Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Acts 7:9-16

Und die Erzvater neideten Joseph und verkauften ihn nach Agypten. Aber Gott war mit ihm und errettete ihn aus aller seiner Trubsal und gab ihm Gnade und Weisheit vor dem Konige Pharao in Agypten; der setzte ihn zum Fursten uber Agypten und uber sein ganzes Haus. Es kam aber eine teure Zeit uber das ganze Land Agypten und Kanaan und eine grolie Trubsal, und unsere Vater fanden nicht Futterung. Jakob aber horete, dal L in Agypten Getreide ware, und sandte unsere Vater aus aufs erste Mai. Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brudern und ward Pharao Josephs Geschlecht offenbar. Joseph aber sandte aus und lieli holen seinen Vater Jakob und seine ganze Freundschaft, funfundsiebzig Seelen. Und Jakob zog hinab nach Agypten und starb, er und unsere Vater. Und sind herubergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das Abraham gekauft hatte urns Geld von den Kindern Hemors zu Sichem.

First Reading

Deuteronomy 34

Und Mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegen Jericho uber. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land Gilead bis gen Dan und das ganze Naphthali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das außerste Meer und gegen Mittag und die Gegend der Breite Jerichos, der Palmenstadt, bis gen Zoar. Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinubergehen. Also starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande der Moabiter nach dem Wort des HERRN. Und er begrub ihn im Tal, im Lande der Moabiter, gegen dem Hause Peor. Und hat niemand sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag. Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel worden, und seine Kraft war nicht verfallen. Und die Kinder Israel beweineten Mose im Gefilde der Moabiter dreiftig Tage. Und wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens uber Mose. Josua aber, der Sohn Nuns, ward erfullet mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hande auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR Mose geboten hatte. Und es stund hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hatte von Angesicht zu Angesicht zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der HERR sandte, daß er sie tate in Agyptenland, an Pharao und an alien seinen Knechten und an all seinem Lande, und zu aller dieser machtigen Hand und groften Gesichten, die Mose tat vor den Augen des ganzen Israel.

First Reading

2 Samuel 7:1-17

Da nun der Konig in seinem Hause sali, und der HERR ihm Ruhe gegeben hatte von alien seinen Feinden umher, sprach erzu dem Propheten Nathan: Siehe ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade Gottes wohnet unter den Teppichen. Nathan sprach zu dem Konige: Gehe hin; alles, was du in deinem Herzen hast, das tue; denn der HERR ist mit dir. Des Nachts aber kam das Wort des HERRN zu Nathan und sprach: Gehe hin und sage zu meinem Knechte David: So spricht der HERR: Solltest du mir ein Haus bauen, dad ich drinnen wohnete? Habe ich doch in keinem Hause gewohnet seit dem Tage, da ich die Kinder Israel aus Agypten fuhrete, bis auf diesen Tag, sondern ich habe gewandelt in der Hütte und Wohnung. Wo ich mit alien Kindern Israel hinwandelte, habe ich auch je geredet mit irgend der Stamme Israel einem, denen ich befohlen habe, mein Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum bauet ihr mir nicht ein Zedernhaus? So sollst du nun so sagen meinem Knechte David: So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhürden, dad du sein solltest ein Fürst uber mein Volk Israel; und bin mir dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet und habe dir einen groden Namen gemacht, wie der Name der Groden auf Erden. Und ich will meinem Volk Israel einen Ortsetzen und will es pflanzen, dad es daselbst wohne und es nicht mehr in der Irre gehe, und es die Kinder der Bosheit nicht mehr drangen, wie vorhin, und seit der Zeit ich Richter über mein Volk Israel verordnet habe; und will dir Ruhe geben von alien deinen Feinden. Und der HERR verkundiget dir, dad der HERR dir ein Haus machen will. Wenn nun deine Zeit hin ist, dad du mit deinen Vatern schlafen liegest, will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinem Leibe kommen soil, dem will ich sein Reich bestatigen. Der soil meinem Namen ein Haus bauen, und ich will den Stuhl seines Konigreichs bestatigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und ersoll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat tut, will ich ihn mit Menschenruten und mit der Menschenkinder Schlagen strafen; aber meine Barmherzigkeit soil nicht von ihm entwandt werden, wie ich sie entwandt habe von Saul, den ich vor dir habe weggenommen. Aber dein Haus und dein Konigreich soli bestandig sein ewiglich vor dir, und dein Stuhl soil ewiglich bestehen. Da Nathan alle diese Worte und all dies Gesicht David gesagt hatte,

