Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
Morning Prayer — First Lesson
2 Samuel 12
Und der HERR sandte Nathan zu David. Da der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zween Manner in einer Stadt, einer reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; aber der Arme hatte nichts denn ein einiges kleines Schaflein, das er gekauft hatte; und er nahrete es, daß es groli ward bei ihm und bei seinen Kindern zugleich; es ali von seinem Bissen und trank von seinem Becher und schlief in seinem Scholi, und er hielt's wie eine Tochter. Da aber dem reichen Mann ein Gast kam, schonete er, zu nehmen von seinen Schafen und Rindern, daü er dem Gast etwas zurichtete, der zu ihm kommen war, und nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es zu dem Manne, der zu ihm kommen war. Da ergrimmete David mit groliem Zorn wider den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt, der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! Dazu soli er das Schaf vierfaltig bezahlen, darum daß er solches getan und nicht geschonet hat. Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann. So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum Konige gesalbet uber Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls; und habe dirdeines Herrn Haus gegeben, dazu seine Weiber in deinen Scholi, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazu tun. Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, daß du solches Ubel vor seinen Augen tatest? Uria, den Hethiter, hast du erschlagen mit dem Schwert; sein Weib hast du dir zum Weib genommen, ihn aber hast du erwürget mit dem Schwert der Kinder Ammon. Nun, so soil von deinem Hause das Schwert nicht lassen ewiglich, darum daß du mich verachtet hast und das Weib Urias, des Hethiters, genommen hast, daß sie dein Weib sei. So spricht der HERR: Siehe, ich will Ungluck über dich erwecken aus deinem eigenen Hause und will deine Weiber nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nachsten geben, daß er bei deinen Weibern schlafen soil an der lichten Sonne. Denn du hast's heimlich getan; ich aber will dies tun vor dem ganzen Israel und an der Sonne. Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesundiget wider den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sunde weggenommen, du wirst nicht sterben. Aberweil du die Feinde des HERRN hast durch diese Geschichte lastern gemacht, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben. Und Nathan ging heim. Und der HERR schlug das Kind, das Urias Weib David geboren hatte, daß es todkrank ward. Und David ersuchte Gott um das Knablein und fastete; und ging hinein und lag uber Nacht auf der Erde. Da stunden auf die Altesten seines Hauses und wollten ihn aufrichten von der Erde; erwollte aber nicht und ali auch nicht mit ihnen. Am siebenten Tage aberstarb das Kind. Und die Knechte Davids furchteten sich, ihm anzusagen, daß das Kind tot ware. Denn sie gedachten: Siehe, da das Kind noch lebendig war, redeten wir mit ihm, und er gehorchte unserer Stimme nicht; wie viel mehr wird es ihm wehe tun, so wir sagen: Das Kind ist tot. Da aber David sah, dafi seine Knechte leise redeten, und merkte, daß das Kind tot ware, sprach er zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Sie sprachen: Ja. Da stund David auf von der Erde und wusch sich und salbete sich und tat andere Kleider an; und ging in das Haus des HERRN und betete an. Und da er wieder heimkam, hieli er ihm Brot auftraqen und ali. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das fur ein Ding, das du tust? Da das Kind lebte, fastetest du und weinetest; nun es aber gestorben ist, stehest du auf und issest? Er sprach: Um das Kind fastete ich und weinete, da es lebte; denn ich gedachte: Werweili, ob mir der HERR gnadig wird, daß das Kind lebendig bleibe. Nun es aber tot ist, was soil ich fasten? Kann ich es auch wiederum holen? Ich werde wohl zu ihm fahren, es kommt aber nicht wieder zu mir. Und da David sein Weib Bathseba getrostet hatte, ging er zu ihr hinein und schlief bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, den hieli er Salomo. Und der HERR liebte ihn. Und er tat ihn unter die Hand Nathans, des Propheten; der hieli ihn Jedidja um des HERRN willen. So stritt nun Joab wider Rabba der Kinder Ammon und gewann die konigliche Stadt. Und sandte Boten zu David und lieli ihm sagen: Ich habe gestritten wider Rabba und habe auch gewonnen die Wasserstadt. So nimm nun zuhauf das ubrige Volk und belagere die Stadt und gewinne sie, auf daß ich sie nicht gewinne und ich den Namen davon habe. Also nahm David alles Volk zuhauf und zog hin und stritt wider Rabba und gewann sie. Und nahm die Krone ihres Konigs von seinem Haupt, die am Gewicht einen Zentner Goldes hatte und Edelgesteine, und ward David auf sein Haupt gesetzt; und fuhrete aus der Stadt sehr viel Raubs. Aber das Volk drinnen fuhrete er heraus und legte sie unter eiserne Sagen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelofen. So tat er alien Stadten der Kinder Ammon. Da kehrete David und alies Volk wieder gen Jerusalem.
