Today's Readings
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Morning Prayer — First Lesson
Job 33
Hore doch, Hiob, meine Rede und merke auf alle meine Worte! Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde. Mein Herz soil recht reden, und meine Lippen sollen den reinen Verstand sagen. Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmachtigen hat mir das Leben gegeben. Kannst du, so antworte mir; schicke dich gegen mich und stelle dich! Siehe ich bin Gottes ebensowohl als du, und aus Leimen bin ich auch gemacht. Doch du darfst vor mir nicht erschrecken, und meine Hand soli dir nicht zu schwer sein. Du hast geredet vor meinen Ohren, die Stimme deiner Rede mulite ich horen: Ich bin rein, ohne Missetat, unschuldig und habe keine Sunde. Siehe, er hat eine Sache wider mich funden, darum achtet er mich fur seinen Feind. Er hat meinen Fuli in Stock gelegt und hat alle meine Wege verwahret. Siehe, eben daraus schlielie ich wider dich, daß du nicht recht bist; denn Gott ist mehr weder ein Mensch. Warum willstdu mit ihm zanken, daß erdir nicht Rechenschaft gibt alles seines Tuns? Denn wenn Gott einmal etwas beschlielit, so bedenket er's nicht erst her nach. Im Traum des Gesichts in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fallt, wenn sie schlafen auf dem Bette, da offnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und zuchtiget sie, daß er den Menschen von seinem Vorhaben wende und beschirme ihn vor Hoffart. Und verschonet seiner Seele vor dem Verderben und seines Lebens, daß es nicht ins Schwert falle. Er straft ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seine Gebeine heftig; und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihm vor der Speise ekelt, und seine Seele, daß sie nicht Lust zu essen hat. Sein Fleisch verschwindet, daß er nicht wohl sehen mag, und seine Beine werden zerschlagen, daß man sie nicht gerne ansiehet, daß seine Seele nahet zum Verderben und sein Leben zu den Toten. So dann ein Engel, einer aus tausend, mit ihm redet, zu verkundigen dem Menschen, wie er solle recht tun, so wird er ihm gnadig sein und sagen: Er soil erloset werden, daß er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Versohnung funden. Sein Fleisch grüne wieder wie in der Jugend, und lali ihn wieder jung werden. Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten. Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: Ich wollte gesundiget und das Recht verkehret haben, aber es hatte mir nichts genutzet. Er hat meine Seele erloset, daß sie nicht fuhre ins Verderben, sondern mein Leben das Licht sahe. Siehe, das alles tut Gott zwei Oder dreimal mit einem jeglichen, daß er seine Seele herumhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen. Merke auf, Hiob, und hore mirzu, und schweige, daß ich rede! Hast du aber was zu sagen, so antworte mir; sage her, bist du recht, ich will's gerne horen. Hast du aber nichts, so hore mir zu und schweige, ich will dich die Weisheit lehren.
Morning Prayer — Second Lesson
Luke 3
In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judaa war und Herodes ein Vierfurst in Galilaa und sein Bruder Philippus ein Vierfurst in Ituraa und in der Gegend Trachonitis. und Lysanias ein Vierfurst in Abilene, da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wuste. Und er kam in alle Gegend urn den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. wie geschrieben stehet in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig! Alle Taler sollen voll werden, und alle Berge und Hugel sollen erniedriget werden; und was krumm ist, soil richtig werden und was uneben ist, soil schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen. Da sprach er zu dem Volk, das hinausging, daß es sich von ihm taufen ließe: Ihr Otterngezuchte, wer hat denn euch geweiset, daß ihr dem zukunftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Fruchte der Buße und nehmet euch nicht vorzu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Es ist schon die Axt den Baumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und in das Feuer geworfen. Und das Volk fragete ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Rocke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, tue auch also. Es kamen auch die Zollner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. Da fragten ihn auch die, Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und lasset euch begnugen an eurem Solde. Als aber das Volk im Wahn war und dachten aile in ihren Herzen von Johannes, ob er vielleicht Christus ware antwortete Johannes und sprach zu alien: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Starkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflose; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. In desselbigen Hand ist die Worfschaufel; und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln und die Spreu wird er mit ewigem Feuer verbrennen. Und viel, anderes mehr vermahnete und verkundigte er dem Volk. Herodes aber der Vierfurst, da er von ihm gestraft ward um der Herodias willen, seines Bruders Weib, und um alles Ubels willen, das Herodes tat - uber das alles legte er Johannes gefangen. Und es begab sich, da sich alles Volk tauten liefi, und Jesus auch getaufet war und betete, dal J sich der Himmel auftat. Und der Heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt auf ihn wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und Jesus ging in das dreifügste Jahr und ward gehalten fur einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Elis, der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nanges, der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn Semeis, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Johannas, der war ein Sohn Resias, der war ein Sohn Zorobabels, der war ein Sohn Salathiels, der war ein Sohn Neris, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmodams, der war ein Sohn Hers, der war ein Sohn Joses, der war ein Sohn Eliezers, der war ein Sohn Jorems, der war ein Sohn Matthas, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims, der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams der war ein Sohn Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids, der war ein Sohn Jesses der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmons, der war ein Sohn Nahassons, der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Arams, der war ein Sohn Esroms, der war ein Sohn des Phares, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein. Sohn Abrahams, der war ein Sohn Tharas, der war ein Sohn Nahors, der war ein Sohn Saruchs, der war ein Sohn Ragahus, der war ein Sohn Phalegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salas, der war ein Sohn Kainans, der war ein Sohn Arphachsads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs, der war ein Sohn Mathusalahs, der war ein Sohn Enochs, der war ein Sohn Jareds, der war ein Sohn Maleleels, der war ein Sohn Kainans, der war ein Sohn des Enos, der ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, der war Gottes.
