Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
Morning Prayer — First Lesson
Ecclesiastes 9
Denn ich habe solches alles zu Herzen genommen, zu forschen das alles, dad Gerechte und Weise sind und ihre Untertanen in Gottes Hand. Doch kennet kein Mensch weder die Liebe noch den Half, irgendeines, den er vor sich hat. Es begegnet einem wie dem andern, dem Gerechten wie dem Gottlosen, dem Guten und Reinen wie dem Unreinen, dem der opfert, wie dem, der nicht opfert. Wie es dem Guten gehet, so gehet es auch dem Sunder. Wie es dem Meineidigen gehet, so gehet es auch dem, der den Eid furchtet. Das ist ein boses Ding unter ailem, das unter der Sonne geschieht, daß es einem gehet wie dem andern; daher auch das Herz der Menschen voll Arges wird, und Torheit ist in ihrem Herzen, dieweil sie leben; danach müssen sie sterben. Denn bei alien Lebendigen ist, das man wunschet, namlich Hoffnung; denn ein lebendiger Hund ist besser weder ein toter Lowe. Denn die Lebendigen wissen, daß sie sterben werden; die Toten aber wissen nichts, sie verdienen auch nichts mehr, denn ihr Gedachtnis ist vergessen, da(S man sie nicht mehr liebet, noch hasset, noch neidet, und haben kein Teil mehr auf der Welt in ailem, das unter der Sonne geschieht. So gehe hin und ill dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dein Werk gefallt Gott. Lali deine Kleider immer weiß sein und laß deinem Haupte Salbe nicht mangeln. Brauche des Lebens mit deinem Weibe, das du lieb hast, solange du das eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat, solange dein eitel Leben wahret; denn das ist dein Teil im Leben und in deiner Arbeit, die du tust unter der Sonne. Alles, was dir vorhanden kommt zu tun, das tue frisch; denn in der Holle, da du hinfahrest, ist weder Werk, Kunst, Vernunft noch Weisheit. Ich wandte mich und sah, wie es unter der Sonne zugehet, daß zu laufen nicht hilft schnell sein, zum Streit hilft nicht stark sein, zur Nahrung hüft nicht geschickt sein, zum Reichtum hilft nicht klug sein; daß einer angenehm sei, hüft nicht, daß er ein Ding wohl konne, sondern alles liegt es an der Zeit und Gluck. Auch weiß der Mensch seine Zeit nicht, sondern wie die Fische gefangen werden mit einem schadlichen Hamen, und wie die Vogel mit einem Strick gefangen werden, so werden auch die Menschen beruckt zur bosen Zeit, wenn sie plotzlich fiber sie fallt. Ich habe auch diese Weisheit gesehen unter der Sonne, die mich groß deuchte, daß eine, kleine Stadtwar und wenig Leute drinnen, und kam ein großer Konig und belegte sie und bauete große Bollwerke drum, und ward drinnen funden ein armerweiser Mann, der dieselbe Stadt durch seine Weisheit konnte erretten; und kein Mensch gedachte desselben armen Mannes. Da sprach ich: Weisheit ist ja besser denn Starke. Noch ward des Armen Weisheit verachtet und seinen Worten nicht gehorcht. Das macht der Weisen Worte gelten mehr bei den Stillen denn der Herren Schreien bei den Narren. Denn Weisheit ist besser denn Hamisch; aber ein einiger Bube verderbet viel Gutes.
Morning Prayer — Second Lesson
John 3
Es war aber ein Mensch unter den Pharisaern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden. Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wirwissen, daß du bist ein Lehrer, von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihrmüssetvon neuem geboren werden. Der Wind blaset, wo er will, und du horest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt und wohin er fahret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wir reden, was wirwissen, und zeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie wurdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und niemand fahret gen Himmel, denn der vom Himmel herniederkommen ist, namlich des Menschen Sohn, derim Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhohet hat, also muß des Menschen Sohn erhohet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren bose. Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan. Danach kam Jesus und seine Jünger in das judische Land und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen und taufete. Johannes aber taufete auch noch zu Enon, nahe bei Salim; denn es war viel Wassers daselbst. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen. Denn Johannes war noch nicht ins Gefangnis gelegt. Da erhub sich eine Frage unter den Jüngern des Johannes samt den Juden uber die Reinigung. Und kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der taufet, und jedermann kommt zu ihm. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel. Ihr selbst seid meine Zeugen, daß ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Brautigam; der Freund aber des Brautigams stehet und horet ihm zu und freuet sich hoch uber des Brautigams Stimme. Dieselbige meine Freude ist nun erfüllet. Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. Der von oben her kommt, ist uber alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, der ist uber alle und zeuget, was er gesehen und gehoret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer es aber annimmt, der versiegelt es, daß Gott wahrhaftig sei. Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Wort; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben; wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt uber ihm.
