Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Acts 7:17-29

Da nun sich die Zeit der Verheiliung nahete, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrete sich in Agypten, bis daß ein anderer Konig aufkam, der nichts wulite von Joseph. Dieser trieb Hinterlist mit unserm Geschlechte und behandelte unsere Vater ubel und schaffte, dad man die jungen Kindlein hinwerfen mudte, dad sie nicht lebendig blieben. Zu der Zeit ward Mose geboren und war ein fein Kind vor Gott und ward drei Monden ernahret in seines Vaters Hause. Als er aber hingeworfen ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf zu einem Sohn. Und Mose ward gelehret in aller Weisheit der Agypter und war machtig in Werken und Worten. Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er, zu besehen seine Bruder, die Kinder von Israel, und sah einen Unrecht leiden. Da überhalf er und rachete den, dem Leid geschah, und erschlug den Agypter. Er meinete aber, seine Bruder sollten's vernehmen, daß Gott durch seine Hand ihnen Heil gabe; aber sie vernahmen's nicht. Und am andern Tage kam erzu ihnen, da sie sich miteinander haderten, und handelte mit ihnen, daß sie Frieden hatten, und sprach: Liebe Manner, ihr seid Bruder, warum tut einer dem andern Unrecht? Der aber seinem Nachsten Unrecht tat, stieli ihn von sich und sprach: Wer hat dich uber uns gesetzt zum Obersten und Richter? Willst du mich auch toten, wie du gestern den Agypter totetest? Mose aber floh uber dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande Midian. Daselbst zeugete erzwei Sohne.

First Reading

Isaiah 1

Dies ist das Gesicht Jesajas, des Sohns Amoz, welches er sah von Juda und Jerusalem zur Zeit Usias, Jothams, Ahas und Jehiskias, der Konige Judas. Horet, ihr Himmel, und Erde, nimm zu Ohren! Denn der HERR redet: Ich habe Kinder auferzogen und erhohet, und sie sind von mir abgefallen. Ein Ochse kennet seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennet es nicht, und mein Volk vernimmt es nicht. O wehe des sundigen Volks, des Volks von grofter Missetat, des boshaftigen Samens, der schadlichen Kinder, die den HERRN verlassen, den Heiligen in Israel lastern, weichen zuruck! Was soli man weiter an euch schlagen, so ihr des Abweichens nur desto mehr machet? Das ganze Haupt ist krank, das ganze Herz ist matt. Von der Fuftsohle bis aufs Haupt ist nichts Gesundes an ihm, sondern Wunden und Striemen und Eiterbeulen, die nicht geheftet noch verbunden noch mit 01 gelindert sind. Euer Land ist wuste, eure Stadte sind mit Feuer verbrannt; Fremde verzehren eure Acker vor euren Augen, und ist wuste, als das, so durch Fremde verheeret ist. Was aber noch übrig ist von der Tochter Zion, ist wie ein Hauslein im Weinberge, wie eine Nachthutte in den Kurbisgarten, wie eine verheerte Stadt. Wenn uns der HERR Zebaoth nicht ein weniges liefte uberbleiben, so waren wirwie Sodom und gleichwie Gomorrha. Horet des HERRN Wort, ihr Fursten von Sodom; nimm zu Ohren unsers Gottes Gesetz, du Volk von Gomorrha! Was soil mir die Menge eurer Opfer? sprichtder HERR. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fetten von den Gemasteten und habe keine Lust zum Blut der Farren, der Lammer und Bocke. Wenn ihr hereinkommet zu erscheinen vor mir, wer fordert solches von euren Handen, daü ihr auf meinen Vorhof tretet? Bringet nicht mehr Speisopfer so vergeblich! Das Rauchwerk ist mir ein Greuei; der Neumonden und Sabbate, da ihrzusammenkommet und Mühe und Angst habt, deren mag ich nicht. Meine Seele istfeind euren Neumonden und Jahrzeiten; ich bin derselbigen uberdrussig; ich bin's mude zu leiden. Und wenn ihrschon eure Hande ausbreitet, verberge ich doch meine Augen von euch; und ob ihr schon viel betet, hore ich euch doch nicht; denn eure Hande sind voll Bluts. Waschet, reiniget euch, tut euer boses Wesen von meinen Augen, lasset ab vom Bosen! Lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdruckten, schaffetdem Waisen Recht und helfet der Witwen Sache! So kommt dann und laftt uns miteinander rechten, sprichtder HERR. Wenn teure Sünde gleich blutrot ist, soli sie doch schneeweift werden, und wenn sie gleich ist wie Rosinfarbe, soil sie doch wie Wolle werden. Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genieften. Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es. Wie gehet das zu, daü die fromme Stadt zur Hure worden ist? Sie war voll Rechts, Gerechtigkeit wohnete drinnen, nun aber Morder. Dein Silber ist Schaum worden und dein Getrank mit Wasser vermischt. Deine Fursten sind Abtrunnige und Diebsgesellen; sie nehmen alle gerne Geschenke und trachten nach Gaben; dem Waisen schaffen sie nicht Recht, und der Witwen Sache kommt nicht vor sie. Darum spricht der Herr HERR Zebaoth, der Machtige in Israel: 0 weh! Ich werde mich trosten durch meine Feinde und mich rachen durch meine Feinde; und muft meine Hand wider dich kehren und deinen Schaum aufs lauterste fegen und all dein Zinn wegtun und dir wieder Richter geben, wie zuvor waren, und Ratsherren wie im Anfang. Alsdann wirst du eine Stadt der Gerechtigkeit und eine fromme Stadt heiften. Zion muft durch Recht erloset werden und ihre Gefangenen durch Gerechtigkeit, dafi die Ubertreter und Sunder miteinander zerbrochen werden, und die den HERRN verlassen, umkommen. Denn sie mussen zuschanden werden uber den Eichen, da ihr Lust zu habt, und schamrot werden uber den Garten, die ihr erwahlet, wenn ihr sein werdet wie eine Eiche mit durren Blattern und wie ein Garten ohne Wasser; wenn der Schutz wird sein wie Werg und sein Tun wie ein Funke, und beides miteinander angezündet werde, daß niemand losche.

