Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Im dritten Jahr Hoseas, des Sohns Elas, des Konigs Israels, ward Konig Hiskia, der Sohn Ahas des Konigs Judas. Und war funfundzwanzig Jahre alt, da er Konig ward, und regierete neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieft Abi, eine Tochter Sacharjas. Und tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David. Er tat ab die Hohen und zerbrach die Saulen und rottete die Haine aus und zerstieft die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte; denn bis zu der Zeit hatten ihr die Kinder Israel gerauchert, und man hieft sie Nehusthan. Ervertrauete dem HERRN, dem Gott Israels, daß nach ihm seinesgleichen nicht war unter alien Konigen Judas, noch vor ihm gewesen. Er hing dem HERRN an und wich nicht hinten von ihm ab und hielt seine Gebote, die der HERR Mose geboten hatte. Und der HERR war mit ihm; und wo erauszog, handelte er kluglich. Dazu ward er abtrunnig vom Konige zu Assyrien und war ihm nicht untertan. Er schlug auch die Philister bis gen Gasa und ihre Grenze, von den Schlossern an bis an die festen Stadte. Im vierten Jahr Hiskias, des Konigs Judas (das war das siebente Jahr Hoseas, des Sohns Elas, des Konigs Israels), da zog Salmanesser, der Konig zu Assyrien, herauf wider Samaria und belagerte sie; und gewann sie nach dreien Jahren, im sechsten Jahr Hiskias; das ist, im neunten Jahr Hoseas, des Konigs Israels, da ward Samaria gewonnen. Und der Konig zu Assyrien fuhrete Israel weg gen Assyrien und setzte sie zu Halah und Habor, am Wasser Gosan, und in die Stadte der Meder, darum daß sie nicht gehorchet hatten der Stimme des HERRN, ihres Gottes, und ubergangen hatten seinen Bund und alies, was Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte; der hatten sie keinem gehorchet noch getan. Im vierzehnten Jahr aber des Konigs Hiskia zog herauf Sanherib, der Konig zu Assyrien, wider alle festen Stadte Judas und nahm sie ein. Da sandte Hiskia, der Konig Judas, zum Konige von Assyrien gen Lachis und lieft ihm sagen: Ich habe mich versundiget, kehre urn von mir; was du mir auflegest, will ich tragen. Da legte der Konig von Assyrien auf Hiskia, dem Konige Judas, dreihundert Zentner Silbers und dreiftig Zentner Goldes. Also gab Hiskia all das Silber, das im Hause des HERRN und in den Schatzen des Konigshauses funden ward. Zur selbigen Zeit zerbrach Hiskia, der Konig Judas, die Türen am Tempel des HERRN und die Bleche, die er selbst hatte uberziehen lassen, und gab sie dem Konige von Assyrien. Und der Konig von Assyrien sandte Tharthan und den Erzkammerer und den Rabsake von Lachis zum Konige Hiskia mit grafter Macht gen Jerusalem; und sie zogen herauf. Und da sie hinkamen, hielten sie an der Wassergrube bei dem obern Teich, der da liegt an der Strafte auf dem Acker des Walkmüllers. Und rief dem Konige. Da kam heraus zu ihnen Eliakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebena, der Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der Kanzler. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Lieber, sagt dem Konige Hiskia: So spricht der grofte Konig, der Konig von Assyrien: Was ist das fur ein Trotz, darauf du dich verlassest? Meinest du, es sei noch Rat und Macht zu streiten? Worauf verlassest du denn nun dich, daß du abtrunnig von mir bist worden? Siehe, verlassest du dich auf diesen zerstoftenen Rohrstab, auf Agypten? welcher, so sich jemand drauf lehnet, wird er ihm in die Hand gehen und sie durchbohren. Also ist Pharao, der Konig in Agypten, alien, die sich auf ihn verlassen. Ob ihr aber wolltet zu mir sagen: Wir verlassen uns auf den HERRN, unsern Gott, ist's denn nicht der, des Hohen und Altare Hiskia hat abgetan und gesagt zu Juda und Jerusalem: Vor diesem Altar, der zu Jerusalem ist, sollt ihr anbeten? Nun gelobe meinem Herrn, dem Konige von Assyrien; ich will dir zweitausend Rosse geben, daß du mogest Reiter dazu geben. Wie willst du denn bleiben vor dem geringsten Herrn, einem meines Herrn Untertanen, und verlassest dich auf Agypten urn der Wagen und Reiter willen? Meinest du aber, ich sei ohne den HERRN heraufgezogen, daß ich diese Statte verderbete? Der HERR hat mich's geheilien: Zeuch hinauf in dies Land und verderbe es! Da sprach Eliakim, derßohn Hilkias, und Sebena und Joah zum Erzschenken: Rede mit deinen Knechten auf syrisch, denn wir verstehen es; und rede nicht mit uns auf judisch vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist. Aber der Erzschenke sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herrzu deinem Herrn oderzu dirgesandt, daß ich solche Worte rede? Ja zu den Mannern, die auf der Mauer sitzen, daß sie mit euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Ham saufen. Also stund der Erzschenke und rief mit lauter Stimme auf judisch; und redete und sprach: Horet das Wort des grolien Konigs, des Konigs von Assyrien! So spricht