Morning Prayer — First Lesson

1 Kings 12

Und Rehabeam zog gen Sichem; denn das ganze Israel war gen Sichem kommen, ihn zum Konige zu machen. Und Jerobeam, der Sohn Nebats, horete das, da er noch in Agypten war, dahin er vor dem Kdnige Salomo geflohen war; und blieb in Agypten. Und sie sandten hin und Men ihn rufen. Und Jerobeam samt der ganzen Gemeine Israels kamen und redeten mit Rehabeam und sprachen: Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht; so mache du nun den harten Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgelegt hat, so wollen wir dir untertanig sein. Er aber sprach zu ihnen: Gehet hin bis an den dritten Tag, so kommt wieder zu mir. Und das Volk ging hin. Und der Konig Rehabeam hielt einen Rat mit den Altesten, die vor seinem Vater Salomo stunden, da er lebte, und sprach: Wie ratet ihr, daß wir diesem Volk eine Antwort geben? Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Dienst tun und ihnen zu Willen sein und sie erhoren und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertanig sein dein Leben lang. Aber er verliefi der Altesten Rat, den sie ihm gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm stunden. Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, daß wir antworten diesem Volk, die zu mir gesagt haben: Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns geleget hat. Und die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm: Du sollst zu dem Volk, das zu dir sagt: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, mache du es uns leichter, also sagen: Mein kleinster Finger soil dicker sein denn meines Vaters Lenden. Nun, mein Vater hat auf euch ein schwer Joch geladen, ich aber will's noch mehr uber euch machen; mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich will euch mit Skorpionen zuchtigen. Also kam Jerobeam samt dem ganzen Volk zu Rehabeam am dritten Tage, wie der Konig gesagt hatte und gesprochen: Kommt wieder zu mir am dritten Tage! Und der Konig gab dem Volk eine harte Antwort und verlieft den Rat, den ihm die Altesten gegeben hatten, und redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will es noch mehr uber euch machen; mein Vater hat euch mit Peitschen gezuchtiget, ich aber will euch mit Skorpionen zuchtigen. Also gehorchte der Konig dem Volk nicht; denn es war also gewandt von dem HERRN, auf da(5 er sein Wort bekraftigte, das er durch Ahia von Silo geredet hatte zu Jerobeam, dem Sohn Nebats. Da aber das ganze Israel sah, daü der Konig sie nicht horen wollte, gab das Volk dem Konige eine Antwort und sprach: Was haben wir denn Teils an David, Oder Erbe am Sohn Isais? Israel, hebe dich zu deinen Hütten! So siehe nun du zu deinem Hause, David! Also ging Israel in seine Hutten, dad Rehabeam regierete nur uber die Kinder Israel, die in den Stadten Judas wohneten. Und da der Konig Rehabeam hinsandte Adoram, den Rentmeister, warf ihn ganz Israel mit Steinen zu Tode. Aber der Konig Rehabeam stieg frisch auf einen Wagen, dad er flohe gen Jerusalem. Also fiel Israel ab vom Hause Davids bis auf diesen Tag. Da nun ganz Israel horete, dad Jerobeam war wiederkommen, sandten sie hin und lieden ihn rufen zu der ganzen Gemeine und machten ihn zum Konige uber das ganze Israel. Und folgte niemand dem Hause David ohne der Stamm Juda alleine. Und da Rehabeam gen Jerusalem kam, sammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundertundachtzigtausend junge streitbare Mannschaft, wider das Haus Israel zu streiten und das Konigreich wieder an Rehabeam, den Sohn Salomos, zu bringen. Es kam aber Gottes Wort zu Semaja, dem Mann Gottes, und sprach: Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Konig Judas, und zum ganzen Hause Juda und Benjamin und dem andern Volk und sprich: So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und streiten wider eure Bruder, die Kinder Israel; ein jeder Mann gehe wieder heim: denn solches istvon mirgeschehen. Und sie gehorchten dem Wort des HERRN und kehreten urn, dafi sie hingingen, wie der HERR gesagt hatte. Jerobeam aber bauete Sichem auf dem Gebirge Ephraim und wohnete drinnen, und zog von dannen heraus und bauete Pnuel. Jerobeam abergedachte in seinem Herzen: Das Konigreich wird nun wieder zum Hause Davids fallen, so dies Volk soil hinaufgehen, Opfer zu tun in des HERRN Hause zu Jerusalem; und wird sich das Herz dieses Volks wenden zu ihrem Herrn Rehabeam, dem Konige Judas, und wird mich erwurgen und wieder zu Rehabeam, dem Konige Judas, fallen. Und der Konig hielt einen Rat; und machte zwei güldene Kalber und sprach zu ihnen: Es ist euch zu viel, hinauf gen Jerusalem zu gehen; siehe, da sind deine Gotter, Israel, die dich aus Agyptenland gefuhret haben! Und setzte eins zu Bethel und das andere tat er gen Dan. Und das geriet zur Sunde; denn das Volk ging hin Vordem einen bis gen Dan. Er machte auch ein Haus der Hohen; und machte Priester von den Geringsten im Volk, die nicht von den Kindern Levi waren. Und er machte ein Fest am funfzehnten Tage des achten Monden, wie das Fest in Juda, und opferte auf dem Altar. So tat er zu Bethel, daß man den Kalbern opferte, die er gemacht hatte; und stiftete zu Bethel die Priester der Hohen, die er gemacht hatte. Und opferte auf dem Altar, den er gemacht hatte zu Bethel, am funfzehnten Tage des achten Monden, welchen eraus seinem Herzen erdacht hatte; und machte den Kindern Israel Feste; und opferte auf dem Altar, daü man rauchern sollte.