First Reading

2 Samuel 7:18-29

kam David, der Konig, und blieb vordem HERRN und sprach: Wer bin ich, Herr, HERR, und was ist mein Haus, daß du mich bis hieher gebracht hast? Dazu hast du das zu wenig geachtet, Herr, HERR, sondern hast dem Hause deines Knechts noch von fernem Zukünftigen geredet. Das ist eine Weise eines Menschen, der Gott der HERR ist. Und was soli David mehr reden mit dir? Du erkennest deinen Knecht, Herr, HERR! Urn deines Worts willen und nach deinem Herzen hast du solche grofte Dinge alle getan, daß du sie deinem Knechte kundtatest. Darum bist du auch graft geachtet, HERR Gott; denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott, denn du, nach allem, das wir mit unsern Ohren gehoret haben. Denn wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, urn welches willen Gott ist hingegangen, ihm ein Volk zu erlosen und ihm einen Namen zu machen und solch grofte und schreckliche Dinge zu tun auf demem Lande vor deinem Volk, welches du dir erloset hast von Agypten, von den Heiden und ihren Gottern? Und du hast dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum Volk in Ewigkeit; und du, HERR, bist ihr Gott worden. So bekraftige nun, HERR Gott, das Wort in Ewigkeit, das du uber deinen Knecht und fiber sein Haus geredet hast, und tue, wie du geredet hast: so wird dein Name grofi werden in Ewigkeit, daß man wird sagen: Der HERR Zebaoth ist der Gott uber Israel. Und das Haus deines Knechts David wird bestehen vor dir. Denn du, HERR Zebaoth, du Gott Israels, hast das Ohr deines Knechts geoffnet und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Knecht sein Herz funden, daß er dies Gebet zu dir betet. Nun, Herr, HERR, du bist Gott, und deine Worte werden Wahrheit sein. Du hast solches Gut uber deinen Knecht geredet. So hebe nun an und segne das Haus deines Knechts, daß es ewiglich vor dir sei; denn du, Herr, HERR, hast's geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechts Haus gesegnet werden ewiglich.