der Konig: Lalit euch Hiskia nicht aufsetzen; denn ervermag euch nicht zu erretten von meiner Hand. Und lalit euch Hiskia nicht vertrosten auf den HERRN, daß er saget Der HERR wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hande des Konigs von Assyrien gegeben werden! Gehorchet Hiskia nicht! Denn so spricht der Konig von Assyrien: Nehmet an meine Gnade und kommet zu mir heraus, so soil jedermann seines Weinstocks und seines Feigenbaums essen und seines Brunnens trinken, bis ich komme und hole euch in ein Land, das eurem Lande gleich ist, da Korn, Most, Brot, Weinberge, Olbaume, 01 und Honig innen ist; so werdet ihr leben bleiben und nicht sterben. Gehorchet Hiskia nicht; denn er verfuhret euch, daß er spricht: Der HERR wird uns erretten. Haben auch die Gotter der Heiden ein jeglicher sein Land errettet von der Hand des Konigs von Assyrien? Wo sind die Gotter zu Hemath und Arphad? Wo sind die Gotter zu Sepharvaim, Hena und Iwa? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand? Wo ist ein Gott unter aller Lande Gottern, die ihr Land haben von meiner Hand errettet, daß der HERR sollte Jerusalem von meiner Hand erretten? Das Volk aber schwieg stille und antwortete ihm nichts; denn der Konig hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts! Da kam Eliakim, derßohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebena, der Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der Kanzler, zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern und sagten ihm an die Worte des Erzschenken.
Morgengebet — Zweite Lesung
Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus dem Brautigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren toricht, und fünf waren klug. Die torichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht 01 mit sich. Die klugen aber nahmen 01 in ihren Gefaften samt ihren Lampen. Da nun der Brautigam verzog, wurden sie alle schlafrig und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brautigam kommt; gehet aus ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmuckten ihre Lampen. Die torichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole; denn unsere Lampen verloschen! Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Kramern und kaufet fur euch selbst! Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brautigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit. Und die Tur ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet! Denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. Gleichwie ein Mensch, der uber Land zog, rief seinen Knechten und tat ihnen seine Guter ein. Und einem gab er funf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermogen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der funf Zentner empfangen hatte, und handelte mitdenselbigen und gewann andere funf Zentner. Desgleichen auch, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld. Uber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere funf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir funf Zentner getan; siehe da, ich habe damit andere funf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben zwei andere gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wuftte, daß du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesaet hast, und sammelst, da du nicht gestreuet hast. Und furchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! Wufttest du, daß ich schneide, da ich nicht gesaet habe, und sammle, da ich nicht gestreuet habe, so solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich kommen ware, hatte ich das Meine zu mir genommen mit Wucher. Darum nehmet von ihm den Zentner und gebet's dem, der zehn Zentner hat! Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und wird die Fulle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die aufterste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit. Und werden vor ihm alle Volker versammelt werden. Und erwird sie voneinanderscheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Bocken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Bocke zur Linken. Da wird denn der Konig sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getranket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besuchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeiset, Oder durstig und haben dich getranket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen und beherberget, Oder nackend und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank Oder gefangen gesehen und sind zu dir kommen? Und der Konig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem unterdiesen meinen geringsten Brudern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getranket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig Oder durstig Oder einen Gast Oder nackend Oder krank Oder gefangen und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.