Epistle

1 Timothy 5:3-10

Ehre die Witwen, welche rechte Witwen sind. So aber eine Witwe Kinder Oder Neffen hat, solche laft zuvor lernen ihre eigenen Hauser gbttlich regieren und den Eltern Gleiches vergelten; denn das ist wohl getan und angenehm vor Gott. Das ist aber eine rechte Witwe, die einsam ist, die ihre Hoffnung auf Gott stellet und bleibet am Gebet und Flehen Tag und Nacht. Welche aber in Wollusten lebet, die ist lebendig tot. Solches gebiete, auf daß sie untadelig seien. So aber jemand die Seinen, sonderlich seine Hausgenossen, nicht versorget, der hat den Glauben verleugnet und ist arger denn ein Heide. Lafi keine Witwe erwahlet werden unter sechzig Jahren, und die da gewesen sei eines Mannes Weib, und die ein Zeugnis habe guter Werke, so sie Kinder aufgezogen hat, so sie gastfrei gewesen ist, so sie der Heiligen Füfte gewaschen hat, so sie den Trubseligen Handreichung getan hat, so sie allem guten Werk nachkommen ist.

First Reading

Exodus 21

Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen: So du einen ebraischen Knecht kaufest, dersoll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soil er frei ledig ausgehen. 1st er ohne Weib kommen, so, soil er auch ohne Weib ausgehen. 1st er aber mit Weib kommen, so soil sein Weib mit ihm ausgehen. Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben und hat Sohne Oder Tochter gezeuget, so soli das Weib und die Kinder seines Herrn sein; er aber soil ohne Weib ausgehen. Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herrn lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, So bringe ihn sein Herr vor die Gotter und halte ihn an die Tur Oder Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriemen durch sein Ohr; und er sei sein Knecht ewig. Verkauftjemand seine Tochter zur Magd, so soil sie nicht ausgehen wie die Knechte. Gefallt sie aber ihrem Herrn nicht und will ihr nicht zur Ehe helfen, so soil er sie zu Ibsen geben. Aber unter ein fremd Volk sie zu verkaufen, hat er nicht Macht, weil er sie verschmahet hat. Vertrauet er sie aber seinem Sohn, so soil er Tochterrecht an ihr tun. Gibt er ihm aber eine andere, so soil er ihr an ihrem Futter, Decke und Eheschuld nicht abbrechen. Tut er diese drei nicht, so soli sie frei ausgehen ohne Losegeld. Wer einen Menschen schlagt, dafi erstirbt, der soil des Todes sterben. Hat er ihm aber nicht nachgestellet sondern Gott hat ihn lassen ohngefahr in seine Hande fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soli. Wo aber jemand an seinem Nachsten frevelt und ihn mit List erwurget, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, daß man ihn tote. Wer seinen Vater Oder Mutter schlagt, der soil des Todes sterben. Wer einen Menschen stiehlt und verkaufet, dad man ihn bei ihm findet, der soil des Todes sterben. Wer Vater Oder Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Wenn sich Manner miteinanderhadern, und einer schlagt den andern mit einem Stein Oder mit einer Faust, daß er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt: kommterauf, dati erausgehet an seinem Stabe so soil, der ihn schlug, unschuldig sein, ohne dafi er ihm bezahle, was er versaumet hat, und das Arztgeld gebe. Wer seinen Knecht Oder Magd schlagt mit einem Stabe, dati er stirbt unter seinen Handen, der, soli darum gestraft werden. Bleibt er aber einen Oder zween Tage, so soil er nicht darum gestraft werden; denn es ist sein Geld. Wenn sich Manner hadern und verletzen ein schwanger Weib, dati ihr die Frucht abgehet, und ihr kein Schade widerfahrt, so soil man ihn urn Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und soil's geben nach der Teidingsleute Erkennen. Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soil er lassen Seele urn Seele, Auge urn Auge, Zahn urn Zahn, Hand urn Hand, Fufi urn Fuß, Brand urn Brand, Wunde urn Wunde, Beule urn Beule. Wenn jemand seinen Knecht Oder seine Magd in ein Auge schlagt und verderbet es, der soil sie frei loslassen urn das Auge. Desselbigengleichen, wenn er seinem Knecht Oder Magd einen Zahn ausschlagt, soil er sie frei loslassen urn den Zahn. Wenn ein Ochse einen Mann Oder Weib stoßet, daß er stirbt, so soil man den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig. Ist aber der Ochse vorhin stoßig gewesen, und seinem Herrn ist's angesagt, und er ihn nicht verwahret hat, und totet daruber einen Mann Oder Weib, soil man den Ochsen steinigen, und sein Herr soil sterben. Wird man aber ein Geld auf ihn legen, so soil er geben, sein Leben zu losen, was man ihm auflegt. Desselbigengleichen soli man mit ihm handeln, wenn er Sohn Oder Tochter stoßet. Stoßet er aber einen Knecht Oder Magd, so soil er ihrem Herrn dreißig silberne Sekel geben, und den Ochsen soli man steinigen. so jemand eine Grube auftut, Oder grabt eine Grube und decket sie nicht zu, und fallt daruber ein Ochse Oder Esel hinein, so soil's der Herr der Grube mit Geld dem andern wieder bezahlen; das Aas aber soil sein sein. Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stoßet, daß er stirbt, so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas auch teilen. Ist's aber kund gewesen, daß der Ochse stoßig vorhin gewesen ist, und sein Herr hat ihn nicht verwahret, so soli er einen Ochsen urn den andern vergelten und das Aas haben. Wenn jemand einen Ochsen Oder Schaf stiehlt und schlachtet es Oder verkauft es, der soil fünf Ochsen fur einen Ochsen wiedergeben und vier Schafe fur ein Schaf.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 2

