Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
Morning Prayer — First Lesson
Job 35
Und Elihu antwortete und sprach: Achtest du das fur recht, daß du sprichst: Ich bin gerechter denn Gott? Denn du sprichst: Wer gilt bei dir etwas? Was hilft's, ob ich mich ohne Sunde mache? Ich will dir antworten ein Wort und deinen Freunden mit dir. Schaue gen Himmel und siehe, und schaue an die Wolken, daß sie dir zu hoch sind. Sundigest du, was kannst du mit ihm machen? Und ob deiner Missetat viel ist, was kannst du ihm tun? Und ob du gerecht seiest, was kannst du ihm geben, Oder was wird ervon deinen Handen nehmen? Einem Menschen, wie du bist, mag wohl etwas tun deine Bosheit und einem Menschenkinde deine Gerechtigkeit. Dieselbigen mogen schreien, wenn ihnen viel Gewalt geschieht, und rufen uber den Arm der Großen, die nicht danach fragen, wo ist Gott, mein Schopfer, der das Gesange macht in der Nacht, der uns gelehrter macht denn das Vieh auf Erden und weiser denn die Vogel unter dem Himmel? Aber sie werden da auch schreien uber den Hochmut der Bosen, und erwird sie nicht erhoren. Denn Gott wird das Eitle nicht erhoren, und der Allmachtige wird es nicht ansehen. Dazu sprichst du, du werdest ihn nicht sehen. Aber es ist ein Gericht vor ihm; harre sein nur, ob sein Zorn bald nicht heimsucht, und sich nicht annimmt, daß so viel Laster da sind. Darum hat Hiob seinen Mund umsonst aufgesperrt und gibt stolze Teiding vor mit Unverstand.
Morning Prayer — Second Lesson
Luke 4
Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam wieder von dem Jordan und ward vom Geist in die Wuste gefuhret und ward vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. Und er ali nichts in denselbigen Tagen. Und da dieselbigen ein Ende hatten, hungerte ihn danach. Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes. Und der Teufel fuhrete ihn auf einen hohen Berg und weisete ihm alle Reiche der ganzen Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, welchem ich will. So du nun mich willst anbeten, so soil es alles dein sein. Jesus antwortete ihm und sprach: Heb' dich weg von mir, Satan! Es stehet geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, anbeten und ihm allein dienen. Und er fuhrete ihn gen Jerusalem und stellete ihn auf des Tempels Zinne und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so lali dich von hinnen hinunter; denn es stehet geschrieben: Er wird befehlen seinen Engeln von dir, daß sie dich bewahren und auf den Handen tragen, auf dafi du nicht etwa deinen Fuli an einen Stein stoßest. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Und da der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang. Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galilaa; und das Gerucht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte. Und er lehrete in ihren Schulen und ward von jedermann gepreiset. Und erkam gen Nazareth, da ererzogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den Ort, da geschrieben stehet: Der Geist des Herrn ist bei mir, derhalben er mich gesalbet hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstolienen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu predigen das angenehme Jahr des Herm. Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllet vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist das nicht Josephs Sohn? Und ersprach zu ihnen: Ihrwerdetfreilichzumir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie groüe Dinge haben wir gehort zu Kapernaum geschehen? Tue auch also hier in deinem Vaterlande! Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist angenehm in seinem Vaterlande. Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viel Witwen in Israel zu Elias Zeiten, da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monden, da eine große Teurung war im ganzen Lande; und zu der keiner ward Elia gesandt denn allein gen Sarepta der Sidonier, zu einer Witwe. Und viel Aussatzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und der keiner ward gereiniget denn allein Naeman aus Syrien. Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Schule waren, da sie das horeten, und stunden auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und fuhreten ihn auf einen Hugel des Berges, darauf ihre Stadt gebauet war, daß sie ihn hinabsturzeten. Aber er ging mitten durch sie hinweg. Und kam gen Kapernaum, in die Stadt Galilaas, und iehrete sie an den Sabbaten. Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig. Und es war ein Mensch in der Schule, besessen mit einem unsaubern Teufel. Und der schrie laut und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weili, wer du bist, namlich der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der Teufel warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden. Und es kam eine Furcht uber sie alle, und redeten miteinander und sprachen: Was ist das fur ein Ding? Er gebeut mit Macht und Gewalt den unsaubern Geistern, und sie fahren aus. Und es erscholl sein Geschrei in alle Orter des umliegenden Landes. Und er stund auf aus der Schule und kam in Simons Haus. Und Simons Schwieger war mit einem harten Fieber behaftet; und sie baten ihn fur sie. Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verließ sie. Und bald stund sie auf und dienete ihnen. Und da die Sonne untergegangen war, alle die, so Kranke hatten mit mancherlei Seuchen, brachten sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen die Hande und machte sie gesund. Es fuhren auch die Teufel aus von vielen, schrieen und sprachen: Du bist Christus, der Sohn Gottes. Und er bedrauete sie und ließ sie nicht reden; denn sie wußten, daß er Christus war. Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine wüste Statte; und das Volk suchte ihn, und kamen zu ihm und hielten ihn auf, daß er nicht von ihnen ginge. Er aber sprach. zu ihnen: Ich muß auch andern Stadten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. Und er predigte in den Schulen Galilaas.