Abendgebet — Erste Lesung
Da der Konig Hiskia das horete, zerrift er seine Kleider und legte einen Sack an und ging in das Haus des HERRN. Und sandte Eliakim, den Hofmeister, und Sebena, den Schreiber, samt den altesten Priestern, mit Sacken angetan, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn Amoz. Und sie sprachen zu ihm: So sagt Hiskia: Das ist ein Tag der Not und Scheltens und Lasterns; die Kinder sind kommen an die Geburt, und ist keine Kraft da zu gebaren. Ob vielleicht der HERR, dein Gott, horen wollte alle Worte des Erzschenken, den sein Herr, der Konig von Assyrien, gesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott und zu schelten mit Worten, die der HERR, dein Gott, gehoret hat. So hebe dein Gebet auf fur die ubrigen, die noch vorhanden sind. Und da die Knechte des Konigs Hiskia zu Jesaja kamen, sprach Jesaja zu ihnen: So saget eurem Herrn: So spricht der HERR: Furchte dich nicht vor den Worten, die du gehoret hast, damit mich die Knaben des Konigs von Assyrien gelastert haben. Siehe, ich will ihm einen Geist geben, daß er ein Gerucht horen wird und wieder in sein Land ziehen; und will ihn durchs Schwert fallen in seinem Lande. Und da der Erzschenke wiederkam, fand er den Konig von Assyrien streiten wider Libna; denn er hatte gehoret, daß er von Lachis gezogen war. Und da er horete von Thirhaka, dem Konige der Mohren: Siehe, er ist ausgezogen, mit dir zu streiten, wandte er urn und sandte Boten zu Hiskia und lieft ihm sagen: So saget Hiskia, dem Konige Judas: Laft dich deinen Gott nicht aufsetzen, auf den du dich verlassest, und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hande des Konigs von Assyrien gegeben werden. Siehe, du hast gehoret, was die Konige von Assyrien getan haben alien Landen und sie verbannet; und du solltest errettet werden? Haben der Heiden Gotter auch sie errettet, welche meine Vater haben verderbet: Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder Edens, die zu Thelassar waren? Wo ist der Konig zu Hemath, der Konig zu Arphad und der Konig der Stadt Sepharvaim, Hena und Iwa? Und da Hiskia die Briefe von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des HERRN und breitete sie aus vor dem HERRN. Und betete vor dem HERRN und sprach: HERR, Gott Israels, derdu uber Cherubim sitzest, du bist allein Gott unter alien Konigreichen auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht. HERR, neige deine Ohren und hore, tu deine Augen auf und siehe, und hore die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott. Es istwahr, HERR, die Konige von Assyrien haben die Heiden mitdem Schwert umgebracht und ihr Land und haben ihre Gotter ins Feuer geworfen. Denn es waren nicht Gotter, sondern Menschenhande Werk, Holz und Steine; darum haben sie sie umgebracht. Nun aber, HERR, unserßott, hilfunsaus seiner Hand, auf daß alle Konigreiche auf Erden erkennen, daß du, HERR, allein Gott bist. Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz, zu Hiskia und liefi ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast urn Sanherib, den Konig von Assyrien, das habe ich gehoret. Das ist's, das der HERR wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein; die Tochter Jerusalem schuttelt ihr Haupt dir nach. Wen hast du gehohnet und gelastert? Uber wen hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen in Israel. Du hast den HERRN durch deine Boten gehohnet und gesagt: Ich bin durch die Menge meiner Wagen auf die Hohe der Berge gestiegen, auf den Seiten des Libanon; ich habe seine hohen Zedern und auserlesenen Tannen abgehauen und bin kommen an die aufterste Herberge des Waldes seines Karmels; ich habe gegraben und ausgetrunken die fremden Wasser und habe vertrocknet mit meinen Fuftsohlen die Seen. Hast du aber nicht gehoret, daß ich solches lange zuvor getan habe, und von Anfang habe ich's bereitet? Nun, jetzt aber habe ich's kommen lassen, daß feste Stadte würden fallen in einen wüsten Steinhaufen, und die drinnen wohnen, mattwerden und sich furchten und schamen müftten und werden wie das Gras auf dem Felde und wie das grune Kraut zum Heu auf den Dachern, das verdorret, ehe denn es reif wird. Ich weift dein Wohnen, dein Aus- und Einziehen, und daß du tobest wider mich. Weil du denn wider mich tobest, und dein Gbermut vor meine Ohren heraufkommen ist, so will ich dir einen Ring an deine Nase legen und ein Gebift in dein Maui und will dich den Weg wiederum fuhren, da du herkommen bist. Und sei dir ein Zeichen: In diesem Jahr ift, was zertreten ist; im andern Jahr, was selber wachst; im dritten Jahr saet und erntet und pflanzet Weinberge und esset ihre Fruchte. Und die Tochter Juda, die errettet und uberblieben ist, wird fürder unter sich wurzeln und uber sich Frucht tragen. Denn von Jerusalem werden ausgehen, die uberblieben sind, und die Erretteten vom Berge Zion. Der Eifer des HERRN Zebaoth wird solches tun. Darum spricht der HERR vom Konige zu Assyrien also: Er soil nicht in diese Stadt kommen und keinen Pfeil drein schieften und kein Schild davor kommen und soli keinen Wall drum schütten, sondern ersoll den Weg wiederum ziehen, den er kommen ist, und soil in diese Stadt nicht kommen; der HERR sagtes. Und ich will diese Stadt beschirmen, daß ich ihr helfe urn meinetwillen und urn Davids, meines Knechts, willen. Und in derselben Nacht fuhr aus der Engel des HERRN und schlug im Lager von Assyrien hundertundfunfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens fruhe aufmachten, siehe, da lag es alles eitel tote Leichname. Also brach Sanherib, der Konig von Assyrien, auf und zog weg und kehrete urn; und blieb zu Ninive. Und da eranbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, schlugen ihn mit dem Schwert Adramelech und Sarezer, seine Sohne; und sie entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn Assar-Haddon ward Konig an seiner Statt.