Da Jesus geboren war zu Bethlehem im judischen Lande, zur Zeit des Konigs Herodes; siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborne Konig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der Konig Herodes horete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem. Und liefi versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschete von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im judischen Lande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten:. Und du Bethlehem im judischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fursten Judas; denn aus dir soil mir kommen der Herzog, der liber mein Volk Israel ein Herr sei. Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernete mit Fleifi von ihnen, wann der Stern erschienen ware, und weisete sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleilüg nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den Konig gehort hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben liber, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schatze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herm dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und flieh nach Agyptenland und bleibe allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen. Und erstund auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Agyptenland. Und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf daß erfullet wurde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus Agypten habe ich meinen Sohn gerufen. Da Herodes nun sah, dafi ervon den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und liefi alle Kinder zu Bethlehem toten und an ihren ganzen Grenzen, die da zweijahrig und drunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleili von den Weisen erlernet hatte. Da ist erfullet, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht: Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehoret, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinete ihre Kinder und wollte sich nicht trosten lassen denn es war aus mit ihnen. Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn Joseph im Traum in Agyptenland und sprach:. Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben stunden. Und er stund auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und kam in das Land Israel. Da er aber horete, daß Archelaus im judischen Lande Konig war anstatt seines Vaters Herodes, furchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott und zog in die Oder des galilaischen Landes und kam und wohnete in der Stadt, die da heifit Nazareth, auf daß erfullet wurde, was da gesagt ist durch die Propheten: Ersoll Nazarenus heilien.

Responsorial Psalm

Psalm 43

Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bosen Leuten. Denn du bist der Gott meiner Starke; warum verstofiest du mich? Warum lassest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dranget? Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott! Was betrubest du dich, meine Seele, und bistso unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Gospel

Luke 7:11-16

Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Junger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe. Und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und ruhrete den Sarg an. Und die Trager stunden. Und er sprach: Jungling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk heimgesucht.

Responsorial Psalm

Psalm 115

Nicht uns, HERR, nichtuns, sondern deinem Namen gib Ehre urn deine Gnade und Wahrheit! Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Aber unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will. Jenerßotzen abersind Silberund Gold, von Menschenhanden gemacht. Sie haben Mauler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht; sie haben Ohren und horen nicht; sie haben Nasen und riechen nicht; sie haben Hande und greifen nicht; Fütße haben sie und gehen nicht und reden nicht durch ihren Hals. Die solche machen, sind gleich also, und alle, die auf sie hoffen. Aber Israel hoffe auf den HERRN; der ist ihre Hilfe und Schild. Das Haus Aaron hoffe auf den HERRN; der ist ihre Hüfe und Schild. Die den HERRN furchten, hoffen auch auf den HERRN; der ist ihre Hilfe und Schild. Der HERR denketan uns und segnetuns. Er segnet das Haus Israel; er segnet das Haus Aaron; er segnet, die den HERRN furchten, beide Kleine und Grolie. Der HERR segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder! Ihrseid die Gesegneten des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Himmel allenthalben ist des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben. Die Totenwerden dich, HERR, nicht loben, noch die hinunterfahren in die Stille, sondern wir loben den HERRN von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!

Responsorial Psalm

Psalm 124

Ein Lied Davids im hohern Chor. Wo der HERR nicht bei uns ware, so sage Israel, wo der HERR nicht bei uns ware, wenn die Menschen sich wider uns setzen, so verschlangen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn fiber uns ergrimmete, so ersaufte uns Wasser, Strome gingen fiber unsere Seele; es gingen Wasser allzu hoch fiber unsere Seele. Gelobet sei der HERR, daß er uns nicht gibt zum Raube in ihre Zahne! Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Stricke des Voglers. Der Strick ist zerrissen, und wir sind los. Unsere Hilfe stehet im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

Responsorial Psalm

Psalm 122

Ein Lied Davids im hohern Chor. Ich freue mich des, das mir geredet ist, daß wir werden ins Haus des HERRN gehen, und daß unsere Füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem. ist gebauet, daß es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soli, da die Stamme hinaufgehen sollen, namlich die Stamme des HERRN, zu predigen dem Volk Israel, zu danken dem Namen des HERRN. Denn daselbst sitzen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses David. Wünschet Jerusalem Gluck! Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben! Es müsse Friede sein inwendig in deinen Mauern und Glück in deinen Palasten! Urn meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. Urn des Hauses willen des HERRN, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen.