Morning Prayer — First Lesson

1 Kings 14

Zu der Zeit war Abia, derßohn Jerobeams, krank. Und Jerobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich auf und verstelle dich, daß niemand merke, daß du Jerobeams Weib seiest, und gehe hin gen Silo. Siehe, daselbst ist der Prophet Ahia, der mir geredet hat, daß ich sollte Konig sein uber dies Volk. Und nimm mitdirzehn Brote und Kuchen und einen Krug mit Honig; und komm zu ihm, daß erdir sage, wie es dem Knaben gehen wird. Und das Weib Jerobeams tat also; und machte sich auf und ging hin gen Silo und kam ins Haus Ahias. Ahia aber konnte nicht sehen; denn seine Augen starreten vor Alter. Aber der HERR sprach zu Ahia: Siehe, das Weib Jerobeams kommt, daß sie von dir eine Sache frage urn ihren Sohn; denn er ist krank. So rede nun mit ihr so und so. Da sie nun hineinkam, stellete sie sich fremd. Als aber Ahia horete das Rauschen ihrer Fülie zur Tur hineingehen, sprach er: Komm herein, du Weib Jerobeams, warum stellest du dich so fremd? Ich bin zu dir gesandt ein harter Bote. Gehe hin und sage Jerobeam: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich erhaben aus dem Volk und zum Fursten uber mein Volk Israel gesetzt; und habe das Konigreich von Davids Hause gerissen und dir gegeben. Du aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote hielt und wandelte mir nach von ganzem Herzen, daß er tat, was mir nur wohlgefiel; und hast übel getan uber alle, die vor dir gewesen sind, bist hingegangen und hast dir andere Gotter gemacht und gegossene Bilder, daß du mich zu Zorn reizetest, und hast mich hinter deinen Rücken geworfen. Darum siehe, ich will Unglück liber das Haus Jerobeams führen und ausrotten an dem Jerobeam auch den, der an die Wand pisset, den Verschlossenen und Verlassenen in Israel; und will die Nachkommen des Hauses Jerobeam ausfegen, wie man Kot ausfeget, bis ganz mit ihm aus sei. Wer von Jerobeam stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vogel des Himmels fressen; denn der HERR hat es geredet. So mache du dich auf und gehe heim. Und wenn dein Fufi zur Stadt eintritt, wird das Kind sterben. Und es wird ihn das ganze Israel klagen und werden ihn begraben. Denn dieser allein von Jerobeam wird zu Grabe kommen, darum daß etwas Gutes an ihm erfunden ist vor dem HERRN, dem Gott Israels, im Hause Jerobeams. Der HERR aber wird ihm einen Konig uber Israel erwecken, der wird das Haus Jerobeams ausrotten des Tages. Und was ist nun gemacht? Und der HERR wird Israel schlagen, gleichwie das Rohr im Wasser beweget wird, und wird Israel ausreilien von diesem guten Lande, das er ihren Vatern gegeben hat, und wird sie streuen uber das Wasser, darum daß sie ihre Haine gemacht haben, den HERRN zu erzurnen. Und wird Israel ubergeben urn der Sünden willen Jerobeams, der da gesundiget hat und Israel hat sundigen gemacht. Und das Weib Jerobeams machte sich auf, ging hin und kam gen Thirza. Und da sie auf die Schwelle des Hauses kam, starb der Knabe. Und sie begruben ihn, und ganz Israel klagte ihn nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia, den Propheten. Was mehrvon Jerobeam zu sagen ist, wie er gestritten und regieret hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Israels. Die Zeit aber, die Jerobeam regierte, sind zweiundzwanzig Jahre. Und entschlief mit seinen Vatern; und sein Sohn Nadab ward Konig an seiner Statt. So war Rehabeam, der Sohn Salomos, Konig in Juda. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, da er Konig ward und regierete siebenzehn Jahre zu Jerusalem, in der Stadt, die der HERR erwahlet hatte aus alien Stammen Israels, daß er seinen Namen daselbst hinstellete. Seine Mutter hieli Naema, eine Ammonitin. Und Juda tat, das dem HERRN libel gefiel; und reizten ihn zu Eifer, mehr denn alles, das ihre Vater getan hatten mit ihren Sünden, die sie taten. Denn sie baueten ihnen auch Hohen, Saulen und Haine auf alien hohen Hügeln und unter alien grünen Baumen. Es waren auch Hurer im Lande; und sie taten alle die Greuel der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte. Aber im fünften Jahr des Konigs Rehabeam zog Sisak, der Konig in Agypten, herauf wider Jerusalem. Und nahm die Schatze aus dem Hause des HERRN und aus dem Hause des Konigs und alles, was zu nehmen war, und nahm alle güldenen Schilde, die Salomo hatte lassen machen; an welcher Statt lieli der Konig Rehabeam eherne Schilde machen und befahl sie unter die Hand der obersten Trabanten, die der Tür hüteten am Hause des Konigs. Und so oft der Konig in das Haus des HERRN ging, trugen sie die Trabanten und brachten sie wieder in der Trabanten Kammer. Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist, und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Judas. Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang. Und Rehabeam entschlief mit seinen Vatern und ward begraben mit seinen Vatern in der Stadt Davids. Und seine Mutter hieß Naema, eine Ammonitin. Und sein Sohn Abiam ward Konig an seiner Statt.

Epistle

1 Peter 5:1-4;5:10-11

Die Altesten, so unter euch sind, ermahne ich, der Mitalteste und Zeuge der Leiden, die in Christo sind, und teilhaftiq der Herrlichkeit, die offenbaret werden soil: Weidet die Herde Christi, so euch befohlen ist, und sehetwohl zu, nicht gezwungen, sondern williglich, nicht urn schandlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund, nicht als die uber das Volk herrschen, sondern werdet Vorbilder der Herde; so werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Ehren empfangen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, starken, kraftigen, grunden. Demselbigen sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

First Reading

Exodus 22

Wenn ein Dieb ergriffen wird, daß er einbricht, und wird drob geschlagen, daß er stirbt, so soil man kein Blutgericht uber jenen lassen gehen. Ist aber die Sonne uber ihm aufgegangen, so soil man das Blutgericht gehen lassen. Es soil aber ein Dieb wiedererstatten. Hat er nichts, so verkaufe man ihn urn seinen Diebstahl. Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei Ochse, Esel Oder Schaf, so soil er's zwiefaltig wiedergeben. Wenn jemand einen Acker Oder Weinberg beschadiget, daß er sein Vieh lasset Schaden tun in eines andern Acker, der soil von dem Besten auf seinem Acker und Weinberge wiedererstatten. Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennet die Garben Oder Getreide, das noch stehet, Oder den Acker, so soil der wiedererstatten, der das Feuer angezundet hat. Wenn jemand seinem Nachsten Geld Oder Gerate zu behalten tut, und wird demselbigen aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soil er's zwiefaltig wiedergeben. Findet man aber den Dieb nicht, so soli man den Hauswirt vor die Gotter bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Nachsten Habe gelegt. Wo einerden andern schuldiget urn einigerlei Unrecht, es sei urn Ochsen Oder Esel Oder Schaf Oder Kleider Oder allerlei, das verloren ist, so sollen beider Sachen vor die Gotter kommen. Welchen die Gotter verdammen, der soil's zwiefaltig seinem Nachsten wiedergeben. Wenn jemand seinem Nachsten einen Esel Oder Ochsen Oder Schaf Oder irgend ein Vieh zu behalten tut, und stirbt ihm, Oder wird beschadiget, Oder wird ihm weggetrieben, daß es niemand siehet, so soil man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HERRN kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Nachsten Habe gelegt; und des Guts Herr soil's annehmen, daß jener nicht bezahlen musse. Stiehlt es ihm aber ein Dieb, so soil er's seinem Herm bezahlen. Wird es aberzerrissen, so soil er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen. Wenn es jemand von seinem Nachsten entlehnet, und wird beschadiget Oder stirbt, daß sein Herr nicht dabei ist, so soil er's bezahlen. Ist aber sein Herr dabei, so soil er's nicht bezahlen, so er's urn sein Geld gedinget hat. Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht vertrauet ist, und beschlaft sie, der soil ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben. Weigertsich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, so soil er Geld darwagen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebuhrt. Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. Wer ein Vieh beschlaft, der soil des Todes sterben. Wer den Gottern opfert, ohne dem HERRN allein, der sei verbannet, Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrucken; denn ihrseid auch Fremdlinge in Agyptenland gewesen. Ihr sollt keine Witwen und Waisen beleidigen. Wirst du sie beleidigen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhoren; so wird mein Zorn ergrimmen, daß ich euch mit dem Schwert tote und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden. Wenn du Geld leihest meinem Volk, das arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden dringen und keinen Wucher auf ihn treiben. Wenn du von deinem Nachsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergehet. Denn sein Kleid ist seine einige Decke seiner Haut, darin er schlaft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich, ihn erhoren; denn ich bin gnadig. Den Gottern sollst du nicht fluchen und den Obersten in deinem Volk sollst du nicht lastern. Deine Fulle und Tranen sollst du nicht verziehen. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben. So sollstdu auch tun mit deinem Ochsen und Schaf. Sieben Tage laß, es bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du mir's geben. Ihr sollt heilige Leute vor mir sein: darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern vor die Hunde werfen.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 3

