Schulen, daß derselbige Gottes Sohn sei. Sie entsetzten sich aber alle, die es horeten, und sprachen: 1st das nicht, der zu Jerusalem verstorete alle, die diesen Namen anrufen, und darum herkommen, daü er sie gebunden führe zu den Hohenpriestern? Saulus aber ward immer kraftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohneten, und bewahrete es, daß dieser ist der Christus. Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, daß sie ihn toteten. Aber es ward Saulus kundgetan, dafi sie ihm nachstelleten. Sie huteten aber Tag und Nacht an den Toren, daß sie ihn toteten. Da nahmen ihn die Junger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer und liefien ihn in einem Korbe hinab. Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jungern zu tun; und sie furchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dafi er ein Junger ware. Barnabas aber nahm ihn zu sich und fuhrete ihn zu den Aposteln und erzahlete ihnen, wie er auf der Strafte den Herm gesehen, und er mit ihm geredet, und wie er zu Damaskus den Namen Jesu frei geprediget hatte. Und erwar bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte den Namen des Herrn Jesu frei. Er redete auch und befragte sich mit den Griechen; aber sie stelleten ihm nach, daß sie ihn toteten. Da das die Bruder erfuhren, geleiteten sie ihn gen Casarea und schickten ihn gen Tarsus. So hatte nun die Gemeinde Frieden durch ganz Judaa und Galilaa und Samarien und bauete sich und wandelte in der Furcht des Flerrn und ward erfullet mit Trost des FHeiligen Geistes. Es geschah aber, da Petrus durchzog allenthalben, daß er auch zu den Heiligen kam, die zu Lydda wohneten. Daselbst fand er einen Mann mit Namen Aneas, acht Jahre lang auf dem Bette gelegen, der war gichtbruchig. Und Petrus sprach zu ihm: Anea, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf und bette dir selber. Und alsobald stund erauf. Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und zu Saron wohneten; die bekehreten sich zu dem Flerrn. Zu Joppe aber war eine Jungerin mit Namen Tabea (welches verdolmetschet heiftt eine Rehe), die war voll guter Werke und Almosen, die sie tat. Es begab sich aber zu derselbigen Zeit, daß sie krank ward und starb. Da wuschen sie dieselbige und legten sie auf den Soller. Nun aber Lydda nahe bei Joppe ist, da die Junger horeten, daß Petrus daselbst war, sandten sie zwei Manner zu ihm und ermahneten ihn, daß er sich's nicht liefte verdrieften, zu ihnen zu kommen. Petrus aber stund auf und kam mit ihnen. Und als er hinkommen war, fuhreten sie ihn hinauf auf den Soller, und traten urn ihn alle Witwen, weineten und zeigten ihm die Rocke und Kleider, welche die Rehe machte, als sie bei ihnen war. Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder. Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf und rief die Heiligen und die Witwen und stellete sie lebendig dar. Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden glaubig an den Herrn. Und es geschah, daß er lange Zeit zu Joppe blieb bei einem Simon, der ein Gerber war.

Abendgebet — Erste Lesung

2. Chronik 1

Und Salomo, der Sohn Davids, ward in seinem Reich bekraftiget; und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn immer grolier. Und Salomo redete mit dem ganzen Israel, mit den Obersten uber tausend und hundert, mit den Richtern und mit alien Fursten in Israel, mit den obersten Vatern, daß sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeine mit ihm, zu der Hohe, die zu Gibeon war; denn daselbst war die Hütte des Stifts Gottes, die Mose, der Knecht des HERRN, gemacht hatte in der Wüste. Denn die Lade Gottes hatte David heraufgebracht von Kiriath-Jearim, dahin er ihr bereitet hatte; denn er hatte ihr eine Hütte aufgeschlagen zu Jerusalem. Aber der eherne Altar, den Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohns Hurs, gemacht hatte, war daselbst vor der Wohnung des HERRN; und Salomo und die Gemeine pflegten ihn zu suchen. Und Salomo opferte auf dem ehernen Altar vor dem HERRN, der vor der Hütte des Stifts stund, tausend Brandopfer. In derselben Nacht aber erschien Gott Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was soil ich dirgeben? Und Salomo sprach zu Gott: Du hast grofte Barmherzigkeit an meinem Vater David getan und hast mich an seiner Statt zum Konige gemacht; so laft nun, HERR Gott, deine Worte wahrwerden an meinem Vater David; denn du hast mich zum Konige gemacht fiber ein Volk, des so viel ist als Staub auf Erden. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, daß ich vor diesem Volk aus und ein gehe; denn wer kann dies dein groftes Volk richten? Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinne hast und hast nicht urn Reichtum, noch urn Gut, noch urn Ehre, noch urn deiner Feinde Seelen, noch urn langes Leben gebeten, sondern hast urn Weisheit und Erkenntnis gebeten, daß du mein Volk richten mogest, darüber ich dich zum Konige gemacht habe, so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; dazu will ich dir Reichtum und Gut und Ehre geben, daß deinesgleichen unter den Konigen vor dir, nicht gewesen ist noch werden soil nach dir. Also kam Salomo von der Hohe, die zu Gibeon war, gen Jerusalem von der Hütte des Stifts; und regierete uber Israel. Und Salomo sammelte ihm Wagen und Reiter, daß er zuwegebrachte tausend und vierhundert Wagen und zwolftausend Reiter; und lieft sie in den Wagenstadten und bei dem Konige zu Jerusalem. Und der Konig machte des Silbers und des Goldes zu Jerusalem so viel wie die Steine und der Zedern wie die Maulbeerbaume in den Gründen. Und man brachte Salomo Rosse aus Agypten und allerlei Ware. Und die Kaufleute des Konigs kauften dieselbige Ware und brachten's aus Agypten heraus, je einen Wagen urn sechshundert Silberlinge, ein Roft urn hundertundfunfzig. Also brachten sie auch alien Konigen der Hethiter und den Konigen zu Syrien. Und Salomo gedachte zu bauen ein Haus dem Namen des HERRN und ein Haus seines Konigreichs.

Abendgebet — Zweite Lesung

Jakobus 1

Jakobus, eir Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwolf Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor! Meine lieben Bruder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet, und wisset, dafi euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. Die Geduld aber soil festbleiben bis ans Ende, auf daß ihrseid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da gibt einfaltiglich jedermann und rucket es niemand auf; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird. Solcher Mensch denke nicht, dati er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbestandig in alien seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Hohe, und der da reich ist, ruhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fallt ab und seine schone Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in seiner Habe verwelken. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewahret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheifien hat denen, die ihn liebhaben. Niemand sage, wenn erversuchetwird, daß er von Gott versucht werde; denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bosen; er versuchet niemand; sondern ein jeglicher wird versucht, wenn ervon seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebieret sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod. Irret nicht, liebe Bruder! Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waren Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, liebe Bruder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu horen, langsam aberzu reden und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Seid aber Tater des Worts und nicht Horer allein, damit ihr euch selbst betruget. Denn so jemand ist ein Horer des Worts und nicht ein Tater, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet; denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und vergisset, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und darinnen beharret und ist nicht ein vergelilicher Horer, sondern ein Tater, derselbige wird selig sein in seiner Tat. So aber sich jemand unter euch lasset dunken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reinerund unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trubsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten.

Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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