Evening Prayer — First Lesson

1 Kings 13

Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des HERRN gen Bethel; und Jerobeam stund bei dem Altar zu rauchern. Und er rief wider den Altar durch das Wort des HERRN und sprach: Altar, Altar! so spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause Davids geboren werden mit Namen Josia, der wird aufdiropfern die Priester der Hohe, die auf dir rauchern, und wird Menschenbeine auf dir verbrennen. Und er gab des Tages ein Wunder und sprach: Das ist das Wunder, daß solches der HERR geredet hat: Siehe, der Altar wird reiften und die Asche verschuttet werden, die drauf ist. Da aber der Konig das Wort von dem Mann Gottes horete, der wider den Altar zu Bethel rief, reckte er seine Hand aus bei dem Altar und sprach: Greifet ihn! Und seine Hand verdorrete, die er wider ihn ausgereckt hatte, und konnte sie nicht wieder zu sich ziehen. Und der Altar rift, und die Asche ward verschuttet vom Altar, nach dem Wunder, das der Mann Gottes gegeben hatte durch das Wort des HERRN. Und der Konig antwortete und sprach zu dem Mann Gottes: Bitte das Angesicht des HERRN, deines Gottes, und bitte fur mich, daß meine Hand wieder zu mir komme. Da bat der Mann Gottes das Angesicht des HERRN; und dem Konige ward seine Hand wieder zu ihm gebracht und ward, wie sie vorhin war. Und der Konig redete mit dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und labe dich; ich will dir ein Geschenk geben. Aber der Mann Gottes sprach zum Konige: Wenn du mir auch dein halbes Haus gabest, so kame ich doch nicht mit dir; denn ich will an diesem Ort kein Brot essen noch Wasser trinken. Denn also ist mir geboten durch des HERRN Wort und gesagt: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht wieder durch den Weg kommen, den du gegangen bist. Und erging weg durch einen andern Weg und kam nicht wieder durch den Weg, den er gen Bethel kommen war. Es wohnete aber ein alter Prophet zu Bethel; zu dem kam sein Sohn und erzahlete ihm alle Werke, die der Mann Gottes getan hatte des Tages zu Bethel, und die Worte, die er zum Konige geredet hatte. Und ihr Vater sprach zu ihnen: Wo ist der Weg den er gezogen ist? Und seine Sohne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gezogen war, der von Juda kommen war. Er aber sprach zuseinen Sohnen: Satteltmir den Esel! Und da sie ihm den Esel sattelten, ritt er drauf. Und erzog dem Mann Gottes nach und fand ihn untereiner Eiche sitzen; und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda kommen ist? Er sprach: Ja. Er sprach zu ihm: Komm mit mir heim und ift Brot! Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir kommen; ich will auch nicht Brot essen noch Wasser trinken mit dir an diesem Ort. Denn es ist mit mir geredet worden durch das Wort des HERRN: Du sollst daselbst weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht wieder durch den Weg gehen, den du gegangen bist. Er sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat mit mir geredet durch des HERRN Wort und gesagt: Fuhre ihn wieder mit dir heim, daß er Brot esse und Wasser trinke. Er log ihm aber. Und fuhrete ihn wieder urn, daß er Brot aft und Wasser trank in seinem Hause. Und da sie zu Tisch saften, kam das Wort des HERRN zum Propheten, der ihn wieder umgefuhret hatte, und schrie den Mann Gottes an, der von Juda kommen war, und sprach: So spricht der HERR: Darum daß du dem Munde des HERRN bist ungehorsam gewesen und hast nicht gehalten das Gebot, das dir der HERR, dein Gott, geboten hat, und bist umgekehret, hast Brot gegessen und Wasser getrunken an dem Ort, davon er dir sagte: Du sollst weder Brot essen noch Wasser trinken, so soli dein Leichnam nicht in deiner Vater Grab kommen. Und nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, sattelte man den Esel dem Propheten, den er wieder umgefuhret hatte. Und da erwegzog, fand ihn ein Lowe auf dem Wege und totete ihn; und sein Leichnam lag geworfen in dem Wege und der Esel stund neben ihm, und der Lowe stund neben dem Leichnam. Und da Leute vorubergingen, sahen sie den Leichnam in den Weg geworfen und den Lowen bei dem Leichnam stehen; und kamen und sagten es in der Stadt, da der alte Prophet innen wohnete. Da das der Prophet horete, der ihn wieder umgefuhret hatte, sprach er: Es ist der Mann Gottes, der dem Munde des HERRN ist ungehorsam gewesen; darum hat ihn der HERR dem Lowen gegeben, der hat ihn zerbrochen und getotet nach dem Wort, das ihm der HERR gesagt hat. Und sprach zu seinen Sohnen: Sattelt mir den Esel! Und da sie ihn gesattelt hatten, zog er hin und fand seinen Leichnam in den Weg geworfen, und den Esel und den Lowen neben dem Leichnam stehen Der Lowe hatte nichts gefressen vom Leichnam und den Esel nicht zerbrochen. Da hub der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und fuhrete ihn wieder urn; und kam in die Stadt des alten Propheten, daß sie ihn klageten und begruben. Und er legte den Leichnam in sein Grab; und sie klagten ihn: Ach, Bruder! Und da sie ihn begraben hatten, sprach er zu seinen Sohnen: Wenn ich sterbe, so begrabet mich in dem Grabe, da der Mann Gottes innen begraben ist, und leget meine Beine neben seine Beine. Denn es wird geschehen, was er geschrieen hat wider den Altar zu Bethel durch das Wort des HERRN und wider alle Hauser der Hohen, die in den Stadten Samarias sind. Aber nach dieser Geschichte kehrete sich Jerobeam nicht von seinem bosen Wege, sondern verkehrete sich und machte Priester der Hohen von den Geringsten des Volks: Zu wem er Lust hatte, des Hand fullete er, und der ward Priester der Hohe. Und dies geriet zur Sunde dem Hause Jerobeams, daß er verderbet und von der Erde vertilget ward.