Evening Prayer — First Lesson
Job 34
Und Elihu antwortete und sprach: Horet, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verstandigen, merket auf mich! Denn das Ohr prufet die Rede, und der Mund schmecket die Speise. Lafit uns ein Urteil erwahlen, daß wir erkennen unter uns, was gut sei. Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und Gott weigertmir mein Recht. Ich muft lugen, ob ich wohl recht habe, und bin gequalet von meinen Pfeilen, ob ich wohl nichts verschuldet habe. Wer ist ein solcher wie Hiob, der da Spotterei trinket wie Wasser und auf dem Wege gehet mit den Ubeltatern und wandelt mit den gottlosen Leuten? Denn er hat gesagt: Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts bei Gott. Darum horet mirzu, ihr weisen Leute: Es sei feme, daß Gott sollte gottlos sein und der Allmachtige ungerecht, sondern er vergilt dem Menschen, danach er verdienet hat, und trifft einen jeglichen nach seinem Tun. Ohne Zweifel, Gott verdammet niemand mit Unrecht, und der Allmachtige beuget das Recht nicht. Wer hat, das auf Erden ist, verordnet, und wer hat den ganzen Erdboden gesetzt? So ersich's wurde unterwinden, so wurde er ailer Geist und Odem zu sich sammeln. Alles Fleisch wurde miteinander vergehen, und der Mensch wurde wieder zu Asche werden. Hast du nun Verstand, so hore das und merke auf die Stimme meiner Rede. Sollte einer darum das Recht zwingen, daß er's hasset? Und daß du stolz bist, solltest du darum den Gerechten verdammen? Sollt einer zum Konige sagen: Du loser Mann! und zu den Fursten: Ihr Gottlosen!? Der doch nicht ansiehet die Person der Fursten und kennet den Herrlichen nicht mehr denn den Armen; denn sie sind alle seiner Hande Werk. Plotzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Machtigen werden kraftlosweggenommen. Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gange. Es ist kein Finsternis noch Dunkel, daß sich da mochten verbergen die Ubeltater. Denn es wird niemand gestattet, daß er mit Gott rechte. Er bringet der Stolzen viel urn, die nicht zu zahlen sind, und stellet andere an ihre Statt, darum daß er kennet ihre Werke und kehret sie urn des Nachts, daß sie zerschlagen werden. Er wirft die Gottlosen über einen Haufen, da man's gerne siehet, darum daß sie von ihm weggewichen sind und verstunden seiner Wege keinen, daß das Schreien der Armen muftte vor ihn kommen, und er das Schreien der Elenden horete. Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? und wenn er das Antlitz verbirget, wer will ihn schauen unter den Volkern und Leuten? Und laftt uber sie regieren einen Heuchler, das Volkzu drangen. Ich muft fur Gott reden und kann's nicht lassen. Hab ich's nicht getroffen, so lehre du mich's besser; hab ich unrecht gehandelt, ich will's nicht mehr tun. Man wartet der Antwort von dir, denn du verwirfst alles; und du hast's angefangen und nicht ich. Weiftest du nun was, so sage an! Weise Leute lasse ich mir sagen, und ein weiser Mann gehorchet mir. Aber Hiob redete mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug. Mein Vater! laft Hiob versucht werden bis ans Ende, darum daß er sich zu unrechten Leuten kehret. Er hat uber seine Sunde dazu noch gelastert; darum laft Ihn zwischen uns geschlagen werden und danach viel wider Gott plaudern.
Evening Prayer — Second Lesson
Galatians 3
O ihr unverstandigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist! Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverstandig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst. Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. So erkennet ihr ja nun, daß, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkundigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glaubigen Abraham. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue! Daft aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben. Christus aber hat uns erloset von dem Fluch des Gesetzes, da erward ein Fluch fur uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der am Holz hangeti), auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden kame in Christo Jesu, und wir also den verheiftenen Geist empfingen durch den Glauben. Liebe Bruder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestatiget ist, und tut auch nichtsdazu. Nun istje die Verheiftung Abraham und seinem Samen zugesagt. Erspricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestatiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheiftung sollte durchs Gesetz aufhoren, welches gegeben ist über vierhundertunddreiftig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so wurde es nicht durch Verheiftung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheiftung frei geschenkt. Was soil denn das Gesetz? Es ist dazukommen urn der Sünde willen, bis der Same kame, dem die Verheiftung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiftungen? Das sei feme! Wenn aber ein Gesetz gegeben ware, das da konnte lebendig machen, so kame die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheiftung kame durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheiftung Erben.
Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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