Zu der Zeit kam Johannes der Taufer und predigte in der Wuste des judischen Landes und sprach: Tut Bufie; das Himmelreich ist nahe herbeikommen! Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet dem Herrn den Weg und machet richtig seine Steige! Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel urn seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze judische Land und alle Lander an dem Jordan und liefien sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sunden. Da er nun viel Pharisaer und Sadduzaer sah zu seiner Taufe kommen, sprach erzu ihnen: Ihr Otterngezuchte, wer hat denn euch geweiset, dafi ihr dem kunftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Fruchte der Bulie! Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Baumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Bulie; der aber nach mir kommt, ist starker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer Zu der Zeit kam Jesus aus Galilaa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen lielie. Aber Johannes wehrete ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und du kommest zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lali jetzt also sein; also gebuhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfullen. Da lieli er's ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf uber ihm. Und Johannes sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und uber ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.

Responsorial Psalm

Psalm 46

Ein Lied der Kinder Korah von der Jugend, vorzusingen. Gott ist unsere Zuversicht und Starke, eine Hilfe in den grolien Noten, die uns getroffen haben. Darum furchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sanken, wenngleich das Meer wütete und wallete und von seinem Ungestum die Berge einfielen. Sela. Dennoch soil die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brunnlein, da die heiligen Wohnungen des Hochsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr fruhe. Die Heiden müssen verzagen und die Konigreiche fallen; das Erdreich muli vergehen, wenn er sich horen lafit. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela. Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch Zerstoren anrichtet, der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spielie zerschlagt und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid stille und erkennet, daü ich Gott bin! Ich will Ehre einlegen unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.

Gospel

Matthew 16:13-19

Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Casarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wersagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Taufer; die andern, du seiest Elia; etliche, du seiest Jeremia Oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Holle sollen sie nicht uberwaltigen. Und will dir des Himmelreichs Schlussel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soil auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden losen wirst, soil auch im Himmel los sein.

Responsorial Psalm

Psalm 116

Das ist mir lieb, daß der HERR meine Stimme und mein Flehen horet, daß er sein Ohr zu mir neiget; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen. Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Angst der Holle hatte mich getroffen; ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: 0 HERR, errette meine Seele! Der HERR ist gnadig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der HERR behutet die Einfaltigen. Wenn ich unterliege, so hilft er mir. Sei nun wiederzufrieden, meine Seele; denn der HERR tut dir Gutes. Denn du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den Tranen, meinen Fu(i vom Gleiten. Ich will wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. Ich glaube, darum rede ich. Ich werde aber sehrgeplagt. Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner. Wie soil ich dem HERRN vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut? Ich will den heilsamen Kelch nehmen und des HERRN Namen predigen. Ich will meine Gelubde dem HERRN bezahlen vor all seinem Volk. Der Tod seiner Heiligen ist wert gehalten vor dem HERRN. 0 HERR, ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht, deiner Magd Sohn. Du hast meine Bande zerrissen. Dir will ich Dankopfern und des HERRN Namen predigen. Ich will meine Gelubde dem HERRN bezahlen vor all seinem Volk, in den Hofen am Hause des HERRN, in dir, Jerusalem. Halleluja!

Responsorial Psalm

Psalm 125

Ein Lied im hohern Chor. Die auf den HERRN hoffen, die werden nicht fallen, sondern ewiglich bleiben wie der Berg Zion. Urn Jerusalem her sind Berge; und der HERR ist urn sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit. Denn der Gottlosen Zepter wird nicht bleiben fiber dem Hauflein der Gerechten, auf dafi die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit. HERR, tu wohl den guten und frommen Herzen! Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der HERR wegtreiben mit den Ubeltatern. Aber Friede sei fiber Israel!

Responsorial Psalm

Psalm 123

Ein Lied im hohern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu dir, derdu im Himmel sitzest. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hande ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hande ihrer Frauen, also sehen unsere Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnadig werde. Sei uns gnadig, HERR, sei uns gnadig; denn wir sind sehr voll Verachtung. Sehr voll ist unsere Seele der Stolzen Spott und der Hoffartigen Verachtung.