Second Reading

Acts 4

Als sie aber zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzaer (die verdroß, daß sie das Volk lehreten und verkundigten an Jesu die Auferstehung von den Toten) und legten die Hande an sie und setzten sie ein bis auf den Morgen; denn es war jetzt Abend. Aber viele unter denen, die dem Wort zuhoreten, wurden glaubig; und ward die Zahl der Manner bei fünftausend. Als es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und Altesten und Schriftgelehrten gen Jerusalem: Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander, und wieviel ihrer waren vom Hohenpriestergeschlecht, und stelleten sie vor sich und fragten sie: Aus welcher Gewalt Oder in welchem Namen habt ihr das getan? Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des Volks und ihr Altesten von Israel, so wir heute werden gerichtet uber dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch welche er ist gesund worden, so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuziget habt, den Gott von den Toten auferwecket hat, stehet dieser allhie vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein worden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden. Sie sahen aber an die Freudigkeit des Petrus und Johannes und verwunderten sich; denn sie waren gewiß, daß es ungelehrte Leute und Laien waren, und kannten sie auch wohl, daß sie mit Jesu gewesen waren. Sie sahen aber den Menschen, der gesund worden war, bei ihnen stehen und hatten nichts dawider zu reden. Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Rat und handelten miteinander und sprachen: Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn das Zeichen, durch sie geschehen, ist kund, offenbar alien, die zu Jerusalem wohnen, und wir konnen's nicht leugnen. Aber auf daß es nicht weiter einreiße unter das Volk, lasset uns ernstlich sie bedrauen, daß sie hinfort keinem Menschen von diesem Namen sagen. Und riefen sie und geboten ihnen, daß sie sich allerdinge nicht horen ließen noch lehreten in dem Namen Jesu. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Richtet ihr selbst, ob's vor Gott recht sei, daß wir euch mehr gehorchen denn Gott. Wir konnen's ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten, was wir gesehen und gehoret haben. Aber sie draueten ihnen und ließen sie gehen und fanden nicht, wie sie sie peinigten, urn des Volks willen; denn sie lobeten alle Gott uber dem, was geschehen war. Denn der Mensch war fiber vierzig Jahre alt, an welchem dies Zeichen der Gesundheit geschehen war. Und als man sie hatte lassen gehen, kamen sie zu den Ihren und verkundigten ihnen, was die Hohenpriester und Altesten zu ihnen gesagt hatten. Da sie das horeten, huben sie ihre Stimme auf einmutiglich zu Gott und sprachen: Herr, der du bist der Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; derdu durch den Mund Davids, deines Knechts, gesagt hast: Warum emporen sich die Heiden, und die Volker nehmen vor, was umsonst ist? Die Konige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich zuhaufe wider den Herrn und wider seinen Christ: wahrlich ja, sie haben sich versammelt fiber dein heiliges Kind Jesum, welchen du gesalbet hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volk Israel, zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor bedacht hat, das geschehen sollte. Und nun, Herr, siehe an ihr Drauen und gib deinen Knechten, mit aller Freudigkeitzu reden dein Wort, und strecke deine Hand aus, daß Gesundheit und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Kindes Jesu. Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Statte; da sie versammelt waren; und wurden alle des Heiligen Geistes voll und redeten das Wort Gottes mit Freudigkeit. Die Menge aber der Glaubigen war ein Herz und eine Seele; auch keiner sagte von seinen Gittern, daß sie sein waren, sondern es war ihnen alles gemein. Und mit großer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesu, und war große Gnade bei ihnen alien. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wieviel ihrer waren, die da Acker Oder Hauser hatten, verkauften sie dieselben und brachten das Geld des verkauften Guts und legten's zu der Apostel Fußen; und man gab einem jeglichen; was ihm not war. Joses aber, mit dem Zunamen von den Aposteln genannt Barnabas (das heißt, ein Sohn des Trostes), vom Geschlecht ein Levit aus Zypern, der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es zu der Apostel Fußen.

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Revelation 3

Und dem Engel der Gemeinde zu Sardes schreibe: Das saget, der die Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich weid deine Werke; denn du hast den Namen, dad du lebest, und bist tot. Sei wacker und starke das andere, das sterben will; denn ich habe deine Werke nicht vollig erfunden vor Gott. So gedenke nun, wie du empfangen und gehoret hast, und halte es und tu Bude! So du nicht wirst wachen, werde ich uber dich kommen wie ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stunde ich uber dich kommen werde. Du hast auch wenig Namen zu Sardes, die nicht ihre Kleider besudelt haben; und sie werden mit mir wandeln in weiden Kleidern; denn sie sind's wert. Wer uberwindet, der soil mit weiden Kleidern angelegt werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt! Und dem Engel der Gemeinde zu Philadelphia schreibe: Das saget der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlussel Davids, der auftut und niemand zuschließet, der zuschließet und niemand auftut: Ich weiß deine Werke. Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tur, und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort behalten und hast meinen Namen nicht verleugnet. Siehe, ich werde geben aus des Satanas Schule, die da sagen, sind Juden, und sind's nicht, sondern lügen. Siehe, ich will sie machen, daß sie kommen sollen und anbeten zu deinen Fußen und erkennen, daß ich dich geliebet habe. Dieweil du hast behalten das Wort meiner Geduid, will ich auch dich behalten vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird uber den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden. Siehe, ich komme bald! Halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme! Wer uberwindet den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und soil nicht mehr hinausgehen. Und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt, von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt! Und dem Engel der Gemeinde zu Laodicea schreibe: Das saget Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Kreatur Gottes: Ich weift deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt Oder warm warest! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich und habe garsattund bedarf nichts, und weiftt nicht, daß du bist elend und jammerlich, arm, blind und bloli. Ich rate dir, daß du Gold von mir kaufest, das mit Feuer durchlautert ist, daß du reich werdest, und weifte Kleider, daß du dich antust, und nicht offenbaret werde die Schande deiner Blofte; und salbe deine Augen mit Augensalbe, daß du sehen mogest. Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleiftig und tu Bufte! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme horen wird und die Tur auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und ermit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen; wie ich überwunden habe und bin gesessen mit meinem Vater auf seinem Stuhl. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt!