Morning Prayer — Second Lesson
Acts 17
Da sie aber durch Amphipolis und Apollonia reiseten, kamen sie gen Thessalonich. Da war eine Judenschule. Nachdem nun Paulus gewohnet war ging erzu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten aus der Schrift, tat sie ihnen auf und legte es ihnen vor, daß Christus mulite leiden und auferstehen von den Toten, und daß, dieser Jesus, den ich (sprach er) euch verkundige, ist der Christus. Und etliche unter ihnen fielen ihm zu und geselleten sich zu Paulus und Silas, auch der gottesfurchtigen Griechen eine große Menge, dazu der vornehmsten Weiber nicht wenig. Aber die halsstarrigen Juden neideten und nahmen zu sich etliche boshaftige Manner Pobelvolks, machten eine Rotte und richteten einen Aufruhr in der Stadt an und traten vor das Haus Jasons und suchten sie zu fuhren unter das gemeine Volk. Da sie aber sie nicht fanden, schleiften sie den Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrieen: Diese, die den ganzen Weltkreis erregen, sind auch herkommen; die herberget Jason; und diese alle handeln wider des Kaisers Gebot, sagen, ein anderer sei der Konig, namlich Jesus. Sie bewegeten aber das Volk und die Obersten der Stadt, die solches horeten. Und da sie Verantwortung von Jason und den andern empfangen hatten, lieüen sie sie los. Die Brüder aber fertigten alsobald ab bei der Nacht Paulus und Silas gen Beroa. Da sie dahinkamen, gingen sie in die Judenschule. Denn sie waren die edelsten unter denen zu Thessalonich; die nahmen das Wort auf ganz williglich und forscheten taglich in der Schrift, ob sich's also verhielte. So glaubten nun viel aus ihnen, auch der griechischen ehrbaren Weiber und Manner nicht wenig. Als aber die Juden zu Thessalonich erfuhren, daß auch zu Beroa das Wort Gottes von Paulus verkundiget würde, kamen sie und bewegten auch aildadas Volk. Aber da fertigten die Brüder Paulus alsobald ab, da(S er ging bis an das Meer; Silas aber und Timotheus blieben da. Die aber Paulus geleiteten, fuhreten ihn bis gen Athen. Und als sie Befehl empfingen an den Silas und Timotheus, daß sie aufs schierste zu ihm kamen, zogen sie hin. Da aber Paulus ihrer zu Athen wartete, ergrimmete sein Geist in ihm, da er sah die Stadt so gar abgottisch. Und er redete zwarzu den Juden und Gottesfurchtigen in der Schule, auch auf dem Markt alle Tage zu denen, die sich herzufanden. Etliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen zankten mit ihm; und etliche sprachen: Was will dieser Lotterbube sagen? Etliche aber: Es siehet, als wollte er neue Gotter verkündigen. Das machte, er hatte das Evangelium von Jesu und von der Auferstehung ihnen verkundigt. Sie nahmen ihn aber und fuhreten ihn auf den Richtplatz und sprachen: Konnen wirauch erfahren, was das fur eine neue Lehre sei, die du lehrest? Denn du bringest etwas Neues vor unsere Ohren; so wollten wir gerne wissen, was das sei. Die Athener aber alle, auch die Auslander und Gaste, waren gerichtet auf nichts anderes, denn etwas Neues zu sagen Oder zu horen. Paulus aber stund mitten auf dem Richtplatz und sprach: Ihr Manner von Athen, ich sehe euch, daß ihr in alien Stricken allzu aberglaubisch seid. Ich bin herdurchgegangen und habe gesehen eure Gottesdienste und fand einen Altar, darauf war geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch denselbigen, dem ihr unwissend Gottesdienst tut. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was drinnen ist, sintemal erein Herr ist Himmels und der Erde, wohnet er nicht in Tempeln mit Handen gemacht. Sein wird auch nicht von Menschenhanden gepfleget, als der jemandes bedürfe, so er selber jedermann Leben und Odem allenthalben gibt. Und hat gemacht, daß von einem Blut aller Menschen Geschlechter auf dem ganzen Erdboden wohnen, und hat Ziel gesetzt, zuvor versehen, wie lang und weit sie wohnen sollen, daß sie den Herrn suchen sollten, ob sie doch ihn fühlen und finden mochten. Und zwar er ist nicht feme von einem jeglichen unter uns; denn in ihm leben, weben und sind wir, als auch etliche Poeten bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. So wir denn gottliches Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den guldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Gedanken gemacht. Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebeut er alien Menschen an alien Enden, Buße zu tun, darum daß er einen Tag gesetzt hat, auf welchen er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er’s beschlossen hat, und jedermann vorhalt den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt. Da sie horeten die Auferstehung der Toten, da hatten’s etliche ihren Spott; etliche aber sprachen: Wir wollen dich davon weiter horen. Also ging Paulus von ihnen. Etliche Manner aber hingen ihm an und wurden glaubig, unter welchen war Dionysius, einer aus dem Rat, und ein Weib mit Namen Damaris und andere mit ihnen.