Evening Prayer — First Lesson

1 Kings 15

Im achtzehnten Jahrdes Konigs Jerobeam, des Sohns Nebats, ward Abiam Konig in Juda; und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Maecha, eine Tochter Abisaloms. Und erwandelte in alien Sunden seines Vaters, die er vor ihm getan hatte und sein Herz war nicht rechtschaffen an dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. Denn urn Davids willen gab der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte zu Jerusalem, daß er seinen Sohn nach ihm erweckte und erhielt zu Jerusalem, darum daß David getan hatte, das dem HERRN wohlgefiel, und nicht gewichen war von allem, das er ihm gebot sein Leben lang, ohne in dem Handel mit Uria, dem Hethiter. Es war aber ein Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam sein Leben lang. Was aber mehr von Abiam zu sagen ist, und alles, was er getan hat; siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Judas. Es war aber Krieg zwischen Abiam und Jerobeam. Und Abiam entschlief mit seinen Vatern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und Assa, sein Sohn, ward Konig an seiner Statt. Im zwanzigsten Jahrdes Konigs Jerobeam uber Israel ward Assa Konig in Juda. Und regierte einundvierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Maecha, eine Tochter Abisaloms. Und Assa tat, das dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David. Und tat die Hurer aus dem Lande und tat ab alle Gotzen, die seine Vater gemacht hatten. Dazu setzte er auch seine Mutter Maecha ab vom Amt, das sie dem Miplezeth gemacht hatte im Haine. Und Assa rottete aus ihren Miplezeth und verbrannte ihn im Bach Kidron. Aber die Hohen taten sie nicht ab. Doch war das Herz Assas rechtschaffen an dem HERRN sein Leben lang. Und das Silber und Gold und Gefal J, das sein Vater geheiliget hatte, und was geheiliget war zum Hause des HERRN brachte erein. Und es war Streit zwischen Assa und Baesa, dem Konige Israels, ihr Leben lang. Baesa aber, der Konig Israels, zog herauf wider Juda und bauete Rama, daß niemand sollte aus und einziehen auf Assas Seiten, des Konigs Judas. Da nahm Assa alles Silber und Gold, das ubrig war im Schatz des Hauses des HERRN und im Schatz des Hauses des Konigs, und gab's in seiner Knechte Hande; und sandte sie zu Benhadad, dem Sohn Tabrimons, des Sohns Hesions, dem Konige in Syrien, der zu Damaskus wohnete, und lieli ihm sagen: Es ist ein Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater; darum schicke ich dir ein Geschenk, Silber und Gold, dafj du fahren lassest den Bund, den du mit Baesa, dem Konige Israels, hast, daß er von mir abziehe. Benhadad gehorchte dem Konige Assa und sandte seine Hauptleute wider die Stadte Israels und schlug Ijon und Dan und Abel-Beth-Maecha, das ganze Cinneroth, an dem ganzen Lande Naphthali. Da das Baesa horete, lieli er ab, zu bauen Rama, und zog wieder gen Thirza. Der Konig Assa aber lieli erschallen im ganzen Juda: Hie sei niemand ausgenommen! Und sie nahmen die Steine und Holz von Rama weg, damit Baesa gebauet hatte; und der Konig Assa bauete damit Geba-Benjamin und Mizpa. Was aber mehr von Assa zu sagen ist, und alle seine Macht und alles, was er getan hat, und die Stadte, die er gebauet hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Judas; ohne daß er in seinem Alter an seinen Fülien krank war. Und Assa entschlief mit seinen Vatern und ward begraben mit seinen Vatern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Josaphat, sein Sohn, ward Konig an seiner Statt. Nadab aber, der Sohn Jerobeams, ward Konig uber Israel im andern Jahr Assas, des Konigs Judas, und regierte uber Israel zwei Jahre. Und tat, das dem HERRN übel gefiel, und wandelte in dem Wege seines Vaters und in seiner Sünde, damit er Israel hatte sundigen gemacht. Aber Baesa, der Sohn Ahias, aus dem Hause Isaschar, machte einen Bund wider ihn und schlug ihn zu Gibethon, welche war der Philister. Denn Nadab und das ganze Israel belagerten Gibethon. Also totete ihn Baesa im dritten Jahr Assas, des Konigs Judas, und ward Konig an seiner Statt. Als er nun Konig war, schlug er das ganze Haus Jerobeams und lieli nicht uber etwas, das den Odem hatte von Jerobeam, bis er ihn vertilgte; nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia von Silo, urn der Sünde willen Jerobeams, die er tat und damit Israel sundigen machte, mit dem Reizen, damit er den HERRN, den Gott Israels, erzümete. Was aber mehr von Nadab zu sagen ist, und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Israels. Und es war Krieg zwischen Assa und Baesa, dem Konige Israels, ihr Leben lang. Im dritten Jahr Assas, des Konigs Judas, ward Baesa, der Sohn Ahias, Konig uber das ganze Israel zu Thirza vierundzwanzig Jahre. Und tat, das dem HERRN ubel gefiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner Sünde, damit er Israel hatte sundigen gemacht.