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2 Timothy 2:1-13

So sei nun stark, mein Sohn, durch die Gnade in Christo Jesu! Und was du von mir gehoret hast durch viel Zeugen, das befiehl treuen Menschen, die da tuchtig sind, auch andere zu lehren. Leide dich als ein guter Streiter Jesu Christi! Kein Kriegsmann flicht sich in Handel der Nahrung, auf daß er gefalle dem, der ihn angenommen hat. Und sojemand auch kampfet, wird erdoch nicht gekronet, er kampfe denn recht. Es soli aber der Ackermann, der den Acker bauet, der Fruchte am ersten genießen. Merke, was ich sage! Der Herr aber wird dir in alien Dingen Verstand geben. Halt im Gedachtnis Jesum Christum, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium, uber welchem ich leide bis an die Bande als ein Gbeltater. Aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwahlten willen, auf daß auch sie die Seligkeit erlangen in Christo Jesu mit ewiger Herrlichkeit. Das ist je gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben; dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen. Glauben wir nicht, so bleibet er treu; er kann sich selbst nicht leugnen.

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2 Peter 4:1-10

Gospel

Matthew 14

Zu der Zeit kam das Gerucht von Jesu vor den Vierfürsten Herodes. Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Taufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten. Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, gebunden und in das Gefangnis gelegt von wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Weib. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, daß du sie habest. Und er hatte ihn gerne getotet, furchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn fur einen Propheten. Da aber Herodes seinen Jahrestag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl. Darum verhieß, er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie fordern würde. Und als sie zuvor von ihrer Mutter zugerichtet war, sprach sie: Gib mir her auf einer Schussel das Haupt Johannes des Taufers! Und der Konig ward traurig; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische salten, befahl er's ihrzu geben. Und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefangnis. Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schussel und dem Magdlein gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter. Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und kamen und verkundigten das Jesu. Da das Jesus horete, wich ervon dannen auf einem Schiff in eine Wüste allein. Und da das Volk das horete, folgte es ihm nach zu Fu(S aus den Stadten. Und Jesus ging hervor und sah das groiße Volk; und esjammerte ihn derselbigen und heilete ihre Kranken. Am Abend aber traten seine Junger zu ihm und sprachen: Dies ist eine Wüste, und die Nacht fallt daher; laß das Volk von dir, dafi sie hin in die Markte gehen und ihnen Speise kaufen. Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht not, daß sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: Wir haben hier nichtsdenn fünf Brote und zwei Fische. Und er sprach: Bringet mir sie her! Und er hieli das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf gen Himmel und dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und die Junger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was übrigblieb von Brocken, zwolf Korbe voll. Die aber gegessen hatten, derwaren bei fünftausend Mann ohne Weiber und Kinder. Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm herüberfuhren, bis er das Volk von sich lielie. Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg alleine, daß er betete. Und am Abend war er alleine daselbst. Und das Schiff war schon mitten, auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen wider. Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer. Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es istein Gespenst! und schrieen vor Furcht. Und alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so heili mich zu dir kommen auf dem Wasser. Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, dafi er zu Jesu kame. Er sah aber einen starken Wind. Da erschrak er und hub an zu sinken, schrie und sprach: Herr, hilf mir! Jesus aber reckte bald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleinglaubiger, warum zweifeltest du? Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich. Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bistwahrlich Gottes Sohn. Und sie schifften hinüber und kamen in das Land Genezareth. Und da die Leute am selbigen Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten allerlei Ungesunde zu ihm und baten ihn, dafi sie nur seines Kleides Saum anruhreten. Und alle, die da anruhreten, wurden gesund.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 3