Evening Prayer — First Lesson
2 Samuel 13
Und es begab sich danach, daß Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schone Schwester, die hieli Thamar; und Amnon, der Sohn Davids, gewann sie lieb. Und Amnon stellete sich krank um Thamars, seiner Schwester, willen. Denn sie war eine Jungfrau, und deuchte Amnon schwer sein, dati er ihr etwas sollte tun. Amnon aber hatte einen Freund, der hieli Jonadab, ein Sohn Simeas, Davids Bruders; und derselbe Jonadab war ein sehr weiser Mann. Der sprach zu ihm: Warum wirst du so mager, du Konigssohn, von Tage zu Tage? Magst du mir's nicht ansagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich habe Thamar, meines Bruders Absalom Schwester, lieb gewonnen. Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Bett und mache dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besehen, so sprich zu ihm: Lieber, lali meine Schwester Thamar kommen, daß sie mich atze und mache vor mir ein Essen, daß ich zusehe und von ihrer Hand esse. Also legte sich Amnon und machte sich krank. Da nun der Konig kam, ihn zu besehen, sprach Amnon zum Konige: Lieber, lati meine Schwester Thamar kommen, daß sie vor mir ein Gemuse Oder zwei mache, und ich von ihrer Hand esse. Da sandte David nach Thamar ins Haus und lieli ihr sagen: Gehe hin in das Haus deines Bruders Amnon und mache ihm eine Speise. Thamar ging hin ins Haus ihres Bruders Amnon; er aber lag zu Bette. Und sie nahm einen Teig und knetete und sott es vor seinen Augen und kochte ihm ein Gemuse. Und sie nahm das Gericht und schuttete es vor ihm aus; aber erweigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Laüt jedermann von mir hinausgehen! Und es ging jedermann von ihm hinaus. Da sprach Amnon zu Thamar: Bringe das Essen in die Kammer, dafi ich von deiner Hand esse. Da nahm Thamar das Gemüse, das sie gemacht hatte, und brachte es zu Amnon, ihrem Bruder, in die Kammer. Und da sieeszu ihm brachte, dafi er afie, ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm her, meine Schwester, schlaf bei mir! Sie aber sprach zu ihm: Nicht, mein Bruder, schwache mich nicht, denn so tut man nicht in Israel; tu nicht eine solche Torheit! Wo will ich mit meiner Schande hin? Und du wirst sein wie die Toren in Israel. Rede aber mit dem Konige, der wird mich dir nicht versagen. Abererwollte ihr nicht gehorchen und überwaltigte sie und schwachte sie und schlief bei ihr. Und Amnon ward ihr überaus gram, dafi der Haß grower war, denn vorhin die Liebe war. Und Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf und hebe dich! Sie aber sprach zu ihm: Das libel ist grofier denn das andere, das du an mir getan hast, dafi du mich ausstoßest. Aber er gehorchte ihrer Stimme nicht, sondern rief seinem Knaben, der sein Diener war, und sprach: Treib diese von mir hinaus und schleuß die Tur hinter ihr zu. Und sie hatte einen bunten Rock an; denn solche Rocke trugen des Konigs Tochter, weil sie Jungfrauen waren. Und da sie sein Diener hinausgetrieben und die Tur hinter ihr zugeschlossen hatte, warf Thamar Asche auf ihr Haupt und zerrifi den bunten Rock, den sie anhatte, und legte ihre Hand auf das Haupt und ging daher und schrie. Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dirgewesen? Nun, meine Schwester, schweig stille, es ist dein Bruder, und nimm die Sache nicht so zu Herzen. Also blieb Thamar ledig in Absaloms, ihres Bruders, Hause. Und da der Konig David solches alles horete, ward er sehr zornig. Aber Absalom redete nicht mit Amnon, weder Boses noch Gutes. Aber Absalom ward Amnon gram, darum daß er seine Schwester Thamar geschwacht hatte. Uber zwei Jahre aber hatte Absalom Schafscherer zu Baal-Hazor, die unter Ephraim liegt; und Absalom lud alle Kinder des Konigs. Und kam zum Konige und sprach: Siehe, dein Knecht hat Schafscherer; der Konig wolle samt seinen Knechten mit seinem Knechte gehen. Der Konig aber sprach zu Absalom: Nicht, mein Sohn, laß uns nicht alle gehen, daß wir dich nicht beschweren. Und da er ihn notigte, wollte er doch nicht gehen, sondern segnete ihn. Absalom sprach: Soli denn