Second Reading

Acts 5

Ein Mann aber mit Namen Ananias samt seinem Weibe Saphira verkaufte seine Güter und entwandte etwas vom Gelde mit Wissen seines Weibes und brachte einen Teil und legte es zu der Apostel Fußen. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfullet, daß du dem Heiligen Geist logest und entwendetest etwas vom Gelde des Ackers? Hattest du ihn doch wohl mogen behalten, da du ihn hattest, und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott gelogen. Da Ananias aber diese Worte horete, fiel er nieder und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies horeten. Es stunden aber die Junglinge auf und taten ihn beiseit und trugen ihn hinaus und begruben ihn. Und es begab sich uber eine Weile, bei drei Stunden, kam sein Weib hinein und wußte nicht, was geschehen war. Aber Petrus antwortete ihr: Sage mir, habt ihr den Acker so teuer verkauft? Sie sprach: Ja, so teuer. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins worden, zu versuchen den Geist des Herrn? Siehe, die Fitße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden dich hinaustragen. Und alsbald fiel sie zu seinen Fußen und gab den Geist auf. Da kamen die Junglinge und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann. Und es kam eine große Furcht fiber die ganze Gemeinde und fiber alle, die solches horeten. Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Voik durch der Apostel Hande, und waren alle in der Halle Salomos einmutiglich. Derandern aberdurfte sich keiner zu ihnen tun, sondern das Volk hielt groß von ihnen. Es wurden aber je mehr zugetan, die da glaubeten an den Herrn, eine Menge der Manner und der Weiber, also daß sie die Kranken auf die Gassen heraustrugen und legeten sie auf Betten und Bahren, auf daß, wenn Petrus kame, sein Schatten ihrer etliche überschattete. Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Stadten gen Jerusalem und brachten die Kranken, und die von unsaubern Geistern gepeiniget waren; und wurden alle gesund. Es stund aber auf der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, welches ist die Sekte der Sadduzaer, und wurden voll Eifers und legten die Hande an die Apostel und warfen sie in das gemeine Gefangnis. Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Tur des Gefangnisses auf und fuhrete sie heraus und sprach: Gehet hin und tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens. Da sie das gehort hatten, gingen sie frith in den Tempel und lehreten. Der Hohepriester aber kam, und die mit ihm waren, und riefen zusammen den Rat und aile Altesten der Kinder von Israel und sandten hin zum Gefangnis, sie zu holen. Die Diener aber kamen dar und fanden sie nicht im Gefangnis, kamen wieder und verkündigten und sprachen: Das Gefangnis fanden wir verschlossen mit allem Fleiß und die Hitter außen stehen vor den Türen; aber da wir auftaten, fanden wir niemand drinnen. Da diese Rede horeten der Hohepriester und der Hauptmann des Tempels und andere Hohepriester, wurden sie daruber betreten, was doch das werden wollte. Da kam einer dar, der verkitndigte ihnen: Siehe, die Manner, die ihr ins Gefangnis geworfen habt, sind im Tempel, stehen und lehren das Volk. Da ging hin der Hauptmann mit den Dienern und holeten sie, nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, daß sie nicht gesteiniget wurden. Und als sie sie brachten, stelleten sie sie vor den Rat. Und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr nicht sollt lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfullet mit eurer Lehre und wollt dieses Menschen Blut uber uns führen. Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man muü Gott mehrgehorchen denn den Menschen. Der Gott unserer Vater hat Jesum auferwecket, welchen ihr erwurget habt und an das Holz gehanget. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhohet zu einem Fursten und Heiland, zu geben Israel Bulie und Vergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen uber diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen. Da sie das horeten, ging's ihnen durchs Herz, und dachten sie zu toten. Da stund aber auf im Rat ein Pharisaer mit Namen Gamaliel, ein Schriftgelehrter, wohl gehalten vor allem Volk, und hiefi die Apostel ein wenig hinaustun und sprach zu ihnen: Ihr Manner von Israel, nehmet euer selbst wahr an diesen Menschen, was ihr tun sollt. Vor diesen Tagen stund auf Theudas und gab vor, erware etwas, und hingen an ihm eine Zahl Manner, bei vierhundert; der ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet und zunichte worden. Danach stund auf Judas aus Galilaa in den Tagen der Schatzung und machte viel Volks abfallig ihm nach; und der ist auch umkommen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet. Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie fahren! Ist der Rat Oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen; ist's aber aus Gott, so konnet ihr's nicht dampfen, auf daß ihr nicht erfunden werdet, als die wider Gott streiten wollen. Da fielen sie ihm zu und riefen den Aposteln, staupeten sie und geboten ihnen, sie sollten nicht reden in dem Namen Jesu, und lielien sie gehen. Sie gingen aber frohlich von des Rats Angesicht, daß sie würdig gewesen waren, urn seines Namens willen Schmach zu leiden; und hdreten nicht auf alle Tage im Tempel und hin und her in Hausern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesu Christo.

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Revelation 4

Danach sah ich, und siehe, eine Tur ward aufgetan im Himmel; und die erste Stimme, die ich gehoret hatte mit mir reden als eine Posaune, die sprach: Steig her; ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soil. Und alsobald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl ward gesetzt im Himmel, und auf dem Stuhl saft einer. Und der da saft, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sardis; und ein Regenbogen war urn den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd. Und urn den Stuhl waren vierundzwanzig Stühle; und auf den Stühlen saften vierundzwanzig Alteste, mit weiften Kleidern angetan, und hatten auf ihren Hauptern güldene Kronen. Und von dem Stuhl gingen aus Blitze, Donner und Stimmen; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Stuhl, welches sind die sieben Geister Gottes. Und vor dem Stuhl war ein glasern Meer gleich dem Kristall und mitten im Stuhl und urn den Stuhl vier Tiere voll Augen, vorne und hinten. Und das erste Tier war gleich einem Lowen, und das andere Tier war gleich einem Kalbe, und das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch und das vierte Tier gleich einem fliegenden Adler. Und ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flugel umher, und waren inwendig voll Augen; und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmachtige, der da war, und der da ist, und der da kommt! Und da die Tiere gaben Preis und Ehre und Dank dem, der auf dem Stuhl saft, der da lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit, fielen die vierundzwanzig Altesten vor den, der auf dem Stuhl saft, und beteten an den, der da lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit, und warfen ihre Kronen vor den Stuhl und sprachen: Herr, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und sind geschaffen.

