Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allerlei Baumen im Garten. Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Fruchten der Baume im Garten; aber von den Fruchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, ruhret es auch nicht an, daß ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihrwerdet mitnichten des Todes sterben; sondern Gottweift, daß, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und bose ist. Und das Weib schauete an, daß von dem Baum gut zu essen ware und lieblich anzusehen, daß es ein lustiger Baum ware, weil er klug machte, und nahm von der Frucht und aft und gab ihrem Mann auch davon, und eraft. Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan und wurden gewahr, daß sie nackend waren, und flochten Feigenblatter zusammen und machten ihnen Schurze. Und sie horeten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kuhl worden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Baume im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich horete deine Stimme im Garten und furchtete mich, denn ich bin nackend; darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, daß du nackend bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellet hast, gab mir von dem Baum, und ich aft. Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aft. Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seiest du verflucht vor allem Vieh und vor alien Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauch sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Der selbe soli dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zum Weibe sprach er: Ich will dirviel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebaren; und dein Wille soil deinem Mann unterworfen sein, und er soil dein Herrsein. Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorchet der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baume, davon ich dirgebot und sprach: Du sollst nicht davon essen; verflucht sei der Acker um deinetwillen; mit Kummer sollst du dich drauf nahren dein Leben lang. Dornen und Disteln soil erdirtragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brat essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. Und Adam hieß sein Weib Heva, darum daß sie eine Mutter ist aller Lebendigen. Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Rocke von Fellen und zog sie ihnen an, Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist worden als unsereiner und weiß, was gut und bose ist. Nun aber, daß er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich: da ließ ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dafi erdas Feld bauete, davon er genommen ist, und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden den Cherub miteinem bloßen hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.
Morgengebet — Zweite Lesung
Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein graft Erdbeben. Denn der Engel des Herm kam vom Himmel herab, trat hinzu und walzte den Stein von der Tur und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weift wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als waren sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Furchtet euch nicht; ich weift, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Statte, da der Herrgelegen hat! Und gehet eilend hin und saget es seinen Jungern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, erwird vor euch hingehen nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab's euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und grafter Freude und liefen, daß sie es seinen Jungern verkündigten. Und da sie gingen, seinen Jungern zu verkundigen, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüftet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füfte und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Furchtet euch nicht! Gehet hin und verkundiget es meinen Brudern, daß sie gehen nach Galilaa; daselbst werden sie mich sehen. Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Hutern in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen zusammen mit den Altesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Gelds genug und sprachen: Saget, seine Junger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wirschliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, daß ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehret waren. Solches ist eine gemeine Rede worden bei den Juden bis auf den heutigen Tag. Aber die elf Junger gingen nach Galilaa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Volker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Abendgebet — Erste Lesung
Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und zeugeten ihnen Tochter, da sahen die Kinder Gottes nach den Tochtern der Menschen, wie sie schon waren und nahmen zu Weibern, welche sie wollten. Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen, denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre. Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes die Tochter der Menschen beschliefen und ihnen Kinder zeugeten, wurden daraus Gewaltige in der Welt und beruhmte Leute. Da aber der HERR sah, daß der Menschen Bosheit grofi war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur bose war immerdar, da reuete es ihn, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekummerte ihn in seinem Herzen, und sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, von den Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewurme und bis auf die Vogel unterdem Himmel; denn es reuet mich, dafi ich sie gemacht habe. Aber Noah fand Gnade vordem HERRN. Dies ist das Geschlecht Noahs: Noah war ein frommer Mann und ohne Wandel und fuhrete ein gottlich Leben zu seinen Zeiten. Und zeugete drei Sohne, Sem, Ham, Japheth. Aber die Erde war verderbet vor Gottes Augen und voll Frevels. Da sah Gott auf Erden, und siehe, sie war verderbet; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbet auf Erden. Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich kommen, denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mitder Erde. Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern drinnen und verpiche sie mit Pech inwendig und auswendig. Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Lange, funfzig Ellen die Weite und dreüßig Ellen die Hohe. Ein Fenster sollst du dran machen, oben an, eine Elle graft. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und soil drei Boden haben, einen unten, den andem in der Mitte, den dritten in der Hohe. Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soil untergehen. Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Sohnen, mit deinem Weibe und mit deiner Sohne Weibern. Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Mannlein und Fraulein, daß sie lebendig bleiben bei dir. Von den Vogeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den alien soli je ein Paar zu dir hineingehen, daß sie leben bleiben. Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man isset; und sollst sie bei dir sammeln, daß sie dir und ihnen zur Nahrung da seien. Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
Abendgebet — Zweite Lesung
Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Bruder, nicht verhalten. Ihr wisset, dafi ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Gotzen, wie ihr gefuhrt wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heüien ohne durch den Heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Amter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Krafte, aber es ist ein Gott, der da wirket alles in alien. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern, Wunderzu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geisterzu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist und teilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will. Denn gleichwie ein Leib ist und hat doch viel Glieder, alle Glieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch ein Leib: also auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden Oder Griechen, Knechte Oder Freie, und sind alle zu einem Geist getranket. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß sprache: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr sprache: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge ware, wo bliebe das Gehor? So er ganz Gehor ware, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied waren, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand: Ich bedarf dein nicht; Oder wiederum das Haupt zu den Fufien: Ich bedarf euer nicht; sondern vielmehr, die Glieder des Leibes, die uns dünken, die schwachsten zu sein, sind die notigsten, und die uns dünken, die unehrlichsten sein, denselbigen legen wir am meisten Ehre an, und die uns Libel anstehen, die schmücket man am meisten. Denn die uns wohl anstehen, die bedurfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermenget und dem durftigen Glied am meisten Ehre gegeben, auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder fureinander gleich sorgen. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder, mit. Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil. Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs andere die Propheten, aufs dritte die Lehrer, danach die Wundertater, danach die Gaben, gesund zu machen, Heifer, Regierer, mancherlei Sprachen. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wundertater? Haben sie alle Gaben gesund zu machen? Reden sie alle mit mancherlei Sprachen? Konnen sie alle auslegen? Strebet aber nach den besten Gaben! Und ich will euch noch einen kostlichern Weg zeigen.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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