Evening Prayer — First Lesson
Ecclesiastes 10
Also verderben die schadlichen Fliegen gute Salben. Darum ist zuweilen besser Torheit denn Weisheit und Ehre. Denn des Weisen Herz ist zu seiner Rechten; aber des Narren Herz ist zu seiner Linken. Auch ob der Narr selbst narrisch ist in seinem Tun, noch halt er jedermann fur Narren. Darum wenn eines Gewaltigen Trotz wider deinen Willen fortgehet, laß dich nicht entrusten; denn Nachlassen stillet groß Ungluck. Es ist ein Ungluck, das ich sah unter der Sonne, namlich Unverstand, der unter den Gewaltigen gemein ist, daß ein Narr sitzt in großer Würde, und die Reichen hienieden sitzen. Ich sah Knechte auf Rossen und Fursten zu Fuße gehen wie Knechte. Aber wer eine Grube macht, der wird selbst dreinfallen; und wer den Zaun zerreißet, den wird eine Schlange stechen. Wer Steine wegwalzet, der wird Muhe damit haben; und wer Holz spaltet, der wird davon verletzt werden. Wenn ein Eisen stumpf wird und an der Schneide ungeschliffen bleibet, muli man's mit Macht wieder scharfen; also folgt auch Weisheit dem Fleüi. Ein Wascher ist nichts besser denn eine Schlange, die unbeschworen sticht. Die Worte aus dem Munde eines Weisen sind holdselig; aberdes Narren Lippen verschlingen denselben. Der Anfang seiner Worte ist Narrheit, und das Ende ist schadliche Torheit. Ein Narr macht viel Worte; denn der Mensch weiß nicht, was gewesen ist; und wer will ihm sagen, was nach ihm werden wird? Die Arbeit der Narren wird ihnen sauer, weil man nicht weiß, in die Stadt zu gehen. Wehe dir, Land, des Konig ein Kind ist und des Fursten fruhe essen! Wohl dir, Land, des Konig edel ist und des Fursten zu rechter Zeit essen, zur Starke und nicht zur Lust. (Denn durch Faulheit sinken die Balken, und durch hinlassige Hande wird das Flaus triefend.) Das macht, sie machen Brotzum Lachen, und der Wein mult, die Lebendigen erfreuen, und das Geld muß ihnen alles zuwege bringen. Fluche dem Konige nicht in deinem Herzen und fluche dem Reichen nicht in deiner Schlafkammer; denn die Vogel des Himmels fuhren die Stimme, und die Fittiche haben, sagen's nach.
Evening Prayer — Second Lesson
2 Thessalonians 2
Aber der Zukunft halben unseres Herm Jesu Christi und unserer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Bruder, daß ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Briefe, als von uns gesandt, daß der Tag Christi vorhanden sei. Lasset euch niemand verfuhren in keinerlei Weise! Denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme, und offenbaret werde der Mensch der Sunde und das Kind des Verderbens, der da ist ein Widerwartiger und sich uberhebet uber alles, was Gott Oder Gottesdienst heiftet, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich vor, er sei Gott. Gedenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war? Und was es noch aufhalt, wisset ihr, daß er offenbaret werde zu seiner Zeit. Denn es reget sich schon bereits die Bosheit heimlich, ohne daß, der es jetzt aufhalt, muft hinweggetan werden. Und alsdann wird der Boshaftige offenbaret werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes, und wird sein ein Ende machen durch die Erscheinung seiner Zukunft, des, welches Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lugenhaftigen Kraften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verfuhrung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafur, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, daß sie selig würden. Darum wird ihnen Gott kraftige Irrtumer senden, daß sie glauben der Luge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit. Wir aber sollen Gott danken allezeit um euch, geliebte Bruder von dem Herm, daß euch Gott erwahlet hat von Anfang zur Seligkeit in der Heiligung des Geistes und im Glauben der Wahrheit, darein ereuch berufen hat durch unser Evangelium zum herrlichen Eigentum unsers Herrn Jesu Christi. So stehet nun, liebe Bruder, und haltet an den Satzungen, die ihr gelehret seid, es sei durch unser Wort Oder Brief. Eraber, unser Herr Jesus Christus, und Gott und unser Vater, der uns hat geliebet und gegeben einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade, der ermahne eure Herzen und starke euch in allerlei Lehre und gutem Werk!
Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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