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2 Timothy 2:14-26

Solches erinnere sie und bezeuge vordem Herrn, daß sie nicht um Worte zanken, welches nichts nütze ist, denn zu verkehren, die da zuhoren. Befleilüge dich, Gott zu erzeigen einen rechtschaffenen, unstraflichen Arbeiter, der da recht teile das Wort der Wahrheit. Des ungeistlichen; losen Geschwatzes entschlage dich; denn es hilft viel zum ungottlichen Wesen. Und ihr Wort frifit um sich wie der Krebs, unter welchen ist Hymenaus und Philetus, welche der Wahrheit gefehlet haben und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und haben etlicher Glauben verkehret. Aber der feste Grund Gottes bestehet und hat dieses Siegel: Der Herr kennet die Seinen, und: Es trete ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen Christi nennet. In einem grolien Hause aber sind nicht allein guldene und silberne Gefalie, sondern auch holzerne und irdene und etliche zu Ehren, etliche aberzu Unehren. So nun jemand sich reiniget von solchen Leuten, der wird ein geheiliget Fali sein zu Ehren, dem Hausherrn brauchlich und zu allem guten Werk bereitet. Flieh die Luste der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit alien, die den Herrn anrufen von reinem Herzen. Aber der torichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebaren. Ein Knecht aber des Herrn soil nicht zankisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaftig, der die Bosen tragen kann mit Sanftmut und strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gabe die Wahrheit zu erkennen, und wieder nuchtern wurden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.

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1 John 4:1-10

Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prufet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeglicher Geist, der da bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist von Gott; und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehoret, daß er kommen werde, und ist jetzt schon in der Welt. Kindlein, ihrseid von Gott und habtjene überwunden; denn der in euch ist, ist grolier, denn der in der Welt ist. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt horet sie. Wir sind von Gott, und wer Gott erkennet, der horet uns; welcher nicht von Gott ist, der horet uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott; und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht liebhat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe: Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern dad er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versohnung fur unsere Sünden.

Gospel

Matthew 15

Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jungerzu ihm und sprachen: Weifit du auch, daß sich die Pharisaer argerten, da sie das Wort horeten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aberein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstandig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingehet, das gehet in den Bauch und wird durch den naturlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das verunreiniget den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lasterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Handen essen verunreiniget den Menschen nicht. Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kanaanaisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochterwird vom Teufel ubel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Lali sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: 0 Weib, dein Glaube ist groli; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus ging von dannen furbai J, und kam an das galilaischen Meer und ging auf einen Berg und setzte sich allda. Und es kam zu ihm viel Volks die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viel andere und warfen sie Jesu vor die Fülie; und er heilete sie, daß sich das Volk verwunderte, da sie sahen, daß die Stummen redeten, die Kruppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen, und preiseten den Gott Israels. Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammed mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm seine Jünger: Woher mogen wir so viel Brots nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sattigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wieviel Brots habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein. Und er hieti das Volk sich lagern auf die Erde. Und nahm die sieben Brote und die Fische, dankete, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was überblieb von Brocken, sieben Korbe voll. Und die da gegessen hatten, der waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder. Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in die Grenze Magdala.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 4

Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, daß ergefunden habe nach dem Fleisch? Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat erwohl Ruhm, aber nicht vor Gott. Was sagt denn die Schrift? Abraham hat Gott geglaubet, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Dem aber, der mit Werken umgehet, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. Dem aber, der nicht mit Werken umgehet, glaubet aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. Nach welcher Weise auch David sagt, daß die Seligkeit sei allein des Menschen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke, da er spricht: Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind, und welchen ihre Sunden bedecket sind. Selig ist der Mann, welchem Gott keine Sünde zurechnet. Nun, diese Seligkeit, gehet sie uber die Beschneidung Oder uber die Vorhaut? Wir mussen je sagen, daß Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet. Wie ist er ihm denn zugerechnet, in der Beschneidung Oder in der Vorhaut? Ohne Zweifel nicht in der Beschneidung, sondern in der Vorhaut. Das Zeichen aber der Beschneidung empfing er zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er noch in der Vorhaut hatte, auf daß er würde ein Vater aller, die da glauben in der Vorhaut, daß denselbigen solches auch gerechnet werde zur Gerechtigkeit und würde auch ein Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die von der Beschneidung sind, sondern auch derer, die wandeln in den Fufttapfen des Glaubens, welcher war in der Vorhaut unsers Vaters Abraham. Denn die Verheiftung, daß er sollte sein der Welt Erbe, ist nicht geschehen Abraham Oder seinem Samen durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. Denn wo die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube nichts, und die Verheißung ist ab. Sintemal das Gesetz richtet nur Zorn an; denn wo das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Ubertretung. Derhalben muiß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf daß sie sei aus Gnaden, und die Verheiftung test bleibe allem Samen, nicht dem alleine, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater, wie geschrieben stehet: Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Heiden vor Gott, dem du geglaubet hast, der da lebendig machet die Toten und rufet dem, das nicht ist, daß es sei. Und er hat geglaubet auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf daß er würde ein Vater vieler Heiden, wie denn zu ihm gesagt ist: Also soli dein Same sein. Und erward nichtschwach imßlauben, sah auch nicht an seinen eigenen Leib, welcher schon erstorben war, weil er fast hundertjahrig war, auch nicht den erstorbenen Leib der Sara. Denn er zweifelte nicht an der Verheiliung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wuftte aufs allergewisseste, dad, was Gott verheiftet, das kann er auch tun. Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. Das ist aber nicht geschrieben allein urn seinetwillen, dad es ihm zugerechnet ist, sondern auch um unsertwillen, welchen es soli zugerechnet werden, so wir glauben an den, der unsern Herrn Jesum auferwecket hat von den Toten. welcher ist um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket.