Was haben denn die Juden Vorteils, Oder was nutzt die Beschneidung? Zwar fast viel. Zum ersten, ihnen ist vertrauet, was Gott geredet hat. Daft aber etliche nicht glauben an dasselbige, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben? Das sei feme! Es bleibe vielmehr also, daß Gott sei wahrhaftig und alle Menschen falsch; wie geschrieben steht: Auf daß du gerecht seiest in deinen Worten und uberwindest, wenn du gerichtet wirst. Ist's aber also, daß unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preiset, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, daß er daruber zurnet? (Ich rede also auf Menschenweise.) Das sei feme! Wie konnte sonst Gott die Welt richten? Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Luge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als ein Sunder gerichtet werden und nicht vielmehr also tun, wie wir gelastert werden, und wie etliche sprechen, daß wir sagen sollen: Lasset uns Libel tun, auf daß Gutes daraus komme? Welcher Verdammnis ist ganz recht. Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, wie denn geschrieben stehet: Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer; da ist nicht, der verstandig sei; da ist nicht, der nach Gottfrage. Sie sind alle abgewichen und allesamt untuchtig worden; da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Ihrßchlund istein offen Grab; mit ihren Zungen handeln sie truglich; Otterngift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit; ihre Fuße sind eilend, Blut zu vergiefien; in ihren Wegen ist eitel Unfall und Herzeleid und den Weg des Friedens wissen sie nicht. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. Wir wissen aber, daß, was das Gesetz, sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf daß aller Mund verstopfet werde, und alle Welt Gott schuldig sei darum, daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein mag; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbaret und bezeuget durch das Gesetz und die Propheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu alien und auf alle, die da glauben. Denn es ist hier kein Unterschied; sie sind allzumal Sunder und mangeln des Ruhms, den sie an Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlosung, so durch Christum Jesum geschehen ist, welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut.damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete, in dem, daß er Sünde vergibt, welche bis anher geblieben war unter gbttlicher Geduld, auf daß er zu diesen Zeiten darbote die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum. Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist aus. Durch welches Gesetz? durch der Werke Gesetz? Nicht also, sondern durch des Glaubens Gesetz. So halten wir es nun, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott. Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschneidung aus dem Glauben und die Vorhaut durch den Glauben. Wie? heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei feme! sondern wir richten das Gesetz auf.

Gospel

Luke 6:39-49

Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Junger ist nicht über seinen Meister; wenn der Junger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder! Ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler! Zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und besiehe dann, daü du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest. Denn es ist kein guter Baum, derfaule Frucht trage, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage. Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man lieset nicht Feigen von den Dornen auch so lieset man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein boshaftiger Mensch bringt Boses hervor aus dem bosen Schatz. seines Herzens. Denn wes das Herz voil ist, des gehet der Mund über. Was heiliet ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage? Wer zu mir kommt und horet meine Rede und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete und grub tief und legte den Grund auf den Fels. Da aber Gewasser kam, da rili der Strom zum Hause zu und mochte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegrundet. Wer aber horet und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, derein Haus bauete auf die Erde ohne Grund; und der Strom rüi zu ihm zu, und es fiel bald, und das Haus gewann einen großen Rifi.

Gospel

John 5:39-47

Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben darinnen; und sie ist's, die von mir zeuget. Und ihrwollt nicht zu mir kommen, daß ihr das Leben haben mochtet. Ich nehme nicht Ehre von Menschen. Aber ich kenne euch, daß ihr nicht Gottes Liebe in euch habt. Ich bin kommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein anderer wird in seinem eigenen Namen kommen, den werdet ihr annehmen. Wie konnet ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet? Und die Ehre, die von Gott ailein ist, suchet ihr nicht. Ihr sollt nicht meinen, daß ich euch vor dem Vater verklagen werde. Es ist einer, der euch verklaget, der Mose, auf welchen ihr hoffet. Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. So ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben?

Gospel

Matthew 13

An demselbigen Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saft. Und alles Volk stund am Ufer. Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Samann aus zu saen. Und indem ersaete, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vogel und fraften's auf. Etliches fiel in das Steinige; da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürr. Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's. Etliches fiel auf ein gut Land und trug Frucht, etliches hundertfaltig, etliches sechzigfaltig, etliches dreiftigfaltig. Wer Ohren hat zu horen, der hbre! Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, daß ihr, das Geheimnis des Himmelreichs vernehmet; diesen aber ist's nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit horenden Ohren horen sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und uber ihnen wird die Weissagung Jesajas erfullet, die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr horen und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht vernehmen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren horen libel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren horen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hulfe. Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie horen. Wahrlich, ich sage euch: Viel Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. So horet nun ihr dieses Gleichnis von dem Samann! Wenn jemand das Wort von dem Reich horet und nicht verstehet, so kommt der Arge und reiftet es hin, was da gesaet ist in sein Herz; und der ist's, der am Wege gesaet ist. Der aber auf das Steinige gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und dasselbige bald aufnimmt mit Freuden. Aber er hat nicht Wurzel in ihm, sondern erist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Worts willen, so argert ersich bald. Der aber unter die Dornen gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und die Sorge dieser Welt und Betrug des Reichtums erstickt das Wort und bringet nicht Frucht. Der aber in das gute Land gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und verstehet es und dann auch Frucht bringet; und etlichen tragt hundertfaltig, etlicher aber sechzigfaltig, etlicher dreil Jigfaltig. Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker saete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und saete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesaet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daü wir hingehen und es ausjaten? Er aber sprach: Nein, auf daü ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjatet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bundlein, dad man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Ein ander Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und saete auf seinen Acker, welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwachst, so ist es das grblite unter dem Kohl und wird ein Baum, dad die Vogel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen. Ein ander Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengete ihn unter drei Scheffel Mehl, bis dad es gar durchsauert ward. Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, auf dad erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt. Da lied Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Junger traten zu ihm und sprachen: Deute uns dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Erantwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da guten Samen saet. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie saet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjatet und mit Feuer verbrennet, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu horen, der hore! Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden uber denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Und da er eine kostliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fanget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefali zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zahneklappen sein. Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr. Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortragt. Und es begab sich da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen und kam in sein Vaterland und lehrete sie in ihren Schulen, also auch, dafi sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? Ist er nicht eines Zimmermanns Sohn? Heifit nicht seine Mutter Maria und seine Bruder Jakob und Joses und Simon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles? Und argerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterlande und in seinem Hause. Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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