nicht mein Bruder Amnon mit uns gehen? Der Konig sprach zu ihm: Warum soli er mit dir gehen? Da notigte ihn Absalom, daß er mit ihm ließ Amnon und aile Kinder des Konigs. Absalom aber gebot seinen Knaben und sprach: Sehet drauf, wenn Amnon guter Dinge wird von dem Wein, und ich zu euch spreche: Schlaget Amnon und totet ihn, daß ihr euch nicht furchtet, denn ich hab's euch geheißen; seid getrost und frisch dran! Also taten die Knaben Absaloms dem Amnon, wie ihnen Absalom geboten hatte. Da stunden alle Kinder des Konigs auf, und ein jeglicher saß auf sein Maul und flohen. Und da sie noch auf dem Wege waren, kam das Gerucht vor David, daß Absalom hatte alle Kinder des Konigs erschlagen, daß nicht einer von ihnen übrig ware. Da stund der Konig auf und zerriß seine Kleider und legte sich auf die Erde; und alle seine Knechte, die urn ihn her stunden, zerrissen ihre Kleider. Da antwortete Jonadab, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, und sprach: Mein Herr denke nicht, daß alle Knaben, die Kinder des Konigs, tot sind, sondern Amnon ist allein tot. Denn Absalom hat es bei sich behalten von dem Tage an, da er seine Schwester Thamar schwachte. So nehme nun mein Herr, der Konig, solches nicht zu Herzen, daß alle Kinder des Konigs tot seien, sondern Amnon ist allein tot. Absalom aber floh. Und der Knabe auf der Warte hub seine Augen auf und sah, und siehe, ein groß Volk kam auf dem Wege nacheinander an der Seite des Berges. Da sprach Jonadab zum Konige: Siehe, die Kinder des Konigs kommen; wie dein Knecht gesagt hat, so ist's ergangen. Und da er hatte ausgeredet, siehe, da kamen die Kinder des Konigs und huben ihre Stimme auf und weineten. Der Konig und alle seine Knechte weineten auch fast sehr. Absalom aber floh und zog zu Thalmai, dem Sohn Ammihuds, dem Konige zu Gesur. Erabertrug Leid fiber seinen Sohn alle Tage. Da aber Absalom floh und gen Gesur zog, war er daselbst drei Jahre. Und der Konig David horete auf, auszuziehen wider Absalom; denn er hatte sich getrostet uber Amnon, daß er tot war.
Evening Prayer — Second Lesson
1 Peter 4
Weil nun Christus im Fleisch fur uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselbigen Sinn: denn wer am Fleisch leidet, der horet auf von Sünden, daiß er hinfort, was noch hinterstelliger Zeit im Fleisch ist, nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wirwandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgottereien. Das befremdet sie, dafi ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbige wüste, unordentliche Wesen, und lastern; welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkundiget, auf dafi sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben. Es ist aber nahe kommen das Ende aller Dinge. So seid nun mafüg und nuchtern zum Gebet. Vor alien Dingen aber habt untereinander eine brunstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln! Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand redet, dafi er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, dafi er's tue als aus dem Vermogen, das Gott darreichet, auf daß in alien Dingen Gott gepreiset werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfahret, daü ihr versucht werdet), als widerfuhre euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, dafi ihr mit Christo leidet, auf daü ihr auch zu der Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben moget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmahet werdet uber dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlastert, aber bei euch ist er gepreiset. Niemand aber untereuch leide als ein Morder Oder Dieb Oder Ubeltater Oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schame er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daü anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's fur ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottiose und Sunder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schopfer in guten Werken.
Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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