Gospel

Luke 7:1-17

Nachdem er aber vor dem Volk ausgeredet hatte, ging ergen Kapernaum. Und eines Hauptmanns Knecht lag todkrank, den er wert hielt. Da er aber von Jesu horete, sandte er die Altesten der Juden zu ihm und bat ihn, daß er kame und seinen Knecht gesund machte. Da sie aber zu Jesu kamen, baten sie ihn mit Fleiß und sprachen: Er ist es wert, daß du ihm das erzeigest; denn er hat unser Volk lieb, und die Schule hat er uns erbauet. Jesus aber ging mit ihnen hin. Da sie aber nun nicht feme von dem Hause waren, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Ach Herr, bemuhe dich nicht! Ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest; darum ich auch mich selbst nicht wurdig geachtet habe, daß ich zu dir kame; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knabe gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Kriegsknechte unter mir und spreche zu einem: Gehe hin! so geht er hin, und zum andern: Komm her! so kommt er, und zu meinem Knecht: Tu das! so tuter's. Da aber Jesus das horete, verwunderte er sich sein und wandte sich urn und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht funden. Und da die Gesandten wiederum nach Hause kamen, fanden sie den kranken Knecht gesund. Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Junger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe. Und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und ruhrete den Sarg an. Und die Trager stunden. Und er sprach: Jungling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze judische Land und in alle umliegenden Lander.

Gospel

John 6:1-14

Danach fuhr Jesus weg uber das Meer an der Stadt Tiberias in Galilaa. Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jungern. Es war aber nahe Ostern, der Juden Fest. Da hub Jesus seine Augen auf und siehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, daß diese essen? (Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wuftte wohl, was er tun wollte.) Philippus antwortete ihm: Fur zweihundert Pfennig Brot ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Junger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere! Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei funftausend Mann. Jesus aber nahm die Brote, dankete und gab sie den Jungern, die Junger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigengleichen auch von den Fischen, wieviel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jungern: Sammelt die ubrigen Brocken, daß nichts umkomme! Da sammelten sie und fülleten zwolf Korbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die uberblieben denen, die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soil!

Gospel

Matthew 14

Zu der Zeit kam das Gerucht von Jesu vor den Vierfürsten Herodes. Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Taufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten. Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, gebunden und in das Gefangnis gelegt von wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Weib. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, daß du sie habest. Und er hatte ihn gerne getotet, furchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn fur einen Propheten. Da aber Herodes seinen Jahrestag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl. Darum verhieß, er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie fordern würde. Und als sie zuvor von ihrer Mutter zugerichtet war, sprach sie: Gib mir her auf einer Schussel das Haupt Johannes des Taufers! Und der Konig ward traurig; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische salten, befahl er's ihrzu geben. Und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefangnis. Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schussel und dem Magdlein gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter. Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und kamen und verkundigten das Jesu. Da das Jesus horete, wich ervon dannen auf einem Schiff in eine Wüste allein. Und da das Volk das horete, folgte es ihm nach zu Fu(S aus den Stadten. Und Jesus ging hervor und sah das groiße Volk; und esjammerte ihn derselbigen und heilete ihre Kranken. Am Abend aber traten seine Junger zu ihm und sprachen: Dies ist eine Wüste, und die Nacht fallt daher; laß das Volk von dir, dafi sie hin in die Markte gehen und ihnen Speise kaufen. Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht not, daß sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: Wir haben hier nichtsdenn fünf Brote und zwei Fische. Und er sprach: Bringet mir sie her! Und er hieli das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf gen Himmel und dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und die Junger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was übrigblieb von Brocken, zwolf Korbe voll. Die aber gegessen hatten, derwaren bei fünftausend Mann ohne Weiber und Kinder. Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm herüberfuhren, bis er das Volk von sich lielie. Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg alleine, daß er betete. Und am Abend war er alleine daselbst. Und das Schiff war schon mitten, auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen wider. Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer. Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es istein Gespenst! und schrieen vor Furcht. Und alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so heili mich zu dir kommen auf dem Wasser. Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, dafi er zu Jesu kame. Er sah aber einen starken Wind. Da erschrak er und hub an zu sinken, schrie und sprach: Herr, hilf mir! Jesus aber reckte bald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleinglaubiger, warum zweifeltest du? Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich. Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bistwahrlich Gottes Sohn. Und sie schifften hinüber und kamen in das Land Genezareth. Und da die Leute am selbigen Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten allerlei Ungesunde zu ihm und baten ihn, dafi sie nur seines Kleides Saum anruhreten. Und alle, die da anruhreten, wurden gesund.

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