Evening Prayer — First Lesson
Job 36
Elihu redete weiter und sprach: Harre mir noch ein wenig, ich will dir's zeigen; denn ich habe noch von Gottes wegen was zu sagen. Ich will meinen Verstand weit holen und meinen Schopfer beweisen, daß er recht sei. Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein, mein Verstand soil ohne Wandel vor dir sein. Siehe, Gott verwirft die Machtigen nicht; denn er ist auch machtig von Kraft des Herzens. Den Gottlosen erhalt er nicht, sondern hilft dem Elenden zum Rechten. Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten und die Konige lalit er sitzen auf dem Thron immerdar, daß sie hoch bleiben. Und wo Gefangene liegen in Stocken und gebunden mit Stricken elendiglich, so verkundiget er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugend, daü sie mit Gewalt gefahren haben. Und offnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, daü sie sich von dem Unrechten bekehren sollen. Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben. Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen, ehe sie es gewahr werden. Die Heuchler, wenn sie der Zorn trifft, schreien sie nicht, wenn sie gefangen liegen; so wird ihre Seele mit Qual sterben und ihr Leben unter den Hurern. Aber den Elenden wird er aus seinem Elend erretten und dem Armen das Ohr offnen in Trubsal. Erwird dich reißen aus dem weiten Rachen der Angst, die keinen Boden hat; und dein Tisch wird Ruhe haben, voll alles Guten. Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, dafi ihre Sache und Recht erhalten wird. Siehe zu, dafi dich nicht vielleicht Zorn beweget habe, jemand zu plagen, Oder grofi Geschenk dich nicht gebeuget habe. Meinest du, dafi er deine Gewalt achte, Oder Gold, Oder irgend eine Starke Oder Vermogen? Du darfst der Nacht nicht begehren, die Leute an ihrem Ortzu überfallen. Hüte dich und kehre dich nicht zum Unrecht, wie du denn vor Elend angefangen hast. Siehe, Gott ist zu hoch in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist? Werwill fiber ihn heimsuchen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: Du tust unrecht? Gedenke, dafi du sein Werk nicht wissest, wie die Leute singen. Denn alle Menschen sehen das, die Leute schauen's von feme. Siehe, Gott ist groli und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand forschen. Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen, daß die Wolken fließen und triefen sehr auf die Menschen. Wenn er vornimmt, die Wolken auszubreiten, wie sein hoch Gezelt, siehe, so breitet er aus seinen Blitz fiber dieselben und bedecket alle Enden des Meers. Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Fülle. Er decket den Blitz wie mit Handen und heilit es doch wiederkommen. Davon zeuget sein Geselle, namlich des Donners Zorn in Wolken.
Evening Prayer — Second Lesson
Galatians 4
Ich sage aber, solange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Guter, sondern er ist unter den Vormundern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den aufierlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfullet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlosete, daü wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind's aber Kinder, so sind’s auch Erben Gottes durch Christum. Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Gotter sind. Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn urn wieder zu den schwachen und durftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen wollt? Ihr haltet Tage und Monden und Feste und Jahrzeiten. Ich furchte fur euch, daß ich nicht vielleicht umsonst habe an euch gearbeitet. Seid doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Liebe Bruder, ich bitte euch, ihr habt mir kein Leid getan. Denn ihrwisset, daß ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch das Evangelium geprediget habe zum erstenmal. Und meine Anfechtungen, die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht verachtet noch verschmahet, sondern als einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, ja als Christum Jesum. Wie waret ihr dazumal so selig! Ich bin euer Zeuge, daß, wenn es moglich gewesen ware, ihr hattet eure Augen ausgerissen und mirgegeben. Bin ich denn also euer Feind worden, daß ich euch die Wahrheit vorhalte? Sie eifern urn euch nicht fein, sondern sie wollen euch von mir abfallig machen, daß ihr urn sie sollt eifern. Eifern ist gut, wenn's immerdar geschiehet urn das Gute und nicht allein, wenn ich gegenwartig bei euch bin. Meine lieben Kinder, welche ich abermal mit Angsten gebare, bis daß Christus in euch eine Gestalt gewinne. Ich wollte aber, daß ich jetzt bei euch ware, und meine Stimme wandeln konnte, denn ich bin irre an euch. Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wolit: Habt ihr das Gesetz nicht gehoret? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Sohne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien, ist durch die Verheiftung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente, eines von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Hagar. Denn Hagar heiftet in Arabien der Berg Sinai und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben: Sei frohlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, liebe Bruder, sind Isaak nach der Verheiftung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift? Stoft die Magd hinaus mit ihrem Sohn! Denn der Magd Sohn soli nicht erben mit dem Sohn der Freien. So sind wir nun, liebe Bruder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien.
Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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