Abendgebet — Zweite Lesung
Bin ich nicht ein Apostel? Bin ich nicht frei? Habe ich nicht unsern Herrn Jesum Christum gesehen? Seid nicht ihr mein Werk in dem Herrn? Bin ich andern nicht ein Apostel, so bin ich doch euer Apostel; denn das Siegel meines Apostelamts seid ihr in dem Herrn. Wenn man mich fragt, so antworte ich also: Haben wir nicht Macht zu essen und zu trinken? Haben wir nicht auch Macht, eine Schwester zum Weibe mit umherzuführen wie die andern Apostel und des Herrn Bruder und Kephas? Oder haben allein ich und Barnaba nicht Macht, solches zu tun? Welcher ziehtjemals in den Krieg auf seinen eigenen Sold? Welcher pflanzet einen Weinberg und isset nicht von seiner Frucht, Oder welcher weidet eine Herde und isset nicht von der Milch der Herde? Rede ich aber solches auf Menschenweise? Sagt nicht solches das Gesetz auch? Denn im Gesetz Mose's stehet geschrieben: Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, der da drischet. Sorget Gott fur die Ochsen? Odersagter's nicht allerdinge um unsertwillen? Denn es istja um unsertwillen geschrieben. Denn der da pfluget, soli auf Hoffnung pflugen, und der da drischt, soil auf Hoffnung dreschen, daß er seiner Hoffnung teilhaftig werde. So wir euch das Geistliche saen, ist's ein groß Ding, ob wir euer Leibliches ernten? So aber andere dieser Macht an euch teilhaftig sind, warum nicht viel mehr wir? Aber wir haben solche Macht nicht gebraucht, sondern wir vertragen allerlei, daß wir nicht dem Evangelium Christi ein Hindernis machen. Wisset ihr nicht, daß, die da opfern essen vom Opfer, und die des Altars pflegen, genießen des Altars? Also hat auch der Herr befohlen daß, die das Evangelium verkundigen; sollen sich vom Evangelium nahren. Ich aber habe der keines gebraucht. Ich schreibe auch nicht darum davon, daß es mit mir also sollte gehalten werden. Es ware mir lieber, ich sturbe, denn daß mirjemand meinen Ruhm sollte zunichte machen. Denn daß ich das Evangelium predige, darf ich mich nicht ruhmen; denn ich muß es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! Tue ich's gerne, so wird mirgelohnet; tue ich's aber ungerne, so ist mir das Amt doch befohlen. Was ist denn nun mein Lohn? Namlich daß ich predige das Evangelium Christi und tue dasselbige frei, umsonst, auf daß ich nicht meiner Freiheit mißbrauche am Evangelium. Denn wiewohl ich frei bin von jedermann, hab 1 ich mich doch selbst jedermann zum Knechte gemacht, auf daß ich ihrer viel gewinne. Den Juden bin ich worden als ein Jude, auf daß ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich worden als unter dem Gesetz, auf daß ich, die, so unter dem Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich als ohne Gesetz worden (so ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi), auf daß ich die, so ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwachen bin ich worden als ein Schwacher, auf daß ich die Schwachen gewinne. Ich bin jedermann allerlei worden, auf daß ich allenthalben ja etliche selig mache. Solches aber tue ich um des Evangeliums wülen, auf daß ich sein teilhaftig werde. Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet! Ein jeglicher aber, der da kampfet, enthalt sich alles Dinges: jene also, daß sie eine vergangliche Krone empfangen, wir aber eine unvergangliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als, der in die Luft streichet, sondern ich betaube meinen Leib und zahme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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